Grünstadt Ein König unter zehn

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Der erste Schritt auf dem Weg zum ersten „Königsriesling des Leiningerlandes“ ist getan: Eine achtköpfige Jury hat 31 Rieslinge aus der Verbandsgemeinde Leiningerland und der Stadt Grünstadt verdeckt probiert und zehn Favoriten von zehn Weingütern ausgewählt. Aus diesen Weinen können die Besucher des Weinstraßenerlebnistages Ende August ihren Sieger wählen, der sich dann mit dem Königstitel schmücken kann.

Es war eine spontane Aktion, doch mit der Resonanz ist der Tourismusverein „Leiningerland – Das Tor zur Pfalz“ zufrieden, wie Geschäftsführer Matthias Kunkel berichtet. 28 Weingüter hätten insgesamt 31 Rieslinge eingereicht – alle auf „sehr hohem Niveau“. Wer allerdings wissen will, welcher Wein genau unter den Top 10 ist, wird sich noch gedulden müssen. Denn die Jury habe sich darauf geeinigt, nur den Namen der Weingüter, nicht aber die Lage, den Jahrgang oder die Ausbauart des Rieslings zu nennen, sagt Kunkel. Man wolle es für den Gast des Weinstraßenerlebnistages, der aus den zehn Weinen bei einer Blindverkostung seinen Favoriten küren kann, spannend halten. Das Motto des Weintests, der am 26. August im Meyerhof in Asselheim stattfinden soll, lautet: „Probiere die besten Rieslinge des Leiningerlandes und setze deinem Favoriten die Krone auf!“ Die Krone bekommt der Wein mit den meisten Punkten. Eigentlich sollte jedes Weingut nur einen Wein einreichen, doch ein Weingut habe zwei, ein anderes drei abgegeben, sagt Kunkel auf Anfrage. Die Jury habe sich entschieden, alle eingereichten Weine zu testen (Kunkel: „Wir wollten keinen Wein von vornherein rausnehmen.“), sich aber gleichzeitig im Vorfeld schon überlegt, auf Nachrücker zu setzen, falls von einem der Mehrfach-Einreicher mehrere Weine auf der Favoriten-Liste landen sollten. So sei es dann gekommen. Als sich gezeigt habe, dass drei Weine eines Weinguts alle in die Top 10 gelangt seien, habe man von diesem Winzer nur den Wein mit der besten Benotung genommen. Dafür habe man zwei andere Weine nachrücken lassen. Und zwar nach einer weiteren Verkostungsrunde. Insgesamt, sagt Kunkel, seien die Weine recht nah beieinander gewesen in der Bepunktung (32 Punkte der Platz-1-Wein, 27 der Platz-10-Wein). Wenn die Aktion beim Weinstraßenerlebnistag gut angenommen werde, könne er sich vorstellen, sie im kommenden Jahr zu wiederholen, sagt Kunkel: „Das wäre eine schöne Sache.“ Jurymitglieder Sophie Conrad (Pfälzische Weinprinzessin, Sausenheim), Julia Denig (künftige Weingräfin des Leiningerlandes, Battenberg), Jörg Neumann (Weinlabor Neumann, Bockenheim), Bernhard Schandelmaier (Berater für Kellerwirtschaft, DLR Rheinpfalz, Neustadt), Marc Stamm (Weinkommission Stamm) und vom Weinlabor Wagner Vinocare in Bockenheim, wo die Verkostung stattfand, waren Birgit Wagner, Wolfgang Krause und Carolin Hartmetz dabei.

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