Grünstadt Ein Abend voller Lieder und Lacher
Die Theatersaison 2016/17 in Eisenberg ist eröffnet: Am Samstag gastierten der lothringische Chansonnier Marcel Adam und Freunde im Theatersaal des Evangelischen Gemeindehauses mit seinem neuen Programm „Ich liebe das Leben“ – mit guter Musik, viel Humor und einer abwechslungsreichen Setlist.
Adam ist in Eisenberg kein Unbekannter. Schon im vergangenen Jahr war er mit „Akkordeon, Akkordeon“ hier aufgetreten. Ersten Applaus erntete er diesmal mit seinem komödiantischem Einstieg – bevor der erste Song gespielt worden war: „Als Rentner wird man dabbisch, habe ich mir sagen lassen. Also wundert euch nicht, wenn ich meine Texte vergesse.“ Wieder an seiner Seite waren Christian Conrad an der Gitarre und Christian di Fantauzzi an Akkordeon und Saxophon sowie sein Sohn Yann Loup an Keyboard und Gitarre. Der Zuschauerraum war ganz gut gefüllt, auch wenn auf der Empore einige Plätze frei blieben. Das Publikum – eher älteren Semesters – ließ sich von Adam mehrmals zum Mitsingen aus voller Kehle animieren. Gar nicht so einfach, singt der dreisprachige Künstler doch nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auch in Mundart und auf Französisch. Die französischen Titel sorgten dabei für die ruhigeren Momente des Abends. Englischen Passagen überließ der Liedermacher der Gastsängerin Anisha Erbacher von der Band MamaSaid. Ebenfalls zu dieser Band gehören Yann Loup Adam und Gitarrist Christian Conrad, die die zweite Hälfte des Abends eröffneten. MamaSaid rührten das Herz, unter anderem mit dem Cover von „Keiner ist wie du“. Den Einstieg nach der Unterbrechung verbrachte Marcel Adam im Publikum und lauschte ebenso gebannt wie der Rest der Zuhörer. Mit Marcel Adam kehrten dann die eigenen Lieder des Mundart-Sängers zurück auf die Bühne. Und wie Yann Loup Adam augenzwinkernd bemerkte, wurde „der Altersdurchschnitt auf der Bühne wieder drastisch angehoben.“ Lieder aus seinem Best-of-Programm erinnerte das Publikum an die letzten Auftritte des Musikers. Zum Ende hin nutzte der sympathische Interpret die Chance, eine Botschaft loszuwerden: „Uns geht es allen besser als vielen anderen. Wir leben in einem Teil der Welt, in dem wir uns nicht zu viele Sorgen machen müssen. Da ist kein Platz für Hass.“ Der Abend endete passend zu dieser kleinen Predigt mit dem Kirchenlied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ . Das Auditorium war begeistert. Marcel Adam gelang es dank seines Wortwitzes und seiner mitreißenden Stimme seine Zuhörer zu fesseln.