Handball
HSG Eckbachtal: Gut gespielt, dennoch verloren
„Das war diesmal eine komplett andere Geschichte“, urteilt Thorsten Koch, Trainer des Oberligisten HSG Eckbachtal nach der 22:26 (7:10)-Niederlage seiner Mannschaft bei MSG HF Iltak. Hatte der Coach beim vergangenen Auswärtsspiel in Saulheim viele einfache Fehler und Unkonzentriertheiten moniert, zeigte er sich nach den 60 Minuten in Illtal zufrieden. „Wir haben es eigentlich gut gemacht, haben das Spiel bis sechs Minuten vor Abpfiff offen gehalten“, so Koch.
Ein bisschen gehandicapt seien die Eckbachtaler nach Illtal gefahren. „Max Schreiber ist ausgefallen, Bennet Löhmar hat sich auch verletzt abgemeldet, Simon Müsel war im Urlaub“, zählt Koch auf. Mit Jochen Schloß und Julian Pozywio standen nur noch zwei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung.
Lazarett wird größer
„Ich habe mich deswegen dazu entschlossen, Sven Dopp mitzunehmen“, sagt Koch. Dopp, ebenfalls im Rückraum zu Hause, hat eigentlich noch Trainingsrückstand und ist noch nicht wieder bei hundert Prozent. „Das war etwas aus der Not heraus. Er trainiert eigentlich aktuell nur mit und ist noch nihct für den Spielbetrieb vorgesehen.“ Doch Dopp fuhr nicht nur mit, sondern stand sogar direkt in der Startaufstellung und half tatkräftig mit. Das Eckbachtaler Lazarett vergrößerte sich noch vor und auch während des Spiels weiter. Linksaußen Sven Lerzer schied noch beim Aufwärmen mit Rückenproblemen aus, Kreisläufer Carsten Wenzel fiel kurz nach Einwechslung auf die Schulter und musste wieder raus.
„Wir wollten uns auf eine stabile Abwehr konzentrieren“, erläutert Koch den Matchplan gegen die schnellen und dynamischen Angreifer aus Illtal. Das funktionierte auch lange Zeit gut. „Im Angriff haben uns ein bisschen die Mittel gefehlt. Es war vielleicht nicht das technische versierteste Spiel von uns, aber das war es von Illtal auch nicht“, befand der zufrieden wirkende Trainer. „Aber für die Zuschauer war es ein kämpferisch schönes Spiel auf fairem Niveau.“
„In die Abwehr reingebissen“
Trotz der personellen Probleme habe er eine Steigerung bei seiner Mannschaft im Vergleich zu den letzten Auswärtsspielen bemerkt: „Komischerweise ja. Wir haben uns auf unsere Tugenden konzentriert.“ Der Kampf habe die „Gekkos“ schon in mehreren Spielen ausgezeichnet. „Wir haben uns in die Abwehr reingebissen. Es hat Spaß gemacht, zuzusehen.“ Jochen Schloß, mit acht Toren bester Werfer, habe in der Abwehr sehr aktiv gewirkt, auch die vier Kreisläufer hätten ihre Arbeit gut gemacht. „Die Einheit von Torhüter Tobi Schipper und der Abwehr hat funkioniert“, lobt der Coach.
Doch am Ende steht die HSG trotz großem Kampf ohne Punkte da. „In den letzten sechs Minuten sind sie davon gezogen“, so Koch. „Da waren bei uns die Akkus leer und wir haben falsche Entscheidungen getroffen und technische Fehler gemacht.“ Der Kopf seiner Spieler sei dann etwas leer gewesen. „Aber da kann ich keinen Vorwurf machen. Ein Punkt wäre wichtig gewesen, aber ich bin zufrieden mit der Leistung.“
Punkten muss de HSG trotzdem noch das eine oder andere Mal, um sicher in der Oberliga zu bleiben. Dafür ist diese Woche jede freie Minute für Regeneration gefragt. Koch: „Ich hoffe natürlich, dass der eine oder andere Spieler für den Rückraum bis zum Wochenende zurückkehren wird.“