Grünstadt Glückwünsche und Erklärungen

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Mit rund 90 Gästen hat die FWG im Obrigheimer Bürgerhaus ihr 30. Jubiläum gefeiert. In der Festrede ging Bernd Findt (FWG), Beigeordneter der Verbandsgemeinde Leiningerland, unter anderem auf den stotternden Motor in manchen Fachbereichen der Verwaltung ein.

Die FWG in Obrigheim wurde im Januar 1989 gegründet. Zu den Männern der ersten Stunde gehörten neben Wolfgang Nitzsche, der 20 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde war, Manfred Zwiener, Helmut Wagner und Kurt Bechtel. Sie alle saßen viele Jahre im Gemeinderat und wurden bei der Jubiläumsfeier geehrt. Mit einer Posthum-Ehrung wurde darüber hinaus dem früh verstorbenen Ratsmitglied Horst Hanauer gedacht. Er war ebenfalls von Anfang an mit von der Partie. Die stellvertretende Sprecherin im Rat, Nicole Eicher, zog ein Resümee der vergangenen fünf Jahre: Lange erfolgreich tätige Mitglieder machten den Weg frei für eine neue Mannschaft, die altersmäßig von 19 bis 72 Jahren reicht. In einer weiteren Rede überbrachte Bernd Findt, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Leiningerland, Grüße von Verbandsbürgermeister Frank Rüttger (CDU) und betonte dann, dass die fünfköpfige VG-Verwaltungsspitze aus drei CDU- und zwei FWG-Männern bestehe, die vertrauens- und respektvoll zusammenarbeiteten. Bei den Fachthemen gebe es eine große Transparenz, allerdings laufe der Motor in den Abteilungen teils noch nicht rund. „Nach der Fusion zur größten Gebietskörperschaft im Kreis Bad Dürkheim verwundert das nicht weiter“, sagte Findt. Es sei kein Geheimnis, dass die Zusammenarbeit im Personalbereich zu Beginn der Fusion nicht immer reibungslos vonstattenging, aber es sei besser geworden, meinte er. „Fakt ist, dass nach der Fusion mit weniger Kräften mehr gearbeitet werden muss“, erklärte Findt. Die VG müsse sich an die Vorgaben der Kommunalaufsicht halten, die besagten, dass größere Verwaltungseinheiten mit weniger Personal auskommen müssten. Aktuell klagten Mitarbeiter aus allen Fachbereichen über viel Arbeit und zu wenig Personal. Besonders trete dies in der Bauverwaltung zutage, in der teils noch Vorgänge aus der Zeit vor der Fusion abgearbeitet würden. Hinzu kämen Dringlichkeitsprojekte wie die Sanierungen verschiedener Grundschulen. Neueste Schätzungen gingen von Kosten in Höhe von über zwölf Millionen Euro aus, wenn man den Beschluss des Rates der ehemaligen VG Grünstadt-Land in seiner letzten Sitzung umsetzt und alle Schulen an ihrem Standort belässt. Das sei das vierfache der ehemals veranschlagten Summe. Besonders im Segment der Schulsanierungen müsse man genau abwägen und mit Bedacht an die Planungen herangehen, um nicht ein finanzielles Desaster zu erleben, berichtete Findt. Die VG-Verwaltung mit ihren 21 Ortsgemeinden werde alles tun, um Qualitätsverbesserungen und eine Stabilisierung auf den Weg zu bringen. Es liege in der Natur der Sache, dass nach einem umstrittenen Zusammenschluss, nicht gleich alles gelingen könne. Beispiele aus anderen Fusionen auf Gebiets- und Verwaltungsebene würden diesem auch eindrucksvoll bestätigen.

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