Adventskalender (15) Das wünscht sich der Vorsitzende des Fördervereins Burgbad Altleiningen vom Christkind

 Jürgen Stütz ist Vorsitzender des Fördervereins Burgschwimmbad Altleiningen.
Jürgen Stütz ist Vorsitzender des Fördervereins Burgschwimmbad Altleiningen.

Im kommenden Jahr könnte der Förderverein Burgbad Altleiningen sein 20. Jubiläum feiern. Wenn es ihn dann noch gibt. Im Sommer hatte der Zweite Vorsitzende Ralf Ringel sein Amt aufgegeben. Mit dem Tod von Volker Spindler Ende November ist außerdem eine tragende Säule weggebrochen.

„Volker hat das ganze Kaufmännische im Hintergrund gemacht und war immer Ideengeber“, erzählt der Mitbegründer und Vorsitzende Jürgen Stütz. So sei es der Vorschlag von Volker Spindler gewesen, die Becken in Altleiningen und in Hettenleidelheim nachts abzudecken, um Energie zu sparen.

Auf den elektrischen Antrieb hätte man dabei verzichten können, findet Stütz: „Deutlich günstigere mechanische Varianten hätten es auch getan.“ Der 61-jährige Ingenieur ist überzeugt, dass die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), die die beiden Freibäder betreibt, mitunter zu viel Geld ausgibt. Das sei besonders ärgerlich, weil der Förderverein des Burgbades ständig versuche, durch Eigenleistung Geld zu sparen.

Zur Erklärung: Der Schwimmbad-Betreiberin AöR gehören die fünf Ortsgemeinden der ehemaligen VG Hettenleidelheim an, Betriebsführerin der Bäder ist die Verbandsgemeinde Leiningerland. Der Zweck des 2003 gegründeten Fördervereins ist es, in Eigenarbeit dafür zu sorgen, dass das Altleininger Bad attraktiv ist. Das wird zum einen mit eigener Hände Arbeit erreicht, zum anderen im Werben um Unterstützergelder.

So ist oberhalb des großen Beckens zuletzt von Ehrenamtlichen mit Unterstützung einer Carlsberger Landschaftsbau-Firma eine Wildnis in eine zusätzliche Liegewiese umgewandelt worden. Die Umgestaltung, deren Kosten sich AöR und Verein teilten, habe man erst in Angriff nehmen können, nachdem das Jugendherbergswerk die oberhalb liegende, einsturzgefährdete Mauer sanierte. Das jüngste Projekt sei der Kauf einer Sitzgruppe für rund 1500 Euro sowie das Herrichten der Standfläche neben dem Eingangstor gewesen.

Es ist schwer, einen Kiosk zu betreiben

Von den – einschließlich Kindern – 178 Mitgliedern des Fördervereins ist allerdings lediglich eine Handvoll aktiv. Acht Personen hatten sich bereiterklärt, ab Mai 2021 den Schwimmbadkiosk zu betreiben, nachdem der Vertrag von Pächterin Andrea Mowitz ausgelaufen war. „Das war ein schwieriger Start. Aufgrund der Corona-Bekämpfungsverordnung durften wir nur eine begrenzte Besucherzahl einlassen. Das führte zu Tumulten“, erzählt Stütz. Insgesamt sei der Aufwand für den Betrieb des Verkaufsstands mit Ticket-Abgabe enorm, vor allem an Tagen mit großem Andrang. Peu à peu seien deshalb Kollegen aus dem Kiosk-Team abgesprungen.

Als Ersatz habe der Verein Minijobber einstellen und bezahlen müssen. „An 121 Öffnungstagen mussten jeweils elf Stunden abgedeckt werden“, bilanziert der 61-Jährige. Ebenfalls schwierig: Die Ehrenamtlichen mussten die Saison-Pacht von 3500 Euro erwirtschaften. Nun hat Stütz die Reißleine gezogen und den eigentlich bis Ende 2023 laufenden Vertrag vorzeitig gekündigt.

Momentan habe der Förderverein nur noch wenig Geld auf dem Konto. „Es reicht nicht mehr, um den Spielplatz attraktiver zu gestalten“, sagt Stütz. Einnahmen ließen sich durch die Verpachtung der Holzhütte mit der voll eingerichteten Küche auf dem Schwimmbadgelände erzielen. Für Veranstaltungen wie die Beach-Party fehle jedoch das Personal. Die Weihnachtswünsche des Vorsitzenden: mehr Leute im Verein, die sich auch engagieren wollen, und Spenden, um sich weiter für die Verschönerung und den Erhalt des Burgbades einsetzen zu können.

Adventskalender

Im „Adventskalender“ versteckt sich hinter jedem Türchen ein Verein aus dem Verbreitungsgebiet.

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