Grünstadt Heßheim, Sausenheim und Altleiningen II die Favoriten

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Der ASV Heßheim und der TuS Sausenheim werden als erstes genannt, wenn es um die Favoriten in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord geht. Heßheims Trainer Thomas Keller macht aus seinen Aufstiegsambitionen kein Geheimnis, Sausenheims Coach Michael Bengel dagegen schon. Wir haben mit den Trainern der B-Klasse-Mannschaften gesprochen.

„Klar, wir wollen jedes Spiel gewinnen“, sagt TuS Sausenheims Trainer Michael Bengel schmunzelnd zum Saisonziel des enorm verstärkten Tabellensiebten der vorigen Runde. Abgänge gibt es keine, neu sind dagegen Moritz Botzner, Timo Böse, Christian Henschel, Sebastian Schneider und Fatih Nane (alle VfR Grünstadt) sowie Benjamin Schmitt (TSV Ebertsheim) plus Talente aus der eigenen A-Jugend. So ist es auch kein Wunder, dass der TuS für diese Saison eine Zweite Mannschaft in der C-Klasse gemeldet hat. „Wir gehen mit beiden Teams äußerst ambitioniert in die Saison“, betont Bengel, der der Ersten und Zweiten jeweils einen Platz unter den ersten Fünf zutraut. „Unser Hauptziel ist es, langfristig ein Fundament mit vielen jungen und guten Spieler aus den eigenen Reihen aufzubauen.“ Hier sei der TuS inzwischen auf einem guten Weg, wie etwa die gut integrierten A-Jugendlichen zeigen, die in der vorigen Saison immer wieder Aktiven-Luft geschnuppert haben. Bengel geht davon aus, dass „vorne drei, vier Teams auf Augenhöhe um den Titel spielen“. Dazu zählt er ASV Heßheim, DJK/SW Frankenthal und Altleiningen II. Wer den ehrgeizigen Bengel kennt, weiß, dass er mit seiner Truppe dort ein Wörtchen mitreden will. Immerhin hatten die Sausenheimer nach dem Trainerwechsel in der vorigen Runde mal eine längere Phase mit einem Punktedurchschnitt von zwei Zählern pro Spiel. Obwohl damit ja nicht jedes Spiel gewonnen würde, „wäre über die gesamte Runde dieser Schnitt für uns absolut in Ordnung“, so Bengel. Bei den vorgesehen 30 Begegnungen in dieser Saison wären das am Ende 60 Punkte – zwei mehr als der diesjährige Zweite und Relegationsaufsteiger Bockenheim hatte... „So in etwa das Gleiche wie vorige Saison“, nennt Werner Hofmann, Trainer des TuS Altleiningen II, das Saisonziel seiner kaum veränderten jungen Truppe. Lediglich Fatlum Bunjaku und Ercan Vildiz sind nicht mehr im Kader des letztjährigen Tabellendritten, dafür kommen Julian Benzke und Christopher Heil in den 21 Mann starken Kader. Für Hofmann ein großes Plus, „dass wir fast komplett zusammen geblieben sind und wir zudem sukzessive eigene A-Jugendspieler wie Marc Rittner an den Aktivenfußball ranführen können“. Wenn dann auch noch ein Platz unter den ersten Fünf rausspringt, ist Hofmann wieder zufrieden. Favoriten sind für ihn DJK/SW Frankenthal. Heßheim und Sausenheim. Hofmann selbst kann die ersten Wochen seine Elf nicht coachen, da er eine stationäre Reha antreten muss. Agron und Cirim Lika, unterstützt von Marco Faedda, übernehmen so lange. „Das ist kein Problem, ich vertraue ihnen zu 100 Prozent.“ „Im Vordergrund steht zunächst einmal, dass wir uns als Teams finden und gut in die Saison kommen“, sagt Horst Frank, neuer Trainer der SG Leiningerland. Nach dem Abstieg aus der A-Klasse setze die SG auf einen „kompletten Neustart“, hat aufgrund des 34 Mann umfassenden Spielerkaders eine Zweite Mannschaft in der C-Klasse gemeldet. Die Heimspiele beider Teams werden abwechselnd in Hettenleidelheim und Wattenheim ausgetragen. „Eine zweite Mannschaft war mir von Anfang an ganz wichtig“, betont Horst Frank, der von Alkan Adil als Trainer der Zweiten und dem neuen Abteilungsleiter der Aktiven Norbert Geissert unterstützt wird. Frank wäre angesichts der vielen Ab- und Zugänge mit einem Mittelfeldplatz zufrieden, der mit „gutem, disziplinierten und fairem Fußball“ erreicht wird. Abgänge waren: Cil Hasan (SV Obersülzen), Marco Marino (SC Alemania Maudach), Christopher Strack (TSV Neuleiningen), Sven Tschirschke (TuS Dirmstein), Mirko Tschirschke (Tus Dirmstein). Zugänge: Adam Christian (TuS Rüssingen), Alkan Adil (SV Kirchheim), Avdijaj Bali (TSG Albisheim), Stefano Cassola (VfR Grünstadt), Tom Finkler (TSG Eisenberg), Manuel Fuhrmann (TSG Kerzenheim), Normen Geissert (TSV Ebertsheim), Manuel Leutwein (VTGV Queichhambach), Theo Lang (TuS Dannenfels), Jahmal Wild (TSG Eisenberg) sowie aus der A-Jugend JFV Leiningerland: Jannik April, Yannick Becker, Marius Dähling, Philipp Dreischmeier, Sören Maltry, Johannes Schunke und Nils Werle. Favoriten sind für Frank Altleiningen, Heßheim und Sausenheim. „Ein konkretes Ziel setzen wir uns nicht. Wir wollen einfach nur guten Fußball spielen, den Fans attraktiven Sport abliefern und Spaß mit der Mannschaft haben.“ Das betont Steffen Alleborn, Coach des TSV Ebertsheim. Aufgrund zahlreicher Abgänge und berufsbedingter Rücktritte haben die Ebertsheimer für diese Saison keine Zweite Mannschaft gemeldet. „Die Vorstandschaft und die Verantwortlichen der Aktiven haben es sich nicht einfach gemacht, aber am Ende hatten wir zu wenige Spieler“, sagte Alleborn, der mit Andreas May als neuem Co-Trainer und Marco Hotz als neuem Abteilungsleiter die Elf betreut. In dem geschrumpften Kader stimme die Kameradschaft, es sei auch weiter spielerische Qualität vorhanden, so dass Alleborn davon ausgeht, dass „wir auch in dieser Saison wieder gute Spiele abliefern“. Höhere Ziele, gar um den Aufstieg mitspielen, seien kein Thema. Seine Prognose: „Der ASV Heßheim und TuS Sausenheim spielen ganz oben mit – vielleicht auch noch TuS Beindersheim als Geheimfavorit.“ Der einzige Neuzugang des TSV ist ein Rückkehrer: Jan Bickel kommt vom TSV Carlsberg. Abgänge sind Markus Weber, Timo Schulz, Simon Bechthold und Thomas Stüber (alle VfR Grünstadt), Benjamin Schmitt (TuS Sausenheim), Torhüter Norman Geissert (SG Leiningerland) und David Luprian (TSG Kaiserslautern). „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, sagt Ralph Lampert, Trainer des Aufsteigers VfR Grünstadt III. Und den will er „möglichst schnell“ in trockenen Tüchern haben – wieder mit einer Mannschaft, die als Kollektiv auftritt. In der letzten Saison war die Dritte Mannschaft so souverän Meister der C-Klasse geworden. Von dieser erfolgreichen Stammtruppe sind noch 13 Spieler in der B-Klasse dabei. Ob einige davon allerdings nach dem Aderlass der Zweiten Mannschaft „hoch geholt“ werden, müssen man abwarten, so Lampert, dem mit dem Ex-SVO’ler Tobias Maurer ein neuer Betreuer zur Seite steht. Aufgrund der spielerischen Qualität in seinem Team müsste das Ziel Klassenerhalt auch möglich sein, ist der 50-Jährige Lampert optimistisch. Zu den Meisterschaftsfavoriten zählt er den ASV Heßheim und TuS Sausenheim sowie DJK SW Frankenthal. „Wir wollen angreifen“, sagt Trainer Thomas Keller, der im zweiten Jahr den ASV Heßheim betreut. Der Aufstieg sei für den ASV zwar nach wie vor kein Muss, aber die Elf habe aus der vorigen Saison gelernt und bleibe bis auf die Abgänge von Christian Raab und Mario Nowak zusammen. Und – in der vergangenen Saison fehlte ja nicht allzu viel für den Sprung nach vorne. Eine Riesenverstärkung für den ASV sei, dass Max Sembritzki aus Dirmstein nach Heßheim zurückkomme. Ali Durmaz stieß vom TuS Altleiningen II zum ASV. Dass die Mannschaft fast komplett aus Heßheimer Jungs bestehe, darauf sei der Verein schon ein wenig stolz, sagt Keller. Nach zwei Jahren, die für ASV Mörsch weniger berauschend waren, will sich Trainer Andreas Kuffler nicht auf eine Zielsetzung festlegen. Das erste Spiel gegen Aufsteiger Vatanspor könnte schon einen Hinweis geben. Ein Problem sieht Kuffler darin, dass er viele Schichtarbeiter unter den Leistungsträgern hat. Der ASV hat einige Verstärkungen hinzugewonnen. So kommen Marvin Maerz und Oliver Köberlein vom VfR Frankenthal, Uwe Klockner vom TV Edigheim, Dennis Raggle (vereinslos). Marco Gasbarri sei quasi wie ein Neuzugang. Viele neue Gesichter sind laut Trainer Florian Vogel im Training der DJK Eppstein II; die beiden Eppsteiner Teams (A-Klasse, B-Klasse) trainieren gemeinsam, damit die Durchlässigkeit nach oben und unten weiter gegeben ist. Einige neue Spieler, die eigentlich für die Zweite Mannschaft vorgesehen gewesen seien, hätten so gut eingeschlagen, dass man erst einmal schauen müsse. „Unser Ziel Nummer eins ist es, den Abstieg zu vermeiden“, sagt Vogel Mit Horst Döppel hat beim DJK SW Frankenthal ein neuer Trainer das Sagen, der Spiel-Erfahrung in höheren Klassen gesammelt hat. Die DJK ist seine erste Trainerstation. Von seinen Spielern erwartet er in erster Linie, dass sie im Vergleich zur Vorsaison an ihrer Einstellung arbeiten. „Ich möchte mehr Ernsthaftigkeit und Disziplin sehen.“ Für Döppel ist der Aufstieg nicht das Ziel. „Das Potenzial ist da, aber es gehört eben mehr dazu, um ganz vorne zu stehen.“ Gegangen sind neben Trainer Marcel Birich auch Co-Trainer Niko Pfeifer (VfL Neustadt), Nick Schröer (Maudach), Sascha Dimitrov (AH) und Antonio Pino (MTSV Beindersheim). Mit Patrick Czecerski (vom ASV Mörsch) habe er einen Wunschspieler bekommen, sagt Döppel. Weitere Zugänge sind Lars Heinevetter (Gimbsheim), Patrik Zajac (Offensive), Salvatore Pennisi (Stürmer) und Sascha Bierer. Sebastian Schreier ist der neue Mann an der Seitenlinie beim TuS Großkarlbach, nachdem die Truppe in der vergangenen Saison quasi zwei Trainer verschlissen hat. Schreier glaubt, dass der TuS gut gerüstet ist. „Wir haben eine junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern.“ Wichtig sei, dass das Team mit ihren Neuzugängen zusammenfinde. Max Bottlinger und Tim Becker (A-Jugend VfR Frankenthal), Lukasz Otta, Markus Kroll (TuS Dirmstein) und die Wiedereinsteiger Eric Knosallah und Torwart Eric Mayer sollen die Abgänge kompensieren. Schreiers Ziel: Erst einmal die Klasse sichern. Mit Elan startet Eintracht Lambsheim in die neue Saison. Neue Spieler zu gewinnen, die für das Mannschaftsgefüge nach Ansicht von Trainer Thomas Seidenspinner nötig sind, um sich weiterzuentwickeln, sei nicht leicht gewesen. Mit Tobias Hoffmann, in den vergangenen Spielzeiten Trainer in Dirmstein, sei es gelungen, einen ehrgeizigen, guten Fußballer an Land zu ziehen. Die Einstellung sei bei der Suche nach Verstärkungen ein wichtiger Aspekt gewesen: Daniele Perna kommt aus Ruchheim, Thomas Walther und Attila Bors vom ASV Birkenheide, Bojan Kasanovic war vereinslos. Mario Montag, Thomas Roszner und Kai Müller rücken aus der eigenen A-Jugend auf. Seidenspinner setzt als Ziel, unter die ersten fünf zu kommen: „Alles andere wäre ein Rückschritt.“ Zwölf A-Jugendspieler rücken beim Aufsteiger MTSV Beindersheim in die Aktivenmannschaft auf. „Da sind schon einige dabei, die gut kicken können. Deshalb brauchten wir uns gar nicht groß nach Neuzugängen umzuschauen“, sagt Trainer Torsten Winterott. Zwei kommen von anderen Vereinen: Andre Lacroix (Mechtersheim) fürs Tor und Antonio Pino (DJK Schwarz-Weiß Frankenthal). Winterott würde gerne am Ende unter den ersten acht Mannschaften stehen: „Auf alle Fälle wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Der Aufsteiger Vatanspor Frankenthal will mit der Aufstiegsmannschaft möglichst die Klasse halten. „Momentan haben wir keine Neuzugänge“, sagt Trainer Adem Parmak. Der frühe Saisonbeginn ist ein Problem für Vatanspor. „Vielleicht können wir die ersten beiden Spieltage nach hinten verlegen. Wenn in einem sowieso schon kleinen Kader einige Spieler urlaubsbedingt fehlen, dann ist das schlecht.“ Durch den freiwilligen Abgang von Obersülzen II in die C-Klasse bekam der reguläre Absteiger VT Frankenthal eine weitere Saison in der B-Klasse geschenkt. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Gregor Ackermann, der zusammen mit Hans-Jürgen Seipel das Team trainiert. Die VT will den Weg mit eigenen, jungen Spielern weiter gehen. Neun A-Jugendspieler stoßen endgültig zum Kader. „Unser Ziel ist klar der Klassenerhalt“, sagt Ackermann. Zwei Spieler kamen aus anderen Vereinen: Felix Freitag (Eintracht Lambsheim II), Andreas Massott (TSV Eppstein II). Heiko Sommer verließ die VT Richtung Studernheim, Günter Reinholz ging zum ASV Mörsch. Viel Wert werde nun auf die Defensivarbeit in der Vorbereitung gelegt. „Wer mehr als 100 Gegentreffer bekommt, so wie wir vorige Saison, der hat’s schwer“, so Ackermann. Vom TSV Grünstadt haben wir leider keinen Verantwortlichen erreicht. Das erste Spiel bestreiten die Grünstadter Türken aber auch erst am 28. August gegen Mörsch; wie jedes Jahr wurden wegen der Urlaubszeit die ersten Begegnungen des TSV verlegt. Im letzten Vorbereitungsspiel hat TSV Grünstadt am 24. Juli 4:2 gegen B-Ligist Ataspor Worms gewonnen; betreut wurde das Team da von Basalan Ramazan und Tandogan Ali. Erster Spieltag Mittwoch, 19.30 Uhr: Ebertsheim - SG Leiningerland; Freitag, 19.30 Uhr: Heßheim - Großkarlbach; Sonntag, 12.45 Uhr DJK Eppstein II - Altleiningen II; 13 Uhr: VfR Grünstadt III - Freinsheim II; 15 Uhr: Sausenheim - DJK SW F’thal, Eintracht Lambsheim - VT F’thal, Mörsch - Vatanspor F’thal. |lor/nt/Archivfotos: Dell

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