Leichtathletik
Die Eisenberger Athletin Josefa Matheis will 2022 ihren deutschen Meistertitel verteidigen
Am vergangenen Wochenende startete Matheis bereits bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in der Ludwigshafener Leichtathletikhalle über 3000 Meter und wurde Dritte. Dabei ging es für sie vor allem darum, ihre Grundschnelligkeit zu verbessern. Richtig los geht es dann in gut vier Wochen mit den Pfalz-Berglaufmeisterschaften. Eigentlich standen vorher die rheinland-pfälzischen Cross-Meisterschaften in Heltersberg in Matheis’ Terminkalender. Doch der Veranstalter sagte den Wettkampf aus organisatorischen und personellen Gründen ab. Knapp 3,6 Kilometer lang wäre die erste Wettkampfstrecke des Jahres im Freien gewesen.
Doppelt so lang ist dann in der Woche darauf die Distanz bei den Pfalz-Berglaufmeisterschaften. Die Strecke führt über Steinbach hoch auf den Donnersberg. Auf diese beiden Wettkämpfe bereitet sich Josefa Matheis gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Trainingsgruppe vor. Aktuell stehen Kraft- und Schnelligkeitseinheiten an. „Wir trainieren gewissermaßen in Wellenbewegungen“, berichtet Trainer Ralf Matheis.
Lieblingsstrecke führt über Göllheimer Häuschen
Das bedeutet, dass vor den ersten Wettkämpfen fünfmal die Woche trainiert wird. Meist geht es dabei auf die Lieblingsstrecke der Läuferin von Eisenberg in Richtung Göllheimer Häuschen und wieder zurück. Gut 17 Kilometer ist diese Trainingsrunde, auf der sich Matheis für das Wettkampfjahr fit macht und auch regelmäßig fit hält, lang.
Wenn die ersten zwei Wettkämpfe absolviert sind, fährt die Trainingsgruppe ihre Intensität für ein paar Wochen ein wenig zurück. Drei bis vier ruhigere Einheiten seien es dann aber für diese Zeit immer noch, wie ihr Coach erzählt.
Denn der nächste Wettkampf kommt bestimmt. Spätestens im April wird es soweit sein. Dann steht der Marathon Deutsche Weinstraße für die 55-jährige Athletin an. Matheis plant, dort in diesem Jahr die Halbmarathon-Strecke zurückzulegen. „Ziel ist es immer, die beste Leistung abzurufen“, sagt ihr Trainer, der neben seiner Frau Josefa noch sieben weitere Athletinnen bei der TSG Eisenberg unter seinen Fittichen hat. „Man muss auch mal mit einer schlechten Platzierung zufrieden sein, wenn die Leistung gut war“, findet er. „Das fällt nicht schwer“, sagt Josefa Matheis. „Hauptsache, man ist mit sich im Reinen.“
Veranstalter noch zurückhaltend
Bei Josefa Matheis passten im vergangenen Jahr bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Baunatal über 5000 Meter sowohl Leistung als auch Platzierung. Sie sicherte sich im September dort den Sieg und strebt diesen auch 2022 wieder an. Ort und Zeit für die Mission Titelverteidigung stehen aber noch nicht fest – natürlich Pandemie-bedingt. „Je größer das Event ist, desto schwieriger ist aktuell die Umsetzung“, sagt Ralf Matheis und spielt damit auf die immer noch allgegenwärtige Corona-Situation an. Bei den vergangenen deutschen Seniorenmeisterschaften in Baunatal sei alles perfekt organisiert gewesen. „Das war Top, das sind eben alles Experten. Die Veranstaltung war über drei Tage verteilt“, berichtet Matheis. Aktuell würden sich die großen Veranstalter noch zurückhalten, was Planung für das laufende Jahr betreffe.
Neben dem Titelgewinn bei den deutschen Meisterschaften war die Berglauf-Weltmeisterschaft im österreichischen Stubaital ein Höhepunkt des vergangenen Jahres für Josefa Matheis. Und das nicht nur wegen des starken dritten Platzes. „Das Panorama war sensationell“, erzählt ihr Trainer. So schön die Kulisse war, so hart war die Vorbereitung im Trainingslager in den Alpen. Das steht in diesem Jahr wohl eher nicht an. Denn der schnelle Wechsel der Vorbereitung von Sprint zu Berglauftraining sei sehr anstrengend, die Trainingsaspekte ziemlich unterschiedlich. Der Fokus liegt in diesem Jahr für Josefa Matheis auf der Titelverteidigung bei den deutschen Meisterschaften – wo und wann auch immer diese stattfinden werden. Bis dahin werden aber sicher noch viele Runden auf der Lieblingsstrecke gedreht.