Grünstadt „Ich erwarte einen heißen Tanz“

Placeholder-Image

Nach dem 2:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Lambsheim wurde die „Woche der Wahrheit“ für den TSV Bockenheim durch die Verlegung der Dienstag-Partie gegen Tabellenführer DJK BW Frankenthal erst einmal vertagt. Doch mit Vatanspor Frankenthal steht am morgigen Sonntag schon das nächste Verfolgerduell für Bockenheim an. „Ich erwarte einen heißen Tanz“, sagt TSV-Coach Nico Schäfer über den einen Punkt hinter Bockenheim rangierenden Tabellenfünften.

Allerdings geht Bockenheim personell derzeit auf dem Zahnfleisch, sind „zu den Verletzten diese Woche auch noch einige krankheitsbedingte Ausfälle“ gekommen, so Schäfer. „Trotzdem fahren wir da hin, um auf dem Hartplatz der Frankenthaler etwas mitzunehmen“, gibt sich Schäfer vor dem Gastspiel kämpferisch-optimistisch. Und das nicht zu unrecht, hat der TSV Bockenheim doch noch eine blütenweiße Weste bei seinen Auswärtsbegegnungen: In der Fremde hat die Schäfer-Truppe noch nicht einen Zähler liegen gelassen – allerdings haben die Bockenheimer bislang nur drei Auswärtsbegegnungen ausgetragen. Neben dem zuletzt mageren und glücklichen 2:1 in Mörsch haben sie zuvor mit dem 10:2 in Studernheim und vor allem mit dem 5:1 bei DJK Eppstein II auswärts überzeugt. Auf der Gegenseite hat Vatanspor immerhin fünf seiner bislang sieben Heimspiele gewonnen. Mitentscheidend wird also sein, ob die Bockenheimer Evren Koc ausschalten können: Der bislang erfolgreichste Vatanspor-Torjäger hat vorigen Sonntag die SG Leiningerland beim 5:3-Sieg mit drei Treffern fast im Alleingang abgeschossen. Schäfer: „Offensiv ein starker Gegner mit ein, zwei sehr schnellen Spielern. Defensiv sind sie aber etwas anfälliger als die anderen Spitzenteams.“ „Was soll ich sagen?! Momentan gilt es einfach nur, das Beste aus der Situation zu machen.“ Für Norman Geissert, mit Walter Heinrich Trainer der Spielgemeinschaft (SG) Leiningerland, ist das bisherige Verletzungspech seiner Spieler „eigentlich unfassbar“: Im morgigen Match beim Tabellennachbarn DJK Eppstein II fehlen mindestens sieben Mann: Steffano Cassola, Sven Tschirschke, Mario Müller, Nils Kothe, Simon Gruber, Tom Schneider und Yunus Kari; hinter dem Einsatz von Michael Ober steht noch ein großes Fragezeichen. Fast schon bezeichnend für die „diesjährige Seuche“: Der zuvor lange verletzte Gruber kam vorigen Sonntag gegen Vatanspor endlich wieder zu einem Einsatz – das Spiel wurde 3:5 verloren und Gruber hat sich nach 20 Minuten die Hand gebrochen. Bei der sechs Punkte besser platzierten DJK-Reserve „wird es also wieder nicht leicht“, sagt Geissert. Aber: Der kämpferische Einsatz seiner Truppe hat – auch bei den vergangenen Niederlagen – bislang immer gestimmt. Außerdem hat die SG 14 ihrer insgesamt 19 Zähler in der Fremde geholt. Und DJK Eppstein II nur sieben ihrer insgesamt 25 Punkte auf dem heimischen Rasen. „Gegen Mörsch fordere ich einen Sieg“, ist für Jonas Tenzer, Spielertrainer der TSG Eisenberg II, die Marschrichtung gegen den Tabellenletzten klar. Gerade in Anbetracht dessen, dass „wir in den letzten Spielen bei Weitem nicht das abgerufen haben, was wir können, müssen wir den Kampf, den ich von den Mörschern erwarte, annehmen“, so Tenzer. Schließlich hatte sich der Aufsteiger „insbesondere in den Heimspielen für die Runde viel vorgenommen“, so Tenzer. Die Chancen auf Wiedergutmachung der Eisenberger Reserve stehen gut: Mörsch hat die letzten sechs Auswärtsspiele verloren und weist in der Fremde eine Tordifferenz von 8:36 auf.

x