Grünstadt DIN-Norm gilt auch fürs Wappen

In Deutschland gibt es tatsächlich eine DIN-Norm für die Gestaltung von Gemeindewappen. Das hat Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) bei der erneuten Diskussion um das neue Erkennungszeichen der Verbandsgemeinde Leiningerland am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss so ganz nebenbei bekanntgegeben. Auch sonst sorgte die Debatte manchmal für Heiterkeit.
In Einzelabstimmungen näherte sich das Gremium, das sich zu diesem Zeitpunkt schon fast zwei Stunden mit dem Haushalt beschäftigt hatte, einem gemeinsamen Vorschlag für ein Wappen an. Als erstes wurde das so genannte Herzschild verworfen, denn vor allem auf dem Dienstsiegel hätte dieses zusätzliche Symbol im neuen Wappen für Probleme gesorgt. Auf Initiative von drei Vertretern aus den Waldgemeinden wurde über die Aufnahme eines Tatzenkreuzes beraten, das in den Wappen von Altleiningen und Wattenheim zu finden ist. Golden soll es sein, waren sich die meisten Ausschussmitglieder einig. Zudem solle die Traube, die das Wappen ziert, künftig 21 Beeren haben, um alle 21 Ortsgemeinden im Leiningerland zu repräsentieren, auch wenn im Bereich der ehemaligen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim kein Weinbau betrieben wird. Dies stieß vor allem Vertretern aus den Ortsgemeinden, die näher bei Frankenthal als bei Grünstadt liegen, bitter auf und verursachte Gegenstimmen. Auch um den Rand wurde trefflich gestritten, er soll ebenfalls golden und auf jeden Fall breit sein. Nachdem auch noch geklärt war, dass die neuen Banner der VG Leiningerland auf blau-weißem Grund das neue Wappen tragen sollen, beschloss der Ausschuss, dass seine Entscheidungen in den Vorschlag eingearbeitet werden, der letztlich dem Verbandsgemeinderat zur abschließenden Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Beim Breitbandausbau in der Verbandsgemeinde sollen alle Gemeinden gleichgestellt werden, überall soll flächendeckend schnelles Internet zur Verfügung stehen, beschloss der Ausschuss einstimmig. Dafür werden im Bereich der ehemaligen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land rund 150.000 Kosten anfallen, alleine weitere 103.000 Euro werden aber in Carlsberg benötigt. „In der ehemaligen VG Hettenleidelheim hat sich das Unternehmen Inexio stark engagiert, nur in Carlsberg mit seiner großen Fläche konnte bislang noch kein ausreichendes flächendeckendes Breitband-Internet angeboten werden“, informierte Bürgermeister Rüttger. Positiv zu vermerken sei, dass mittlerweile die Telekom in Mertesheim, Obrigheim und Obersülzen die Initiative ergriffen habe, um auf eigene Kosten die Versorgung zu übernehmen. „Die Unternehmen haben erkannt, dass sie aktiv werden müssen, um ihre Marktanteile zu erhalten“, so Rüttger.