Grünstadt Dorfmoderation soll laufen

Einstimmig hat der Battenberger Ortsgemeinderat am Dienstag im Bürgerhaus beschlossen, das Landauer Beratungsbüro Kobra mit der Überarbeitung des aus dem Jahr 1987 stammenden Dorferneuerungskonzeptes zu beauftragen.
„Die Verbandsgemeindeverwaltung Leiningerland wird die entsprechenden Anträge auf Zuschüsse für die Dorfmoderation stellen“, informierte Ortschef Wolfgang Pahlke im Nachgang der Sitzung. Wenn alles glatt laufe, sagte er, könne im nächsten Frühjahr mit der Moderation begonnen werden. Sie kostet brutto 15.000 Euro und kann mit 80 Prozent gefördert werden, sodass die Kasse der Ortsgemeinde nur mit 3000 Euro belastet würde. „Die überplanmäßige Ausgabe soll in einem eventuell zu erstellenden Nachtragshaushalt veranschlagt werden“, so Pahlke. Mit der Beantragung der Zuwendung wird auch um die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns ersucht. Bei der Dorfmoderation werden zusammen mit den Einwohnern aus allen sozialen Gruppierungen die positiven und negativen Merkmale Battenbergs benannt, um Ideen für Projekte zu entwickeln, bei denen die Stärken genutzt und für Probleme Lösungen gefunden werden. Der Prozess, an dessen Ende viele Vorschläge für die Verbesserung der Zukunftsfähigkeit des Ortes stehen, dauert rund ein Jahr. Er ist der Fortschreibung des mehr als 30 Jahre alten Dorferneuerungskonzeptes vorgeschaltet, die unbedingt erfolgen muss, wenn die Gemeinde für Projekte Mittel aus dem Dorferneuerungstopf haben möchte. Kommunale Vorhaben können mit bis zu 65 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt werden, wenn die Ausgaben mindestens 15.339 Euro betragen. Privatleute müssen wenigstens 7669 Euro je Einzelobjekt investieren, um jeweils 30 Prozent vom Land erstattet zu bekommen. Was die Erstellung eines neuen Dorferneuerungskonzeptes kostet, kann erst beziffert werden, wenn Angebote von verschiedenen Planungsbüros vorliegen.