Grünstadt Bleibt das Heimteam gastfreundlich?
«Grünstadt.» Am heutigen Samstag und morgigen Sonntag richtet die Hockeyabteilung des VfR Grünstadt zum dritten Mal in Folge den Rieslingcup aus. Zu dem Freundschaftsturnier reisen Hockeymannschaften aus ganz Deutschland an. Zwei Tage wird um den Titel gekämpft, den der Gastgeber selbst bisher nie gewinnen konnte.
„Die erste Herausforderung bei der Ausrichtung eines Turnieres ist es, das richtige Datum zu finden“, blickt Till-Frederik Hauchwitz, der Teil des Organisationsteams ist, auf die Vorbereitungszeit zurück. Der Rieslingcup hat in den vergangenen Jahren seinen Platz im Juli gefunden, was Vor- und Nachteile mit sich bringe. In Rheinland-Pfalz sei der Ligabetrieb bereits beendet, viele Mannschaften freuten sich aber dennoch über Spielbetrieb in der Sommerpause. Anders ist das aber in anderen Landesverbänden wie Baden-Württemberg, wo der offizielle Spielbetrieb noch läuft. „Und teilweise haben auch schon die Sommerferien begonnen und die Spieler weilen irgendwo am Strand“, weiß Hauchwitz. Eine Tatsache, die sich im diesjährigen Starterfeld widerspiegelt, das zur Hälfte aus Pfälzer Vereinen besteht. Denn den Sieger des Rieslingcups spielen die Teams von Wacker München, HC Leipzig, TG Frankenthal, FC Kaiserslautern, TG Worms sowie der VfR Grünstadt aus. Mit allen eingeladenen Teams verbindet Grünstadt eine enge Freundschaft. In Leipzig ist der VfR Grünstadt beispielsweise jedes Jahr im August zu einem Turnier zu Gast, nun kommen die Sachsen zum Gegenbesuch in die Pfalz. Es hat sich zudem Hockeyprominenz angekündigt, darunter Frank Lubrich, Rekordschiedsrichter der Bundesliga mit 558 Einsätzen in der höchsten Spielklasse. Er ist bekennender Wiederholungstäter: „Die Anlage ist einfach herrlich, das Rahmenprogramm passt.“ Auch einige aktuelle und ehemalige Bundesligaspieler werden beim Rieslingcup zum Schläger greifen. Frankenthal bietet mit Sven Becker einen aktuellen Bundesligaaufsteiger auf. Besonders interessant ist die Mannschaftszusammenstellung vom FC Kaiserlautern, wie deren Teammanager Martin Hebach verrät: „Wir haben die besten Spieler der letzten 20 Jahre nochmal zusammengetrommelt, die mittlerweile in ganz Deutschland verstreut sind, und wollen in Grünstadt den Titel holen.“ Besonderes Augenmerk dürften die Zuschauer auf Rainer Schwenk vom FCK legen, ein ehemaliger Nationalspieler, der am Hockeystock als Zauberer galt. Gespielt wird am Samstag ab 10 Uhr im Modus jeder gegen jeden. Am Sonntag ab 10:30 Uhr finden die letzten Gruppenbegegnungen statt und nach den Halbfinals steht um 14:30 Uhr das Finale an. Favoriten auf den Finaleinzug sind schwer auszumachen, für den Gastgeber wird es sicherlich schwer, endlich einmal den Titel zu holen. „Wir würden gerne den Titel holen, aber eigentlich gehört es zur Etikette im Hockeysport, das eigene Turnier nicht zu gewinnen, und sich etwas zurückzuhalten“, formuliert es Urgestein David Mian, der fast jeden der teilnehmenden Spieler persönlich kennt. Gegen die angekündigten hohen Temperaturen hat sich der Gastgeber etwas einfallen lassen: ein großer Pool mit kaltem Wasser wird am Spielfeldrand aufgebaut. Zuschauer, Spieler und Interessierte sind am Samstagabend zu einem gemütlichen Zusammentreffen im VfR Clubhaus eingeladen, bei dem die kulinarischen Vorzüge der Pfalz im Vordergrund stehen werden. Noch Fragen? Weitere Infos gibt es im Internet unter vfr-gruenstadt.de/hockey/rieslingcup .