Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Ex-Beigeordneter Schwalb bleibt seinen Herzensthemen treu

Ex-Beigeordneter Johannes Peter Schwalb am zugeschneiten Hettenleidelheimer Schwimmbad, für das er sich auch künftig einsetzen w
Ex-Beigeordneter Johannes Peter Schwalb am zugeschneiten Hettenleidelheimer Schwimmbad, für das er sich auch künftig einsetzen will.

Schluss als Beigeordneter, aber noch nicht mit der Politik. Zumindest auf kommunaler Ebene will sich Johannes-Peter Schwalb (CDU) auch in Zukunft engagieren. Als Beigeordneter der Verbandsgemeinde Leiningerland ist er am 16. Dezember vereinbarungsgemäß zurückgetreten, um in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode Platz für andere Bewerber zu machen. Und was macht ein aktiver Mann wie Schwalb jetzt mit der zusätzlichen Freizeit?

Irgendwie ist Schwalb ein Stück weit froh, dass es jetzt ein wenig ruhiger geworden ist. „Wenn man wie ich politisch etwas bewirken will, muss man an allen Sitzungen teilnehmen, bei Terminen präsent sein, sich immer wieder neu informieren und dazulernen“, sagt der 71-Jährige mit Blick auf seine Zeit als Beigeordneter. Seit 2009 bekleidete er dieses Amt in der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim und 2018, bei der Fusion mit der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, übernahm er die Aufgabe in der neuen VG Leiningerland. Dort zeichnete er für den Geschäftsbereich Tourismus, Schwimmbäder und Abwasserzweckverband verantwortlich.

Davor – von 2004 bis 2009 – war Schwalb bereits ehrenamtlicher Beigeordneter in der Ortsgemeinde Hettenleidelheim. So stand er insgesamt 16 Jahre in politischer Verantwortung. Im Gemeinderat Hettenleidelheim wird er seinen Sitz noch bis zum Ende dieser Legislaturperiode – also bis 2024 – behalten. Im VG-Rat ist der CDU-Mann nicht mehr vertreten: Bei der Ernennung zum Beigeordneten mit Geschäftsbereich musste er sein Mandat abgeben. „Ob ich 2024 auf Gemeindeebene noch mal kandidiere, lasse ich noch offen“, sagt der 71-Jährige mit Blick auf seine weitere politische Karriere.

Weiter im Vorsitz des Abwasserzweckverbands

Die Fusion der Verbandsgemeinden ist aus seiner Sicht heute weitgehend bewältigt. Die Verwaltung sei zusammengewachsen, auch wenn es sicher noch den einen oder anderen Reibungspunkt gebe. „Die Personalführung ist sachlich, das hat viel zur Effizienz beigetragen“, sagt Schwalb. Genau darin lägen ja auch der Anspruch und das Ziel eines Zusammenschlusses von Gebietskörperschaften. „Das alles waren hohe Vorgaben für die neue VG, die im Dienstleistungsbereich mit politischem Umfeld agieren und perfekt funktionieren muss“, so Schwalb.

Der 71-Jährige war bislang schon für den Abwasserzweckverband Mittleres Eckbachtal (AME) zuständig und wird weiter dessen stellvertretender Vorsitzender bleiben. „Der Wechsel in der Führung ist erst 2022 vorgehen“, erklärt Schwalb. Nach seinem Ausscheiden wird Verbandsbürgermeister Frank Rüttger (CDU) den Bereich übernehmen. „Bei dieser Tätigkeit kommt es auf die enge Abstimmung in der Verwaltung an“, sagt Schwalb. Einmal im Monat muss er deshalb weiter zu Sitzungen des AME, um mitzureden und Entscheidungen zum Wohl der VG zu treffen.

Schwalb wird den Schwimmbädern treu bleiben

Mit der neu gewonnenen Freizeit will Schwalb sein Engagement für die beiden Schwimmbäder der ehemaligen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim verstärken. „Es ist ja bekannt, dass mir die besonders am Herzen liegen“, sagt er. „Sie dienen für den Schulsport, sind öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen. Zudem sind sie ein wichtiger Teil der touristischen Infrastruktur des Leiningerlands.“

Schwalb will erreichen, dass die VG Leiningerland die Gewähr für die Fortführung bietet, sofern es die fünf Gemeinden der ehemaligen VG Hettenleidelheim irgendwann nicht mehr schaffen, die Bäder finanziell zu stemmen. „Wir betreiben sie - auch dank der Fördervereine - auf einem recht günstigen Niveau“, erklärt der Hettenleidelheimer. Andere Kommunen würden für einzelne Bäder mehr ausgeben, als die fünf Orte der ehemalige VG Hettenleidelheim.

Zudem ist es Schwalb ein Anliegen, den Verwaltungsstandort Hettenleidelheim zu erhalten. „Wir müssen die Nutzung intensivieren, darüber nachdenken, die Verwaltung auf beide Standorte zu verteilen“, sagt er.

Was neben all diesem Engagement an Freizeit noch übrig bleibt, will 71-Jährige künftig auch für den privaten Bereich nutzen: seine Familie und den Sport, den er betreibt.

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