Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Gehweg endet abrupt: Hier müssen Fußgänger einen Trampelpfad nutzen

Wer am Kreisel in der Daimlerstraße zum Aldi läuft, stößt auf einen fehlenden Gehweg. Der Trampelpfad auf der linken Seite wird
Wer am Kreisel in der Daimlerstraße zum Aldi läuft, stößt auf einen fehlenden Gehweg. Der Trampelpfad auf der linken Seite wird bei Regen schnell matschig.

In Grünstadter Süden endet ein Gehweg plötzlich im Nichts. Das sollte sich vor drei Jahren ändern. Warum die Pläne gescheitert sind.

Wer in der Daimlerstraße zu Fuß unterwegs ist, steht schnell vor einem Hindernis: Der Gehweg am Kreisverkehr endet abrupt an der Ausfahrt. Fußgänger müssen dann entweder dicht an der viel befahrenen Straße entlanggehen oder auf einen Trampelpfad ausweichen – der sich bei Regen rasch in eine Schlammpiste verwandelt.

Trampelpfad durch Fußgänger

Diese Erfahrung machen auch Konrad und Brigitte Rometsch regelmäßig. Das Ehepaar aus Grünstadt nutzt den Weg gerne, um nach einem Spaziergang bei Aldi oder DM einzukaufen. Statt bequem über einen Bürgersteig schlendern zu können, bleibt ihnen jedoch nur der riskante Weg am Straßenrand. „Einmal hat uns sogar ein Autofahrer angehupt“, berichtet Konrad Rometsch. Soweit er sich erinnern kann, fehle ein Fußgängerweg an dieser Stelle schon, seit es auf der Fläche dahinter Geschäfte gibt.

Dass auf der linken Straßenseite überhaupt ein Trampelpfad entstanden ist, findet der Rentner plausibel: Immer wieder habe er beobachtet, wie Lkw-Fahrer ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Autohofs abstellen und sich zu Fuß in Richtung Supermarkt aufmachen. Über die Jahre hätten sie den Pfad quasi selbst „angelegt“, so Rometsch – als Ersatz für den nie gebauten Gehweg.

Seniorenbeirat hat das Thema bereits aufgegriffen

Zuletzt kam es 2022 zu Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung Grünstadt und dem Besitzer der Fläche, auf der die Einkaufsmärkte Aldi und DM stehen, berichtet Stadtsprecher Joachim Meyer auf Nachfrage. Nachdem der Seniorenbeirat das Thema Gehweg-Ausbau aufgegriffen hat, sei die Stadt damals auf den Besitzer zugegangen. Als der Drogeriemarkt entstanden ist, sei auch der Ausbau des Gehweges angedacht gewesen, so Meyer – dazu kam es aber nicht. Seitdem gab es mit dem Grundstückbesitzer diesbezüglich auch keinen Kontakt mehr. Von den insgesamt fehlenden 52 Metern Gehweg seien elf Meter auf öffentlichem und die restlichen 41 Meter auf privatem Grundstück.

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