Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Ganztagsbetreuung: Diese Schulen müssen nachrüsten

Die Grundschule in Carlsberg braucht unter anderem Schallschutz in vier Räumen.
Die Grundschule in Carlsberg braucht unter anderem Schallschutz in vier Räumen.

Damit alle Schüler mit Bedarf nächstes Jahr ganztags in der Grundschule betreut werden können, müssen zwei Standorte umgebaut werden. Das wird gemacht.

Nächstes Jahr tritt das Ganztagsförderungsgesetz bundesweit in Kraft. Das heißt, Eltern haben das Recht auf eine achtstündige Betreuung ihrer Kinder in den Grundschulen. Den Start macht die erste Klasse, bevor die übrigen Stufen bis Klasse vier Jahr für Jahr folgen. Damit das umgesetzt werden kann, müssen zwei Schulen in der Zuständigkeit der Verbandsgemeinde Leiningerland aufgerüstet werden.

In der Grundschule Carlsberg stehen mehr Arbeiten an: Dort braucht es den Einbau einer Gastroküche, einen Schallschutz im Mensabereich und in drei Klassenräumen sowie eine Verbesserung der Anlieferung. Die Kosten dafür: etwa 395.000 Euro. Ähnlich teuer ist die Aufstellung von Mensa- und Betreuungscontainern in der Grundschule Gerolsheim-Laumersheim. Dafür fallen 380.000 Euro an.

Förderantrag wird gestellt

Doch bevor an den beiden Schulen gebaut werden kann, will die VG einen Förderantrag stellen. Das Land hat dem Kreis Bad Dürkheim für den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote an den Grundschulen vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Inzwischen stehe fest, dass die geplanten Arbeiten in Carlsberg und Gerolsheim-Laumersheim auch grundsätzlich förderfähig sind, erläuterte VG-Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) den Ratsmitgliedern in der März-Sitzung. Ziel sei, mindestens 50.000 Euro Zuschuss zu erhalten.

Damit die Förderanträge aber gestellt werden können, muss zuerst ein Büro mit den Planungsarbeiten beauftragt werden. Den Zuschlag bekommen hat Architektin Gabriele Obenauer aus Hettenleidelheim, die für die Arbeiten in Carlsberg knapp 39.000 Euro und in Gerolsheim-Laumersheim etwa 23.500 Euro verlangt. Stephan Schenk (SPD) wunderte sich, warum für die Doppelgrundschule nur ein Büro angefragt worden sei. Rüttger erklärte das mit der Auftragssumme. Da die unter 25.000 Euro liegt, sei eine größere Ausschreibung nicht nötig gewesen. Die Ratsmitglieder entschieden sich einstimmig, die Arbeiten wie vorgeschlagen zu vergeben und entsprechend auch, den Ausbau an beiden Schulstandorten anzugehen.

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