Grünstadt Bringt der neue Rasen den Wiederaufstieg?
«Göllheim.» Einen wichtigen Finanzierungsbaustein für die Sanierung des Kunstrasenplatzes nahm der TuS Göllheim in diesen Tagen in Empfang. Mit 30.000 Euro kam Sparkassen-Chef Günther Bolinius ins Stadion. Der Scheck deckt zehn Prozent der kalkulierten Kosten ab.
Ob der TuS wirklich nur wegen der schlechten Platzverhältnisse aus der Bezirksliga abgestiegen ist? Wer weiß. Günther Bolinius, Vorstand der Sparkasse Donnersberger, erlaubte sich jedenfalls diese nicht ganz ernst gemeinte Spekulation bei der offiziellen Übergabe der Spende. Schmunzelnd fügte er an, dass der TuS damit sicher wieder aufsteigen werde. Neben der Sparkasse, die den zehnprozentigen Kostenteil des Landkreises übernommen hat, gehören auch das Land sowie die Orts- und Verbandsgemeinde zu den Geldgebern der Platzsanierung. Thomas Peter, stellvertretender Vorsitzender des TuS Göllheim, verwies auf die Vorgeschichte. 1,3 Millionen Mark hat die Herstellung des Platzes vor etwas mehr als 15 Jahren gekostet, nun sind gut 293.000 Euro fällig, um ihn wieder in einen bespielbaren Zustand zu versetzen. Im Jahr 2014 hat der Verein laut Peter erste Zuschussanträge beim Kreis gestellt, um auf die Prioritätenliste bei der Sportstättenförderung zu kommen. Das ist 2016 gelungen. Seit wenigen Tagen liegt auch der Förderbescheid des Landes vor, das 80.000 Euro zuschießt. Nun kann es losgehen mit der Sanierung, sie soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zur Frage nach den Platzmängeln verwies Peter gegenüber der RHEINPFALZ auf die große Verletzungsgefahr, die sich ergebe durch aufgeplatzte Nähte an den Bahnen und den niedergetretenen Flor, der keine Dämmwirkung mehr habe. Da die Technik seither fortgeschritten sei, könne man wohl für den sanierten Kunstrasenplatz mit etwas längerer Haltbarkeit rechnen. Der Ortsgemeinde, die den „größten Brocken“ beisteuert, geht es nach Aussage von Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller (CDU) um die Vereinsförderung. Hier werde zudem der größte Verein der Verbandsgemeinde unterstützt – und damit das Wohl der Jugend und der Kinder in den Schulen, die den Platz mitnutzten, merkte Hartmüller an. Und er vergaß nicht zu betonen: „Es lag ausschließlich an diesem Kunstrasen, dass wir abgestiegen sind.“ Wenn man ihm vor 15 Jahren gesagt hätte, dass man jetzt schon über eine Sanierung reden müsse, hätte er gesagt, dass das doch länger halten müsse, meinte Landrat Winfried Werner (SPD) und fügte launig an: „Immerhin haben die Fußballer nach der Sanierung eine Ausrede weniger, wenn es mal nicht so klappt.“ Die Spende sei auch eine Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit, die in vielen Vereinen geleistet werde. VG-Chef Steffen Antweiler (FWG) sagte, die Abnutzung sei auch ein Zeichen der intensiven Nutzung durch Schulen und Vereine. Die VG beteilige sich gerne an den Kosten, auch vor dem Hintergrund, dass man 13 Ortsgemeinden und ihren Bedürfnissen gerecht werden müsse. Die Anlagen käme durch die Nutzung im Schulsport auch überörtlich den Kindern zugute.