Grünstadt Einmal um die Welt

Unter der Leitung von Dirigentin Nadja Schmidt: das Erste Akkordeonorchester Grünstadt.
Unter der Leitung von Dirigentin Nadja Schmidt: das Erste Akkordeonorchester Grünstadt.

Mit seinem beeindruckenden Jahreskonzert hat das Erste Akkordeonorchester Grünstadt rund 200 Gäste im Weinstraßencenter begeistert. Von rockigen bis hin zu klassischen Stücken war am Samstagabend alles dabei. Vier Ensembles des Vereins sowie das Jugendorchester der Musikschule Leiningerland spielten.

Dirigentin Nadja Schmidt hatte auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Auf eine musikalische Weltreise nahmen die rund 40 Musiker das Publikum mit. Die Jüngsten, die „Coolen Akkordeonzwerge“, hatten sich für den Wilden Westen entschieden. Mit passenden Accessoires wie Cowboyhüte oder Federn im Haar spielten sie „Hello Amerika“ oder „Die weite Prärie“, von Gottfried Hummel. Dabei klatschten die Zuschauer kräftig mit und hatten, genau wie die jungen Musiker im Alter von acht bis zwölf Jahren, jede Menge Spaß. Mit dem Saxophon unterstützte Maurice Weinberg das Ensemble. Routiniert bewiesen die „Tas-Teens“ in Kooperation mit dem Musikschulorchester unter der Leitung von Richard Martin musikalisches Talent. Beeindruckend ließen die Akkordenositen ihre Finger über die Tasteninstrumente gleiten. Der Klang der Streichinstrumente harmonierte hervorragend mit den Schifferklavieren. Mit dem Stück „Shut up and dance“ faszinierten sie das Publikum und Phillip Held sang sich in die Herzen der Zuschauer. Die verschiedenen Musikinstrumente umrahmten die Stimme des jungen Sängers bestens. Nicht fehlen an diesem Abend durften natürlich die „FunTastic Harmonists“. Die jungen Musiker sind Preisträger, unter anderem haben sie erfolgreich bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teilgenommen, und sie sind der Stolz des Vereins. Sie präsentierten „Rocking Affair“ von Harald Winkler und weitere anspruchsvolle Akkordeon-Literatur. Nicht weniger begeistert war das Publikum vom Ersten Akkordeonorchester, das mit rund 20 Musikern an diesem Abend gleich mehrmals die Bühne betrat. Ins ferne China nahm das Ensemble das Publikum bei „A Legend from Yao“ von Mao Yuan mit. Die jahrhundertealten Klänge waren ungewohnt sanft – erwartet man doch vom Akkordeon eher kraftvolle Musik. Wunderschön hörten sich diese asiatischen Volkslieder an. Die Musiker ergänzten sich hervorragend. Für Liebhaber der klassischen Musik gab es zwei Wiener Lieder (arrangiert von Wolfgang Ruß). Aufgepeppt mit Sambarhythmen kamen sie im neuen Gewand daher. Fans der Musicalwelt kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Von schwungvoll wie die Melodie des Stücks „Chim Chim Cheree“ aus dem Musical Mary Poppins bis emotional wie „A whole new World“ aus dem Musical Aladin gab es viel zu genießen. Die Ensembles wurden von Alexander Rothmund (Schlagzeug) und von Jürgen Weil (Keyboard) begleitet. Durch das abwechslungsreiche Programm führte Arthur Hofmann, der Wissenswertes über die Stücke erzählte und manchen Spaß machte, und damit die Pausen während der Umbauarbeiten auf der Bühne verkürzte.

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