Carlsberg
Feuerwehrgerätehaus: Anbau soll Probleme lösen
Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Carlsberg ist rund fünf Jahrzehnte alt. 1999 wurde es zuletzt saniert, bekam ein neues Dach und wurde baulich erweitert. „Jetzt wären wieder ein Anbau und eine Modernisierung nötig“, sagte Architektin Gabriele Obenauer bei der jüngsten Sitzung des Bau-, Energie- und Umweltausschusses der Verbandsgemeinde Leiningerland. Der Platz in dem Gebäude reiche nicht mehr aus, um einen optimierten Betrieb zu gewährleisten, bei dem die geltenden Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.
Obenauer erläuterte die Wünsche der Floriansjünger. Sie bräuchten getrennte Sanitär- und Umkleidebereiche für rund 40 Männer und fünf Frauen unter den Aktiven sowie für 20 Knaben und fünf Mädchen der Jugendfeuerwehr. Darüber hinaus seien Räumlichkeiten für Lehrveranstaltungen und Übungszwecke zu schaffen. Für ein weiteres Auto müsse ein vierter Stellplatz entstehen. „Zudem soll in der Fahrzeughalle eine Absauganlage installiert werden“, so die Ingenieurin aus Laumersheim.
3,5 Meter aufs Nachbargrundstück
Im Mai fand eine Ortsbesichtigung statt, „aber es war sehr schwierig, Fachplaner für die Haustechnik zu bekommen, weil diese aktuell sehr ausgelastet sind“. Derzeit entwirft Obenauer das Raumprogramm. Das Gerätehaus steht teilweise auf kommunalem Gelände, wo die Ortsgemeinde ihren Bauhof hat. „Am liebsten wäre es der Feuerwehr, auch den Anbau dort zu errichten“, sagte die Architektin. Es wäre nun die Frage, ob es möglich sei, das Baufenster zu verschieben. VG-Bauamtsleiter Dennis Zimmermann antwortete: „Es kommt darauf an, wie weit die Grenze überschritten werden soll. Ein paar Zentimeter wären sicherlich kein Problem.“ Obenauer sprach allerdings von 3,50 Metern inklusive der Garage für das neue Fahrzeug. „Die Pfalzwerke wären bereit, die in dem Areal liegende Stromleitung zu verlegen“, sagte sie.
Die energetische Sanierung des Bestandes umfasse unter anderem Verbesserungen der Dämmung und der Warmwassererzeugung, den Einbau einer neuen Heizung mit Wärmepumpe, die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik. Da die Stromversorgung nicht ausreiche, müsse die zur Verfügung gestellte elektrische Leistung erhöht werden. Aktuell gebe es im Gerätehaus maximal 30 Kilowattstunden, Fachingenieure empfehlen laut der Architektin 50 kWh. Ein Anschluss für ein Notstromaggregat sei vorgesehen. „Als nächstes werden der Vorentwurf und der Sanierungsplan mit dem Bauherrn abgestimmt, dann wird nach passenden Fördertöpfen gesucht“, erläuterte Obenauer das weitere Vorgehen.
Bockenheim-Kindenheim braucht auch mehr Raum
Auch am Gerätehaus der Stützpunktwehr Bockenheim-Kindenheim muss gearbeitet werden, wie Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) informierte. Die Gründe seien ähnlich wie in Carlsberg: Es habe eine Modernisierung zu erfolgen, um weiterhin allen Vorschriften gerecht zu werden, und es müsse eine Erweiterung ins Auge gefasst werden, auch weil die Jugendfeuerwehr sich erfreulich entwickele. Für die Projektplanung sei der Architekt David Kölsch aus Grünstadt beauftragt worden.
Es seien zwei Vollgeschosse angedacht. „Im Erdgeschoss sind multifunktional nutzbare, kleinere Räume, eine Werkstatt, ein Lager, ein Garagentrakt und die Gebäudetechnik vorgesehen“, so Rüttger. In der oberen Etage solle ein relativ großer Sozial- und Jugendsaal entstehen. Ergänzend seien Sanitär- und Umkleideräume für die Jugendfeuerwehr geplant. Rüttger: „Einen ersten Vorentwurf zu diesem Vorhaben wird im ersten Quartal 2023 vorgelegt.“