Grünstadt Dritte Halbzeit:
Torben Müsel schwimmt momentan auf einer Erfolgswelle. Der junge Fußballer hat beim 1. FC Kaiserslautern nicht nur einen Profi-Vertrag unterschrieben und wird ab kommender Runde bei den „Großen“ (hoffentlich in der Zweiten Bundesliga) die Fußballschuhe schnüren, nein, der Angreifer darf sich seit Ende März auch RHEINPFALZ-Sportler des Jahres nennen. Müsel wurde von den RHEINPFALZ-Lesern klar auf den ersten Platz gewählt und wurde in der Festhalle Hettenleidelheim entsprechend ausgezeichnet). Vergangene Woche hat der Obrigheimer nun seinen nächsten Titel eingeheimst: In Alzey verteidigten die A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern beim 4:2 (2:1)-Erfolg erfolgreich den Verbandspokal gegen den 1. FSV Mainz 05 und stehen damit in der nächsten Saison wieder im DFB-Junioren-Vereinspokal (wir berichteten im überregionalen Sportteil). Müsel, der Zehner der Roten Teufel, glänzte dabei nicht nur wegen des Doppelpacks, den er an diesem Abend schnürte. Tage vor der Partie hatte FCK-Coach Gunther Metz noch auf den Einsatz des U18-Nationalspielers Torben Müsel sehr gehofft. Warum der Offensivakteur für die Mannschaft so wichtig ist, demonstrierte Müsel dann einmal mehr am vergangenen Mittwochabend den 750 Zuschauern im Wartbergstadion. Entsprechend groß war auch in der 86. Minute der Applaus von der Tribüne, als der Spielmacher von Metz ausgewechselt wurde. Offensiv hatte Müsel zuvor immer wieder starke Akzente gesetzt, arbeitete aber auch nach hinten enorm viel. Binnen 120 Sekunden belohnte sich der 17-jährige Grünstadter dann in der zweiten Halbzeit mit seinem sehenswerten Doppelpack zum 4:1. Nachdem Valdrin Mustafa am besten Mainzer, Schlussmann Finn Gilbert Dahmen, und dessen Fußabwehr gescheitert war, staubte Müsel (57.) zwar noch ab, doch packte der Mittelfeldregisseur kurz darauf aus 22 Metern einen Hammer aus, der unhaltbar neben dem Pfosten einschlug und den „Nullfünfern“ endgültig den Wind aus den Segeln nahm. „Ich hatte einen richtigen Kampf erwartet. Es war dann auch ein richtiger Kampf“, so Müsel, der sich bescheiden gab: „Es war ja auch ein wenig Glück dabei, als zum Beispiel bei meinem ersten Tor der Ball vor meine Füße abprallte oder bei vielen kleinen Situationen im Mittelfeld, die uns dann nach vorne gebracht haben.“ Jedoch erarbeitete sich seine Mannschaft dieses Glück auch durch permanenten Druck auf den ballführenden Gegenspieler. „Wir hatten uns schon vor dem Spiel in der Kabine richtig heiß gemacht und wollten alle dieses Spiel gewinnen. Schön, dass dies jetzt geklappt hat und ich meinem Team mit den beiden Toren helfen konnte“, war Müsel auf seine Mannschaft stolz, den Pokal verteidigt zu haben. Gleiches galt auch für Gunther Metz: „Es war von unserer Seite ein richtig gutes Spiel, worüber ich richtig zufrieden bin“, war der Ärger über den „dummen Rückstand“ dank der Qualität seiner Elf nur von kurzer Dauer. „Es war heute alles in allem ein toller Rahmen für ein tolles Spiel – auch für die Zuschauer“, freute sich der Lehrmeister, nächste Saison wieder im DFB-Pokal kicken zu dürfen. Prognose: Wenn Müsel so weiterspielt, ist es gut möglich, dass ihn die Leser wieder für Sportlerwahl nominieren. |fns, bfi