Grünstadt Eine besondere Beziehung

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Steinbach. Jeder Sportler hat zumeist zu einem bestimmten Wettkampf eine besondere Beziehung. Bei Melanie Noll und Tom Heuer, Frauensiegerin und Männer-Zweiter beim Donnersberglauf am Samstag (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete), ist dies eben der Donnersberglauf.

Christian Englert hat am Samstagnachmittag als Neunter das Ziel oben auf dem Donnersberg erreicht. Eine beachtliche Leistung für den Sieger der Premiere-Veranstaltung 1993 sowie der Läufe 1998, 1999 und 2000. Er hat den dritten Sieg in Serie seines 25 Jahre jüngeren Konkurrenten Jonas Lehmann (TuS Heltersberg), der aktuellen Nummer eins des pfälzischen Berglaufs, natürlich nicht verhindern können. Und somit dürfte, wenn bis dahin nicht die Berge zusammenfallen oder ähnliche unvorhersehbare Dinge geschehen, der 25-jährige Lehmann wohl im kommenden Jahr zu Englert aufschließen, was die Anzahl der Siege am Donnersberg betrifft. Da Lehmann am Samstag aber, noch geschwächt durch eine Erkältung, „in moderatem Tempo“ lief, ist im Vergleich dazu die Leistung von Tom Heuer (ebenfalls TuS Heltersberg) noch höher einzuschätzen. Denn Heuer ist immerhin 20 Jahre älter als Lehmann, belegte in 29:43 Minuten 37 Sekunden hinter dem Sieger Rang zwei. Vor dem Rennen hatte er noch einen Top-Fünf-Platz als höchstes Ziel ausgegeben. Darauf angesprochen musste Tom Heuer lachen und sagte grinsend: „Alles, was besser ist, ist doch gut.“ Für Heuer ist der Donnersberglauf stets ein besonderes Rennen, sein Heimrennen an seinem Hausberg. Tom Heuer wohnt in Jakobsweiler. „Der Donnersberglauf ist mein Heimspiel, da bin ich natürlich immer besonders motiviert“, erzählte der 45-Jährige. „Jeder kennt mich, ich kenne jeden, da möchte man natürlich immer gut aussehen.“ In den vergangenen drei Jahren hat er sich in der Gesamtwertung des Pfälzer Berglaufpokals jeweils um einen Rang verbessert, war im Vorjahr Zweiter. Dass es diese Saison nicht noch einen Rang weiter nach vorne gehen wird, das glaubt er, ja weiß er. Schließlich ist Jonas Lehmann zu stark. „Erneut Zweiter werden, wäre bei der Konkurrenz schon ein Erfolg“, sagt Heuer. Viel wichtiger ist ihm sowieso, bei den deutschen Berglaufmeisterschaften im Mai mit dem Heltersberger Team erfolgreich abzuschneiden. Dort will auch Melanie Noll (TSV Annweiler), die Frauensiegerin, teilnehmen. Im vergangenen Jahr klappte das nicht – weil sie, die in Deutschland zu den schnellsten Frauen am Berg gehört, am Vortag der Titelkämpfe umknickte. Der Donnersberglauf war für Noll auf dem Weg zu den Titelkämpfen eine erste Standortbestimmung. Und ein ganz besonderer Lauf. Denn ihre Berglaufkarriere begann vor drei Jahren am Donnersberg, als ihr Trainer zu ihr sagte, sie könne das doch mal ausprobieren. Nun ja, sie siegte damals „völlig überraschend“ (Noll) und ist seitdem die Nummer eins im pfälzischen Berglauf. Wie Jonas Lehmann hat auch Noll die Gesamtwertung des Berglaufpokals in den Jahren 2012, 2013 und 2014 gewonnen – und nun am Donnersberg einen ersten Schritt zur Titelverteidigung gemacht.

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