Grünstadt Erfolg mit französischen Reben

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„Asselheim macht bei den Rotweinen Furore“, freut sich Winzer Uli Metzger über den Deutschen Rotweinpreis 2016 in der Kategorie „Unterschätzte Sorten“: Die Auszeichnung erhielt das Weingut in der Langgasse für seinen Pinot Meunier 2014, besser bekannt unter dem deutschen Namen Schwarzriesling (Wir berichteten kurz am Mittwoch auf der Titelseite).

Damit geht diese Auszeichnung zum dritten Mal in Folge nach Asselheim. In der Königsdisziplin Spätburgunder hatte 2015 ein Pinot Noir Steinrassel Réserve vom Weingut Matthias Gaul gesiegt, und im Jahr zuvor war der Pinot Noir Arthos vom Weingut Metzger Spitze gewesen. Verliehen wird der Rotweinpreis alljährlich im Herbst von der Zeitschrift Vinum, Europas größtem Weinmagazin. Rund 1400 deutsche Weinbaubetriebe haben sich in diesem Jahr um die Prämierungen beworben, die in acht Kategorien verliehen werden. Bei den unterschätzten Sorten gab es 2016 zwei Sieger: Uli Metzger teilt sich den Preis mit dem rheinhessischen Weingut Mett & Weidenbach (Ingelheim), das für seinen Portugieser gewürdigt wurde. Sein Siegerwein überzeuge durch schöne, anhaltende Würze, dem Duft nach Kräutern, so Metzger. Die französischen Pinot-Meunier-Reben aus der Champagne hat Metzger „als junger Mann“ vor 20 Jahren in der Bockenheimer Lage Vogelsang gepflanzt, eigentlich als Grundwein für Sekt. Aber inzwischen weiß er, dass sie so gut sind, dass sich daraus ein Wein der Premiumklasse machen lässt. Die Qualität wurde durch Mengenbeschränkung (4000 Liter pro Hektar) und Handlese vorbereitet, erläutert der 47-Jährige. Der junge Wein ruhte 18 Monate in neuen Barrique-Fässern und wurde ohne Filtration abgefüllt, so dass alle Inhaltsstoffe erhalten blieben. „Natur pur“ nennt Metzger das prämierte Ergebnis, das durch „gezieltes Nichtstun“ erreicht worden sei. Von dem edlen Tropfen mit 13,5 Volumenprozent gibt es nur 1800 Flaschen, da der Weinberg lediglich 0,4 Hektar groß ist. Insgesamt vermarktet das Weingut durch Partnerschaften mit anderen Anbauern Wein von 100 Hektar Anbaufläche. Im eigenen Besitz hat der Betrieb, den Uli Metzger 2010 von seinem Vater Volker übernommen hat, rund 30 Hektar. Natürlich sei es eine tolle Sache schon zweimal den Deutschen Rotweinpreis geholt zu haben, meint Metzger. Aber er freut sich auch für Asselheim. Durch die Auszeichnungen werde der Ort bekannter, das zeige sich bei den Kundenanfragen. „Es macht schon viel Spaß, wenn die Nordpfalz so gut wahrgenommen wird.“ Und beste Laune macht dem Winzer nicht nur der Preis, den er zusammen mit der Familie am Samstag bei der Gala in Stuttgart-Fellbach abgeholt hat. Auch die Qualität des 2016er ist Anlass zur Freude. Das Wetter in den letzten Wochen „hat das Beste gebracht, was kommen konnte“, so Metzger. |us

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