Grünstadt Finck gibt Traineramt bei den Wölfen auf
«Eisenberg/göllheim.» Johannes Finck ist nicht mehr Trainer der neu gegründeten MFSG Göllheim-Eisenberg-Asselheim-Kindenheim. Neuer Trainer des Handball-Pfalzligateams ist Patrick Dermody, der auch für die A-Klasse-Mannschaft der Spielgemeinschaft verantwortlich sein wird. Finck bleibt den Wölfen aber erhalten und übernimmt in der neuen Saison die A-Jugend, die in der Verbandsliga antritt.
Über die genauen Gründe machten die Beteiligten keine Angaben. Finck sagte jedoch, er wolle sich als Trainer der A-Jugend verstärkt am Neuaufbau beteiligen. Denn nach dem Abgang vieler Leistungsträger steht die Spielgemeinschaft vor einer schwierigen Zukunft. 1996 hatte Johannes Finck das Traineramt beim damaligen TuS Göllheim übernommen. In 21 Jahren führte er die Mannschaft von der niedrigsten (C-Klasse) bis in die höchste pfälzische Spielklasse (Pfalzliga). Er formte dabei etliche Spieler, die sich später in der Oberliga etablieren konnten. „In meiner langen Zeit als Trainer durfte ich großartige Sportler und Menschen trainieren“, sagt Finck. Trotz der Abgänge fast aller Leistungsträger der Ersten Mannschaft und nun auch des langjährigen Trainers schaut Kristof Wachsmuth, Leiter der Spielgemeinschaft, zuversichtlich in die Zukunft. „Wir sind uns alle bewusst, dass das kommende Jahr in der Pfalzliga extrem schwierig werden wird. Mit der A-Jugend, die danach in den Aktivenbereich stoßen wird, sind wir aber in ein, zwei Jahren wieder sehr gut aufgestellt“, so Kristof Wachsmuth. Nach eingehenden Diskussionen aller Beteiligten wurde laut Wachsmuth die Entscheidung getroffen, keine Herrenmannschaft abzumelden. Für beide Teams stehen dem neuen Trainer Patrick Dermody etwa 20 Spieler zur Verfügung, darunter die wenigen Verbliebenen aus der letztjährigen Meistermannschaft sowie einige Spieler, die aus Asselheim-Kindenheim dazu stoßen. „Wir hatten zwei Optionen: entweder noch einmal ganz von unten anzufangen oder die schwierige Herausforderung anzunehmen. Wir haben uns aus Überzeugung für die zweite Möglichkeit entschieden“, betont Wachsmuth, der gleichzeitig um Geduld wirbt: „Wir werden Zeit brauchen. Wir werden viele Spiele verlieren, zählen dabei aber auf unsere Zuschauer, dass sie die Mannschaft auch weiterhin unterstützen werden.“ Patrick Dermody wirbt ebenfalls um Nachsicht: „Der Großteil der Pfalzligamannschaft besteht aus der letztjährigen A-Klassenmannschaft. Das sind zwei Ligen Unterschied. Das erfordert Geduld“. Eine weitere Herausforderung des neuen Wolfsrudel ist, dass es bisher noch keine adäquate Vorbereitung auf die Anfang September beginnende Saison gab. „Wir haben im körperlichen, aber auch im spielerischen Bereich enorme Defizite. Diese aufzuholen wird bis weit in die Hinrunde hinein dauern“. Dass unter diesen Umständen der Klassenverbleib äußerst schwierig zu erreichen sein wird, weiß auch Dermody: „Wir haben das Ziel, gute Spiele zu absolvieren und zu zeigen, dass wir Handball spielen können“. Ein Abstieg sei kein Beinbruch: „Die Jugendarbeit steht im Vordergrund. Nur so können wir künftig eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen“. Unterstützung für die zweite Mannschaft erhält der neue Übungsleiter vom ehemaligen Trainer der SG Asselheim-Kindenheim, Matthias Seibert. Eugen Kaiser wird im Pfalzligateam die Rolle des Mannschaftsverantwortlichen ausüben. „Ich muss mich gut organisieren, aber ich habe ausreichend Unterstützung aus allen Ebenen des Vereins“, meint Dermody auf seine Doppelbelastung als Coach zweier Herrenmannschaften angesprochen. Kristof Wachsmuth freut sich, dass Finck dem Verein weiterhin erhalten bleibt: „Ich bin sehr froh, dass Johannes in der kommenden Runde die A-Jugend übernimmt. Seine Kompetenz und Qualität brauchen wir unbedingt“. Johannes Finck ist optimistisch, dass er die A-Jugend „auf ein ihrem Talent entsprechendes Niveau“ bringen kann.