Kreis Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Hunde wegen Schweinepest an die Leine: Das war der Anlass für den Aufruf

Kein Befehl, aber doch eine dringende Bitte: Hunde sollen im Kreis Bad Dürkheim einstweilen immer angeleint bleiben.
Kein Befehl, aber doch eine dringende Bitte: Hunde sollen im Kreis Bad Dürkheim einstweilen immer angeleint bleiben.

Weil die Afrikanische Schweinepest grassiert, ist das Gebiet des Kreises Bad Dürkheim schon seit Wochen in Sperrzonen eingeteilt. Nun hat sich die Verwaltung an die Hundehalter gewandt: Sie sollen ihre Tiere immer an der Leine lassen. Eine Sprecherin erläutert, was jetzt der Anlass dafür war.

Mitte August ist im Kreis Bad Dürkheim erstmals ein Hausschwein an der Afrikanischen Schweinepest verendet. Betroffen war ein Kleinstbetrieb in Gerolsheim. Seither besteht in einem Zehn-Kilometer-Radius rund um das Leiningerland-Dorf eine Sperrzone, in der besonders strenge Auflagen vor allem für Schweinehalter gelten.

Als Pufferzone eingestuft

Der Rest des Kreisgebiets ist weitgehend als Pufferzone klassifiziert – wegen des Gerolsheim-Falls und wegen infizierter Wildschwein-Kadaver etwa an der Bergstraße. Die damit verbundenen Auflagen treffen vor allem Jäger. Für Hundehalter hingegen sind trotz der Tierseuchen-Gefahr bislang keine verbindlichen Sonder-Vorschriften erlassen worden.

Allerdings hat die Kreisverwaltung sie jetzt dazu aufgerufen, ihre Vierbeiner konsequent an die Leine zu nehmen. Der Beigeordnete Jonas Bender (SPD) mahnt: „Auch über Hundepfoten kann das Virus weitergetragen werden.“ Außerdem könnten Hunde Wild aufscheuchen und so zur Verbreitung des nur für Schweine gefährlichen Virus beitragen.

Dass die Kreisverwaltung diesen Aufruf nun mehrere Wochen nach dem Tierseuchen-Alarm veröffentlicht hat, begründet eine Sprecherin mit häufigen Anfragen verunsicherter Hundehalter.

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