Bockenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fasernstränge aus Feuchttüchern: Woran die alte Abwasser-Pumpstation scheitert

Verstopft: eine Abwasserpumpe in Speyer.
Verstopft: eine Abwasserpumpe in Speyer.

In Bockenheim soll eine Abwasser-Pumpstation erneuert werden. Nötig ist das laut Verbandsgemeinde-Verwaltung, weil die bislang genutzte Technik veraltet ist. Aber auch der Trend zu Feuchttüchern spielt eine Rolle.

Die alte Pumpstation „Im Brübel“ in Bockenheim soll durch eine neue ersetzt werden. Dafür hat der Werkausschuss der Verbandsgemeinde Leiningerland jetzt den Weg geebnet, indem er Aufträge für die Bauleistungen und die technische Ausrüstung vergab. In der bestehenden Station war die Betriebssicherheit nach Angaben der Verbandsgemeindewerke nicht mehr gegeben, da die Maschinen- und Elektrotechnik etwa 30 Jahre alt ist.

An den Bürgern gescheitert

Außerdem bestehe in dem Werk eine „Feuchttücherproblematik“: Wenn es stark regnet, entstehen dort sogenannte Verzopfungen – sprich: Fasern verbinden sich im Abwasser zu zopfartigen Strängen, durch die es zu Störungen im Betrieb kommt, was wiederum zu einem erhöhten Wartungsaufwand führt. Laut Verwaltung ist der Versuch, die Anwohner für das Problem zu sensibilisieren, gescheitert. Sie würden ihre Feuchttücher weiter im Klo entsorgen, womit es auch weiterhin immer wieder Verzopfungen gebe.

Die neue Pumpstation soll nicht zuletzt deshalb neben einer komplett neue Maschinen- und Elektrotechnik über zwei Pumpen mit Feststoffzerkleinerer verfügen, die Verzopfungen vorbeugen.

Aufträge vergeben

Den Auftrag für die Bauleistungen in Höhe von 171.650 Euro gab der Werkausschuss an die Firma Philippi Transporte & Erdbau aus Hettenleidelheim. Die technische Ausrüstung kommt von der Firma Hornung Wassertechnik aus Maxdorf, die dafür 181.160 Euro in Rechnung stellt. Für beide Baumaßnahmen soll von der Verwaltung eine Förderung nach den Förderrichtlinien der Wasserwirtschaftsverwaltung beantragt werden.

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