Grünstadt Fast schuldenfrei

Placeholder-Image

Die Gemeinde Bissersheim hat einen Doppelhaushalt für die Jahre 2017 und 2018 verabschiedet. Wenn die Zahlen wie erwartet eintreffen, dann wird die Gemeinde 2018 keine Verbindlichkeiten mehr bei der Kasse der Verbandsgemeinde haben, deshalb auch nicht mehr am Entschuldungsfonds teilnehmen, informierte die Verbandsgemeindeverwaltung, die das Zahlenwerk vorbereitet hat.

Größte Investition sind rund 65.000 Euro für die Erweiterung des Baugebiets. Dieses Geld werde kurzfristig über Kredite beschafft, allerdings nach dem Verkauf eines gemeindeeigenen Bauplatzes wieder zurückgeführt. 25.000 Euro Anteil am Kindergarten Kirchheim muss die Gemeinde Bissersheim zahlen, 16.000 Euro fließen in die Straßenerneuerung, je 2500 Euro in die Unterhaltung auf dem Friedhof und im Gemeindezentrum Eulennest. Gerade im Gemeindezentrum habe sich die Umstellung der Vermietung bewährt. Durch die Kurse, für die Räume bereitgestellt werden, komme deutlich mehr Geld in die Gemeindekasse, so Kerstin Fischer von der Finanzverwaltung. Auch langfristige Schulden hat die Gemeinde fast keine mehr, lediglich rund 9600 Euro standen am Jahresende 2016 noch in den Büchern. Eingespart werden auch Kosten für die Oberflächenentwässerung, da die Verbandsgemeinde die Beiträge um fast 25 Prozent gesenkt hat. 40.000 Euro sind für den Ausbau des Freinsheimer Wegs veranschlagt, der im April erfolgen soll, 16.000 Euro bekommt die Gemeinde als Zuschuss. Der Gemeinderat nahm den Doppelhaushalt einstimmig an. Die Zustimmung verweigert hat der Rat einem Bauvorhaben im Außenbereich, da auf diese Weise ein Präzedenzfall geschaffen würde, wie Ortsbürgermeister Heinrich Krauß betonte. Ein Bauherr hatte beantragt, eine 6,5 Meter hohe und 130 Quadratmeter große Lagerhalle zu bauen. Zwar hatte der Bauherr der Gemeinde signalisiert, dass er bestehende Probleme mit allen Behörden aus der Welt geschafft habe, dennoch wollte der Rat dem Vorhaben nicht zustimmen. „Die Kreisverwaltung prüft das Vorhaben, wenn es genehmigungsfähig ist, bekommen wir es noch einmal auf den Tisch“, so der Ortsbürgermeister. Dieser Vorgehenweise stimmte der Rat zu. Probleme hat die Gemeinde derzeit mit Wasser im Keller des Gemeindezentrums. Dieses steigt in einem bestehenden Brunnen auf und wird mit einer Tauchpumpe abgeleitet, informierte Krauß. Die Werke hätten schon geprüft, ob der Wasserzufluss durch einen Rohrbruch verursacht werde, allerdings keine Mängel festgestellt. Eine Fachfirma soll jetzt eine genauere Untersuchung vornehmen. Befürchtet wird, dass durch das Wasser Teile der Ortsdurchfahrt unterspült werden könnten.

x