Grünstadt
Carlsberger Wehr erhält ein neues Mehrzweckfahrzeug
Als größte Freiwillige Feuerwehr im Landkreis Bad Dürkheim wird die Wehr der Verbandsgemeinde Leiningerland verstärkt in den übergeordneten Katastrophenschutz eingebunden. Der VG-Rat hat am Donnerstag einstimmig die Beschaffung eines geländegängigen Mehrzweckfahrzeugs beschlossen. Der Pick-up für insgesamt 50.737 Euro wird bei der Carlsberger Wehr stationiert.
Der Wagen ist Teil des kreisweiten Waldbrandkonzeptes, mit dem der durch den Klimawandel gestiegenen Anzahl der Löscheinsätze im Forst begegnet werden soll. Da die Einsatzstellen sich oft in schwer zugänglichem Terrain befänden und sich mit herkömmlichen Autos der Wehr kaum erkunden ließen, sei die Anschaffung eines solchen Spezialfahrzeugs notwendig, so Bürgermeister Frank Rüttger (CDU).
Standort sehr bewusst gewählt
Der Standort Carlsberg sei gewählt worden, weil dort auch die First Responder und die Rettungshundestaffel angesiedelt seien. „Insofern kann der multifunktionale Pick-up auch für Einsätze dieser Facheinheiten genutzt werden sowie darüber hinaus Zubringerfahrzeug für die Drohne des Landkreises am Standort Altleiningen sein“, erläuterte er. Am Kaufpreis beteilige sich der Kreis mit einem Zuschuss von 20.000 Euro. Das Fahrgestell wird die Auto Pieroth GmbH & Co. KG aus Bingen für 36.242 Euro herstellen.
Beim Aufbau hatte diese Firma mit einem Angebot von 14.572 Euro gegenüber der BOS Systemtechnik GmbH aus Oberwesel, die 14.495 Euro haben möchte, das Nachsehen. Jörg Jokisch (SPD) wunderte sich darüber, dass wegen rund 77 Euro auf die Produktion „in einer Hand“ verzichtet wird. Das wäre doch auch für eventuelle Garantieansprüche sinnvoll, damit die Ursachen für mögliche Probleme nicht von einem Unternehmen auf das andere geschoben werden könnten. „Zudem liegen die beiden Firmen 23 Kilometer auseinander“, wies er darauf hin, dass die Fahrtkosten die Einsparung zunichte machen werden.
CAN-Bus-Steuerung von Vorteil
Der zuständige Fachbereichsleiter Hanns Gauch erläuterte, dass auch Pieroth den Pick-up für die Installation des Aufbaus woanders hinfahren müsste. Außerdem habe nur BOS eine CAN-Bus-Steuerung. CAN steht für Controller Area Network. VG-Wehrleiter Markus Ittel erklärte, was es damit auf sich hat: „Über dieses System lassen sich sämtliche elektronischen Ausstattungsteile des Wagens zentral steuern.“