Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Grünstadt: Rat sucht die richtigen Mandelbäume für die Stadt

Rosablühende Mandel. Foto: dpa
Rosablühende Mandel.

Der Grünstadter Stadtrat wird sich bei seiner Sitzung am Dienstagabend mit der Verlängerung des Mandelpfades rund um Grünstadt befassen. Dabei geht es um die Frage, ob rund um Grünstadt künftig eine oder mehrere Mandelsorten blühen sollen.

Die Stadt Grünstadt will 40 Bäume der Sorte „Perle der Weinstraße“ pflanzen lassen, die Verbandsgemeinde Leiningerland 107. Das Ziel der Pflanzaktion ist es, den Pfälzer Mandelpfad bis Bockenheim zu vollenden. Er beginnt in Schweigen und endet derzeit in Bad Dürkheim.

Essmandeln statt gekreuzter Mandeln

In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses wurde kritisiert, dass nur eine Mandelsorte gepflanzt werden soll, deren Früchte zudem bitter sind. Karin Schramm (CDU) wies darauf hin, dass es im Falle eines Schädlings- oder Pilzbefalls schlecht sei, nur eine Sorte zu haben. Elke Vetter (Grüne) beantragte mit Verweis auf die gewünschte Sortenvielfalt, neben der „Perle der Weinstraße“ zwei weitere Sorten zu pflanzen, mindestens eine davon mit essbaren Früchten. Das sei sowohl für die Menschen (essbare Mandeln) als auch für die Bienen (unterschiedliche Blühzeiten) gut.

Die Perle der Weinstraße ist rosa

Zudem sollten alte Pfälzer Essmandeln genommen werden und nicht Kreuzungen aus Mandel und Pfirsich wie es die „Perle der Weinstraße“ ist, forderte Vetter. Sascha Schwalb (SPD) wies darauf hin, dass man – sollte man sich für andere Mandelsorten entscheiden – das Ergebnis der Ausschreibung prüfen müsse. Insgesamt gab es drei Angebote für die Bäume und die Pflanzarbeiten, die ersten beiden lagen recht nah beieinander. Das günstigste Angebote (44.007 Euro) hatte die Grünstadter Firma Deister Gartencreativ abgegeben, das zweite Angebot lag bei 44.797 Euro.

40 Bäume für die Stadt, 107 für die Verbandsgemeinde

Die 40 städtischen Bäume kosten 24.996 Euro, die 107 Bäume der VG 19.010 Euro (die die Stadt von der VG bekommt). Beide Kommunen bekommen aus dem Leader-Programm der Europäischen Union Zuschüsse, die Stadt 16.500 Euro, die VG 8300 Euro.

Warum die Stadt mehr Geld für das Pflanzen von 40 Bäumchen ausgibt als die Verbandsgemeinde für 107 war schon im Dezember 2018 Thema in den Gremien. Damals hieß es, dass die Stadt die Bäume samt Anpflanzung und Pflegemaßnahmen einkaufe, während die Verbandsgemeinde dies mit eigenen Mitarbeitern bewältigen wolle. Hinzu komme, dass der Stadt größere Mandelbäume geliefert werden.

Überall soll’s rosarot blühen

Die Stadtverwaltung begründete die Ausschreibung für nur eine Mandelsorte gestern damit, dass alle Bäume an der Weinstraße möglichst zu den Pfälzer Mandelwochen im März/April blühen sollen.

Deswegen kämen Mandelbäume mit unterschiedlichen Blühzeiten nicht in Betracht. Außerdem stünden entlang der Weinstraße überwiegend rosa blühende Mandelbäume – deswegen sei man auf diese Farbe festgelegt.

Zur Erklärung: Bittermandelbäume blühen rosa, Essmandelbäume weiß.

Termin

Ratssitzung am Dienstag, 18.30 Uhr, Weinstraßencenter. Weitere Themen sind die Vermessung in der Bitz und Bauanträge für die Erweiterung der Kunststoffrecyclinganlage und den Bau einer Shishabar.

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