Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Toreflut versenkt HSG Eckbachtal beim Derby in Mundenheim

Der Eckbachtaler Georg Ebel beim Torwurf.
Der Eckbachtaler Georg Ebel beim Torwurf. Foto: Kunz

Es läuft derzeit nicht rund für die Oberligamannschaft der HSG Eckbachtal. Nach den Heimniederlagen gegen Illtal und Mühlheim setzte es am Samstag gegen die VTV Mundenheim die nächste Schlappe. In Ludwigshafen unterlagen die „Gekkos“ deutlich mit 17:33 (9:9). Das Fehlen von Trainer Thorsten Koch und einigen Stammkräften machte sich bemerkbar.

Zwanzig gute Minuten der HSG Eckbachtal in der ersten Hälfte ließen erahnen, was in Mundenheim möglich gewesen wäre. Zwanzig Minuten, in denen die HSG die von Interimstrainer Peter Baumann geforderte Intensität erkennen ließ. Zwanzig Minuten, in denen Eckbachtal einen 2:6-Rückstand in eine 9:8-Führung umwandelte. Doch nur diese Zwanzig Minuten genügten nicht, um die ersehnten Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Seine HSG habe nach einem schwierigen Einstieg gut in die Abwehr gefunden und bewusst nach vorne gespielt, erklärte Baumann. „Der Start in die zweite Hälfte war sehr schlecht. Wir haben es aus irgendeinem Grund nicht mehr hinbekommen, die Mundenheimer im Halbfeld zu stoppen“, sagte Baumann. Die Folge war eine Torflut. 24 Tore musste die HSG hinnehmen und konnte selbst nur acht Treffer erzielen. Vor allem fehlte es an offensiver Kreativität und harter Deckungsarbeit. Dabei machten sich die Ausfälle der Schlüsselspieler Maximilian Schreiber (Fuß), Michael Betz (Finger) und Torhüter Rouven Hahn (Bandscheibe) bemerkbar.

Ein Betz alleine reicht nicht

Defensiv wie offensiv lieferte Thomas Betz eine gute Leistung. Der Rückraumspieler markierte nicht nur sieben Tore, sondern setzte die geforderte Intensität in jedem Zweikampf in der Defensive um. „Er hat das Spiel gut geleitet, hinten raus hatte er konditionelle Probleme“, sagte Baumann. Es sei dennoch wichtig, einen wie ihn im Team zu haben, der das Spiel machen könne, lobte Baumann seinen Rückraumspieler. Dennoch zeigte sich einmal mehr, dass den „Gekkos“ ohne Schreiber und Michael Betz häufig die nötige Durchschlagskraft fehlte.

Was in der ersten Hälfte noch gut funktionierte, war in den zweiten 30 Minuten vergessen. „Wir sind körperlich eingebrochen. Wir lagen direkt drei Tore hinten und verloren ein bisschen den Kopf. Dann rannten wir an und wurden ausgekontert“, skizziert Thomas Betz die zweite Hälfte. Einerseits habe die Kraft gefehlt, andererseits sei Mundenheim mit einer anderen Dynamik aus der Kabine gekommen, erklärte der Rückraumspieler.

Spielweise verändern

Es gilt dementsprechend einiges zu verändern in der Spielweise der HSG. Am kommenden Wochenende heißt der Gegner Saulheim. Die SG sei ein ähnliches Kaliber wie der VTV, weiß der Trainer. „Im Endeffekt müssen wir die erste Hälfte kopieren und das dauerhaft durchhalten“, erklärte Baumann.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Klein – Naas (2), Yannick Treiber (1), Simon Schleidweiler (2) - Pönisch (2), Pfeil (7/2) – Aaron Schleidweiler (1), Zentgraf (1), Benjamin Treiber (5/1), Klein, Muth (5), Deege, Hopp (3), Schmieder (4)

HSG Eckbachtal: Häuselmann – Pozywio (2), Thomas Betz (7), Räuber – Kassel (1), Kluzik (1) – Ebel (1), Nehrdich (5), Schloß, Kemeter, Hörner, Quandt

Spielfilm: 5:2 (10.), 9:9 (Hz.), 17:12 (41.), 33:17 (Endstand) - Siebenmeter: 5/3:3/2 - Zeitstrafen: 1:2 - Beste Spieler: Muth, Pfeil, Treiber – Thomas Betz, Nehrdich - Zuschauer: 260 - Schiedsrichter: Lauterbach/Dryander (ASC Quierschied/TuS Elm-Sprengen).

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