Grünstadt Hineinfeiern in den Wonnemonat
Im Gegensatz zur Premiere der Weinwanderung im vergangenen Jahr können die Kirchheimer Winzer an diesem Wochenende mit einem wesentlich gnädiger gestimmten Petrus rechnen: Die Wettervoraussage verspricht zumindest für Samstag und Sonntag Sonne und recht angenehme Temperaturen. Im vergangenen April hatte die Kirchheimer Weinwelt dagegen mit launischem Aprilwetter zu kämpfen. Trotz Regen, Schnee und Sturm lockte der neue Termin im Weinwanderkalender aber etliche hartgesottene Besucher nach Kirchheim. Grund genug für die Organisatoren, auch dieses Jahr ein Weinwanderwochenende zu veranstalten. „Diesmal findet es eine Woche später statt und auch über drei statt zwei Tage, weil wir den Maifeiertag mitnehmen“, erklärt Julia Benzinger-Kronemayer vom Weingut Benzinger. Wie schon 2016 nutzen die sieben veranstaltenden Kirchheimer Weingüter den Termin des bundesweiten „WeinWanderWochenendes“ des Deutschen Weininstituts (DWI) – und ziehen dadurch auch überregional Aufmerksamkeit auf ihre Veranstaltung. „Wir sind einerseits individuell in der Gestaltung, aber zugleich Teil der Aktion des DWI. Das Publikum war entsprechend gemischt: Neben Einheimischen kamen viele Besucher von außerhalb, etwa aus Frankfurt, dem Mannheimer und Kaiserslauterer Raum“, erklärt Heiko Spieß vom Weingut Kohl-Spieß. An der Strecke rund um den Steinacker möchten die Organisatoren festhalten: „Mit rund fünf Kilometern ist die Route nicht zu lang und auch für Familien geeignet. Außerdem ist der Ausblick sehr schön. Sogar viele Einheimische haben erstaunt festgestellt, dass sie ihre Heimat so noch gar nicht gesehen haben“, meint Jörg Mühlmichel vom gleichnamigen Weingut. Auch sonst wird sich nicht allzu viel ändern, auch wenn man nach den Erfahrungen der ersten Aktion hier und da etwas nachbessern kann: „Wir sind ja letztes Jahr ins kalte Wasser gesprungen und hatten kaum eigene Erfahrung mit einer derartigen Veranstaltung. Die Kalkulation ist da schon schwierig“, wirft Johanna Kolb vom gleichnamigen Weingut ein. Auch Mühlmichel erinnert sich gut an manche ungeplante Fahrt: „Ich weiß nicht, wie oft ich nach Hause gefahren bin, weil irgendetwas gefehlt hat, da gibt es schon Lernbedarf, aber es hat trotzdem super geklappt.“ Auch aus den eigenen Reihen gab es Lob: „Von unseren Winzerkollegen sind einige vorbeigekommen, um zu schauen, was wir da so auf die Beine gestellt haben – und das Feedback war durchweg positiv, das freut einen natürlich sehr“, meint Christian Ellbrück vom gleichnamigen Weingut. Weinwanderung I Das Kirchheimer Weinwanderwochenende „Rund um den Steinacker“ findet vom 29. April bis 1. Mai, jeweils ab 11 Uhr, statt. Parkplatz und Wegstrecke sind ausgeschildert. Entlang der fünf Kilometer langen Strecke sind sieben örtliche Weingüter an insgesamt sechs Ständen mit ihren Weinen und einem Speisenangebot vertreten: Weingut Georg und Jörg Mühlmichel Stand 1, Weingut Benzinger Stand 2, Weingut Familie Heil und Weingut Kolb Stand 3, Weingut Kohl-Spieß Stand 4, Weingut Rogenwieser Stand 5 sowie Weingut Ellbrück Stand 6. Nähere Info unter www.kirchheimer-weinwelt.de. Wanderung mit Weingräfin Die Obrigheimer Bauern- und Winzerschaft lädt für Samstag ab 13 Uhr zur Sonnenberg-Weinwanderung mit Weingräfin Anna-Lena I. ein. Start und Ziel der etwa vier Kilometer langen Wanderung durch die Lage Sonnenberg ist die Hesselbrücke an der B 271 zwischen Grünstadt und Bockenheim, Parkplätze sind ausgewiesen. Wissenswertes und Unterhaltsames über den Ort und seinen Wein erfahren die Teilnehmer vom Obrigheimer Dorfchronisten Wolfgang Heiss und der Kultur- und Weinbotschafterin Kerstin Pontasch. An der Strecke bieten die Weingüter Baum-Storzum, Eger, Meng und Müsel Pfälzer Spezialitäten mit dazu passenden Weinen an. Weinwanderung II Sonnenberg-Weinwanderung am Samstag, 29. April, ab 11 Uhr. Treffpunkt an der Hesselbrücke. Besuch im Niedrigenergiehaus Am Sonntag gewährt Architekt Matthias Dichtl Einblicke in sein neues Domizil in Sausenheim. Am 1. Mai 2005 hat Dichtl sein Büro in einem ehemaligen Lager der Firma Schiffer und Nicklaus am Verladeplatz eingerichtet. Fast auf den Tag genau zwölf Jahre danach – am 30. April – weiht er seinen Neubau in der Leiningerstraße in Sausenheim mit einem Tag der offenen Tür ein. Gearbeitet wird dort bereits seit Mitte Dezember. Rund 450.000 Euro hat der 42-Jährige in die Errichtung seines Niedrigenergiehauses mit 210 Quadratmetern Nutzfläche investiert. Eine Wärmepumpe versorgt nicht nur die Fußbodenheizung unter dem Vinylbelag in ansprechender Holzoptik. „Im Sommer kann ich damit auch kühlen“, erläutert Dichtl. Die Elektrotechnik umfasst programmierbare Schalter, die Rollläden sind über Sonnen- und Wind-Sensoren automatisch gesteuert. Im durchgängig barrierefreien Erdgeschoss findet sich neben einer Schreinerei für Modellbau ein Besprechungszimmer. Zentrales Element ist eine Stahltreppe, die sich im Lauf der Zeit mit Rostpatina überziehen wird. In der ersten Etage befindet sich unter anderem ein großzügiges Büro mit drei Doppeltischen – hell und mit Ausblick in die Weinberge. Die schöne Aussicht kann das siebenköpfige Team auch von der rund 60 Quadratmeter großen Dachterrasse genießen, die den Mehrzweckraum im zweiten Obergeschoss von zwei Seiten umrahmt. „Das ist unsere Ausbaureserve, falls unser Büro noch wächst“, erklärt der Diplom-Ingenieur, der unter anderem 2004 zusammen mit seinem ehemaligen Kompagnon Volkmar Weber die alte Möbelfabrik am Verladeplatz in ein Ärztehaus verwandelt und 2015 die Alte Lateinschule saniert hat. Tag der offenen Tür Am Sonntag, 30. April, ab 11 Uhr kann das neue Bürogebäude von Matthias Dichtl, Leiningerstraße 47 in Sausenheim besichtigt werden. Das Trio Julia Getzschmann-Bohn (Gesang), Walter Frener (Gitarre) und Ralph Weinmann (Cajon) sorgt für den musikalischen Rahmen. Motoren und Traktoren Zum neunten Stationärmotoren- und zum vierten Traktorentreffen lädt das Motorrad- und Technikmuseum Leiningerland in Quirnheim für Sonntag, 30. April, 10 bis 17 Uhr, ein. An diesem Tag werden Stationärmotoren ab Baujahr 1900 bis in die Neuzeit vorgestellt. Die meisten Motoren sind funktionsfähig und werden gestartet. „Man wird also so manches Klangerlebnis erfahren“, teilt das Museum mit. Es werden Motoren vom 30 Kubik- bis zum 5000-Kubik-Einzylinder vertreten sein. Was ist überhaupt ein Stationärmotor? Früher wurden Diesel-, Gas- oder Benzinmotoren „stationär“, also örtlich gebunden aufgestellt, um etwas anzutreiben, sei es einen Generator zur Stromerzeugung, ein Sägewerk, eine Pumpe oder eine Mühle, erläutern die Museumsleute. Die Leistung des Motors wurde den Anforderungen angepasst. Manchmal reichten 50 Kubik aus, aber meistens brauchte man mehr: „Der größte uns bekannte Motor ist ein 60.700 Kubik, also 60,2 Liter Einzylinder der Firma Deutz, Typ DM/E 155, der zur Stromerzeugung eingesetzt war. Um es verständlicher darzustellen: Der Motor schluckt pro Hub 60 Maß Bier. Dieser Motor wurde schon Anfang 1900 gebaut.“ Die Motoren waren stark verbreitet, als die elektrische Stromversorgung noch nicht ausreichend ausgebaut war. Auch heute noch werden Stationärmotoren dort eingesetzt, wo elektrische Energie lebenswichtig ist. Fällt diese aus, dann springt der Diesel als Notstromerzeuger ein. „Das heißt also: Stationärmotoren wird es wohl noch lange Zeit geben“, so das Museum. Traktoren steuern unter anderem das Traktormuseum Holscherer aus Bischheim, die Oldtimerfreunde Ottersheim, der Pfälzer Bulldog-Club aus Münchweiler sowie die Oldtimerfreunde Clauserhof bei, die so manche Rarität von Deutz, Lanz, Fahr und Co. mit zum Museum bringen. Wer auch solch’ ein Prachtstück besitzt und Lust hat, es vorzuführen, kann ohne Anmeldung zum Museum kommen. Vorführungen am Museum Stationärmotoren- und Traktorentreffen des Motorrad- und Technikmuseums Leiningerland in Quirnheim, Kleine Wust 11, am Sonntag, 30. April, 10 bis 17 Uhr. Die Vorführungen finden ab 10 Uhr vor dem Museum statt. Auch der Besuch des Museums selbst lohnt sich. Einkehren kann man in der Museumsschänke. Weitere Info unter www.motorrad-technik-museum.de. Hexen feiern Der größte Festtag aller Hexen steht am 30. April an: die Hexennacht. Auch zwei Hexenvereinigungen aus dem Leiningerland haben dazu einiges vor: Die Bockenheimer Wingertshexen laden am Sonntag ab 19 Uhr zur Hexennacht mit Hexentaufe an der Weinlaube ein. DJ „Just in Time“ präsentiert im Laufe des Abends die größten Hits von Abba. Die Wingertshexen bewirten in der Weinlaube außerdem am Samstag, 29. April, ab 15 Uhr und am Montag ab 13 Uhr. DJ Just in Time legt auch am 1. Mai auf. Zur 14. Walpurgisnacht laden die Albsemer Wetterhexe am Sonntag auf den Albsheimer Sportplatz ein. Los geht’s um 16 Uhr mit Kaffee und Kuchen, es gibt eine Hexenbar und diverse Speisen und Getränke. Zum Programm gehören eine Kinderolympiade, Kinderschminken, der traditionelle Hexenbesenweitwurf, Walpurgisfeuer und Hexentanz. Für Musik sorgen DJ Ralf und die Band „Crank Desperados“. Neue Zelte Der Kultur- und Verkehrsverein Bockenheim feiert am Sonntag, 30. April, 11 Uhr, am Patriciawingert die Einweihung der beiden neuen Pagodenzelte, dazu ist die Bevölkerung eingeladen. Wie berichtet, hatte Sturmtief „Egon“ im Januar die vorherigen Zelte zerstörte. Maibäume und Maifeiern Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Neuleiningen stellt am Sonntag, 30. April, 11 Uhr, einen Maibaum am Denkmal auf. Anschließend gibt es ein geselliges Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus bei Weck, Worscht un Woi. Zum Grillfest am Maibaum lädt der SPD-Ortsverein Obersülzen am Montag, 1. Mai, ab 11 Uhr auf den Dorfplatz vor der Kirche ein. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen. Die Dorfgemeinschaft Asselheim lädt am Montag ab 11.15 Uhr zur Mai-Feier in die Turnhalle des TV Asselheim ein. Untermalt wird die Feier durch Beiträge des Gesangsvereines und der Theodor-Heuss-Grundschule. Unter anderem gibt es Bowle. Der SPD-Ortsverein Wattenheim stellt am Montag um 10.30 Uhr den Maibaum in der Ortsmitte (RV-Bank) auf. Es gibt einen Umtrunk mit Brezeln, der Musikverein Wattenheim spielt auf. Die Maikundgebung des SPD-Ortsvereins Großkarlbach-Bissersheim findet am 1. Mai, 10 Uhr, vor der „Alten Dorfmühle“ in Großkarlbach, Kändelgasse 15, statt. Der Maibaum wird zuvor von der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt. Die Rede zum Tag der Arbeit hält die Bundestagskandidatin Isabel Mackensen aus Niederkirchen. Danach gibt es Brezeln, Getränke und Fassbier. Der SPD-Ortsverein Kleinkarlbach-Battenberg-Kirchheim-Neuleiningen lädt am Sonntag um 18 Uhr zum Aufstellen des Maibaums am Dorfplatz Kleinkarlbach ein. Das Maibaumfest der WG Dennhardt in Altleiningen findet am Montag im Festzelt auf dem Kerweplatz statt. Um 11 Uhr wird der Maibaum gestellt. Es gibt Pfälzer Spezialitäten und Kaffee und Kuchen. Die SPD-Carlsberg-Hertlingshausen lädt zur Maifeier am Montag ab 10 Uhr ins Bürgerhaus Hertlingshausen ein. Serviert wird „Pfundstopf“. In Kindenheim beginnt die Maifeier am Montag ab 11 Uhr in der Sport- und Freizeithalle. Landfrauen, SPD und Schützenclub bewirten. Die Hettenleidelheimer CDU lädt am 1. Mai zum Familienwandertag durch den Pfälzerwald ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Marktplatz. Eingekehrt wird beim Bierfest der CDU Wattenheim. Es beginnt um 11 Uhr an der Hütte des Verschönerungsvereins in der Wilhelmsallee. Serviert werden Biere der 1. Hettrumer Hausbrauerei JeSa. |kcs