Grünstadt „Einfach zum Vergessen“
Eisenberg. Mit der ersten Rückrundenniederlage erlitten die Aufstiegsambitionen der Verbandsliga-Damen der Handball-Region (HR) Göllheim-Eisenberg einen herben Dämpfer. Bei der HSC Frankenthal unterlagen sie mit 23:25 (13:10). Die HR-Herren spielten in der Pfalzliga gegen die MSG Oggersheim/Ludwigshafen 25:25 (10:14). Durch das dritte Unentschieden aus den letzten vier Spielen bleibt die HR Vorletzter.
40 Minuten lang beherrschten die Wölfinnen das Geschehen in Frankenthal. Nach einer 13:10-Pausenführung erhöhten sie den Vorsprung auf 16:11. Was allerdings danach passierte, konnte sich HR-Spielertrainerin Sina Graf nicht wirklich erklären. „Es war ein schleichender Prozess. Auf eine gute Aktion folgte eine schlechte“, so Graf. Irgendwann wurden die schlechten Aktionen immer mehr und die Gastgeberinnen waren wieder in der Partie. Technische Fehler, schlechte Abschlüsse, ungenutzte Überzahlsituationen – die Liste mit den Gründen für die Niederlage ist lang. „Am Ende hat der Zug zum Tor gefehlt. Frankenthal kam immer wieder in der Kleingruppe zu leichten Toren, weil wir in der Abwehr nicht wach waren. Es war einfach zum Vergessen“, haderte Graf. Beim 19:19 glichen die Vorderpfälzerinnen aus, beim 19:20 waren sie in Führung. Danach war die Begegnung offen: 21:21, 22:21, 22:23 und 23:23. In den Schlussminuten traf dann aber nur noch Frankenthal zweimal, so dass die Wölfinnen erstmals in diesem Kalenderjahr den Platz nicht als Sieger verließen. „Ich glaube nicht, dass – trotz der letzten Minuten – etwas Negatives hängen bleibt“, betont Graf. Dank einer imponierenden kämpferischen Leistung holten die Wölfe gegen Oggersheim/Ludwigshafen noch einen Zähler. Lange sah es danach nicht aus. Beim 17:21 wie auch beim 22:25 kurz vor Schluss war die HR auf der Verliererstraße, kämpfte sich aber heran. Daniel Eckel war es dann vier Sekunden vor der Schlusssirene, der von der Außenpositionen zum Remis traf und seinen Farben einen wichtigen Punkt rettete. „In der Schlussphase zeigte meine Mannschaft eine Riesenmoral, aber in dieser Drucksituation auch Spielwitz“, lobte HR-Coach Johannes Finck. Die Begegnung begann gut für die Wölfe. Schnell führten sie 4:1. Finck: „In der Abwehr standen wir richtig sicher“. Die Gäste glichen zum 6:6 aus, weil „das Spiel ohne Ball gegen die offensive Deckung vernachlässigt wurde“, so Finck. Oggersheim agierte in der Folge erfolgreich mit vielen Einzelaktionen, während Göllheim-Eisenberg durch technische Fehler und vier vergebene Gegenstöße ins Hintertreffen geriet. Beim 17:17 war alles wieder offen, ehe die Gäste vier Mal in Serie einnetzten. Dann begann die turbulente Schlussphase, die Daniel Eckel beendete. Bei den Gastgebern überzeugte besonders Torsteher Michael Hoppe mit einer fantastischen Quote von fast 50 Prozent. Aber auch Philipp Graf, Moritz Happersberger, Georg Ebel und Andreas Stark setzten in einigen Phasen gute Akzente. 19:32 (10:16) verloren die A-Klassen-Herren der Wölfe gegen die TSG Mutterstadt. Mit 12:24 Punkten bleiben sie auf Rang neun. So spielten sie Damen: Eisen; Reibe (8/5), Sarah Müller (3), Stark (2), Koch (2), Setzer (2), Ecker (2), Lina Rogawski (2/2), Boger (1), Ronja Rogawski, Graf, Britta Müller, Herrmann. Herren: Rokita, Hoppe; Georg Ebel (10/7), Eckel (5), Stark (4), Happersberger (4), Graf (2), Vogel, Heinz, Suchomelli, Rogawski, Besch. (mhh)