Neuleiningen Gottesdienst zum Dank an die Feuerwehrleute

Die Pfarrer Martin Tiator (links) und Christopher Markustzik.
Die Pfarrer Martin Tiator (links) und Christopher Markustzik.

Das war eine enge Kiste, als am 18. Juli ein Waldbrand unterhalb Neuleiningens die Wohnhäuser bedrohte. Rund 150 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Leiningerland waren stundenlang und wegen Glutnestern auch noch in den folgenden Tagen im Einsatz. Dabei erhielten sie viel spontane Unterstützung durch die Dorfbewohner. Den Rettern und ihren Helfern ist mit einem ökumenischen Gottesdienst gedankt worden. Ein Meer aus dunkelblauen Uniformen in den Bankreihen der St.-Nikolaus-Kirche in Neuleiningen zeigte am Freitagabend: Hier findet eine Feuerwehr-Andacht statt. Eingeladen dazu hatten der protestantische Pastor Christopher Markutzik und sein katholischer Kollege Martin Tiator. Trockenheit und das nicht zu verstehende Ausleben von „Feuerlaune“ habe die ehrenamtlichen Brandbekämpfer im Sommer auf Trab gehalten, erinnerten sie, bevor Volker Gütermann am Keyboard das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ anstimmte. Für seine Predigt nahm Markutzik einen Ausspruch des Neuleininger Wehrchefs Patrick Frommherz zur Grundlage: „Ich habe fünf Kreuze gemacht, als wir die Lage einigermaßen im Griff hatten.“ Das erste Kreuz stehe für den Dank an die behütende Hand Gottes, das zweite möge die Feuerwehrleute „immer wieder ermutigen“, so der Pfarrer. Das dritte Kreuz stehe für den Segen, dass Menschen in Ausnahmesituationen zusammenstehen und sich gegenseitig unter die Arme greifen. „Das vierte Kreuz ist die Bitte, dass die Zukunft weniger Herausforderungen bereithält. Der beste Feuerwehreinsatz ist der, welcher nicht stattfindet“, so Markutzik. Das fünfte Kreuz symbolisiere das Wort Gottes: „Ihr fragt nicht, wenn jemand Hilfe braucht, sondern ihr handelt. So wie Jesus es sich für uns alle wünscht. Das ist die gelebte Idee der Nächstenliebe.“

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