Neuleiningen
Geräte auf Neuleininger Spielplätzen müssen erneuert werden
Das große Spielgerät mit Kletternetz, Schaukel und Nestschaukel im Baugebiet „In den Schelmenäckern“ ist mit rot-weißem Flatterband gesperrt. Auch die Rutsche und die Wippe sollten nicht mehr genutzt werden. „Wir haben uns das Gelände mit einem Experten angeschaut“, berichtete am Montag Dennis Zimmermann, Leiter des Bauamts bei der Verbandsgemeinde Leiningerland. Dabei sei festgestellt worden, dass nach den neuesten Richtlinien kein Gerät mehr sicher sei, beziehungsweise in ausreichendem Abstand zu den anderen stehe. „Hier passt das Kopfmaß nicht, dort ist der Fallbereich zu klein“, nannte Zimmermann dem Neuleininger Rat Beispiele.
Das Areal solle jedoch so schnell wie möglich wieder funktionstüchtig gemacht werden. Barbara Knopp (CDU), die dort in der Nähe wohnt, begrüßte diese Ankündigung des Bauamtsleiters. Sie betonte: „Der Spielplatz ist immer gut besucht.“ Freiwillige Helfer um den engagierten und fachkundigen Bürger Andreas Schneeg, der auch schon einen Plan für die Modernisierung des Burg-Spielplatzes erstellt hatte, werden die Geräte in Kürze entfernen. Vorgesehen ist, diese durch Anlagen zu ersetzen, für die keine größeren Erdbewegungen notwendig sind. „Das Gelände mit den Wegen aus Natursteinpflaster soll nicht neu modelliert werden, sondern weitgehend so bleiben wie es ist“, erläuterte Zimmermann.
Schaukel muss alleine stehen
Deshalb sei eine neue Schaukel nur möglich, wenn sie alleine stehen würde, denn die brauche nach aktuellen Vorschriften einen sehr großen Fallschutz von 32 Quadratmetern. Der Raum- und Umweltplaner schlug vor, am heutigen Standort der Schaukeln eine große Doppelwippe zu installieren. Dort, wo jetzt die Rutsche steht, hält er einen Kletterturm für sinnvoll, der auch für Kinder unter drei Jahren geeignet ist. Da sei eine Rutsche dran und zwar aus Kunststoff. Metall habe den Nachteil, in der Sonne schnell aufzuheizen. Außerdem sei ein Sandkasten vorgesehen, in den ein Minibagger gestellt wird.
Auf die Erarbeitung eines Planes könne in diesem Fall verzichtet werden, beantwortete Zimmermann eine Frage von Martin Kranz (FWG). Inklusive Aushub, Fundament und Montage wird das Ganze laut Zimmermann zwischen 10.000 und 18.000 Euro kosten. „Deshalb müssen mindestens drei fachlich qualifizierte Firmen um die Abgabe von Angeboten gebeten werden“, erklärte er. „Die Lieferzeit werden wir als Bedingung zur Auftragserteilung relativ kurz halten“, so der Bauamtsleiter.
Komplett rückgebaut sind die Spielgeräte an der Burg, wo ein Mehrgenerationenplatz entstehen soll. Dafür hatte der Rat im März beschlossen, zusammen mit dem Kaiserslauterer Planungsbüro Wolf ein Konzept zu erstellen. Ortsbegehungen haben bereits stattgefunden. „Den Spielplatz Rüttger haben wir ganz sperren müssen“, erläuterte Zimmermann. Es sei angedacht, das Areal in der Friedrich-Ebert-Straße, bei dem auch sieben dringend benötigte Parkplätze geschaffen werden sollen, für 10.000 Euro zu ertüchtigen. Da das über das Regionalbudget des Leader-Programms mit bis zu 75 Prozent gefördert werden soll, kann das Projekt allerdings erst 2023 in Angriff genommen werden.