LEININGERLAND / EISENBERG RHEINPFALZ Plus Artikel Bedingungen für Badesspass ab 27. Mai bei den Betreibern bislang unklar

Theoretisch dürfen die Bäder, wie hier das Freibad Hettenleidelheim , am 27. Mai öffnen. Im Leiningerland und in Eisenberg ist a
Theoretisch dürfen die Bäder, wie hier das Freibad Hettenleidelheim , am 27. Mai öffnen. Im Leiningerland und in Eisenberg ist aber noch unklar, wann es tatsächlich losgehen kann. Voraussichtlich wird es eher Juni.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat am Mittwoch zur Mittagszeit verkündet, dass die Freibäder am 27. Mai öffnen dürfen. Unter welchen Bedingungen, ist den Verantwortlichen bislang unklar – ob der Vorlauf reicht ebenfalls. Mit der Öffnung noch im Mai wird das im Leiningerland also voraussichtlich nix.

Kurz nach Mittag tritt Malu Dreyer an die Öffentlichkeit. Eine rasche Einführung, dann kommt sie zur Sache: Ab dem 27. Mai dürfen Freibäder wieder öffnen, ab dem 10. Juni sollen Hallenbäder und Saunabetriebe folgen. Nur wie, dazu hat die Ministerpräsidentin noch nichts gesagt. Wir haben uns deshalb direkt erkundigt, wie die Verantwortlichen in den Verbandsgemeinden Eisenberg und Leiningerland mit der grundsätzlich positiven Botschaft aus Mainz umgehen.

„Es ist generell noch zu früh zu sagen, ob wir zu diesem Termin öffnen können“, sagt Klaus Wasmuth, Chef des Grünstadter Cabriobads Cabalela. Nach einer Schließung brauche es jeweils rund zwei Wochen, bis der Betrieb wieder hochgefahren ist. Das sei eine Erfahrung, die nach dem Brand im Schwimmbad vergangenes Jahr gemacht wurde. „Sicher, wir haben uns auf die Wiedereröffnung vorbereitet – beispielsweise steht uns Spuckschutz zur Verfügung –, aber jetzt schon zu sagen, zu welchen Bedingungen wir wieder öffnen werden, da muss ich um Verständnis bitten, dass das noch nicht möglich ist“, so der Betriebsleiter des Cabalela.

Die Regeln sind noch unklar

Derzeit seien noch keine konkreten Vorgaben der Gesundheitsämter da, wie die Hygienevorschriften aussehen werden. Auch die Frage, ob es Zeitfenster für die Besucher oder Beschränkungen bei der Anzahl der Badegäste geben werde, müsse vor einer Eröffnung geklärt werden. Frühestens Ende der Woche könne er mit einiger Klarheit Aussagen treffen, wann der Betrieb wieder anlaufen wird.

„Wir sind hier schon in Abstimmungsgesprächen, beraten intensiv, wie wir vorgehen könnten“, betont Wasmuth. Er gibt allerdings auch zu Bedenken, dass immer noch ein Teil der Belegschaft des Cabalela in Kurzarbeit ist und sich daran auch jetzt direkt noch nichts ändern könne. Hinzu komme, dass das Grünstadter Cabriobad anders als an anderen Standorten kein reines Freibad sei – auch diese Situation geklärt werden müsse.

Es muss einiges abgestimmt werden

Ähnlich verhalten bewertet Bürgermeister Bernd Frey (SPD) von der Verbandsgemeinde Eisenberg die Lage: „Wir wissen derzeit überhaupt noch nicht, welche Hygienevorschriften beim Besuch des Waldschwimmbads gelten werden.“ Die Abstandsregeln seien unklar. Das Gleiche gelte für die Frage, ob es eine Begrenzung der Anzahl von Badegästen geben wird, die sich gleichzeitig im Waldschwimmbad aufhalten dürfen. Grundsätzlich sei jetzt erst einmal die Chance gegeben, dass die Freibäder überhaupt öffnen dürfen. Ob der 27. Mai im Waldschwimmbad als Termin dafür realisiert werden könne, das stehe aber noch nicht fest.

Bei der Verbandsgemeinde Leiningerland ist die Situation speziell. Die unterhält kein Schwimmbad – jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AÖR) ist Betreiberin der Freibäder in Altleiningen und Hettenleidelheim. Diese AÖR wird von den fünf Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim getragen. Sie tragen die Kosten für die beiden Bäder nach einem Verteilerschlüssel. Die Verwaltung und Betreuung übernimmt allerdings die Verbandsgemeinde, die daher einen sogenannten Betriebsführungsvertrag mit der AÖR abgeschlossen hat.

Die Öffnung braucht eine Vorlaufzeit

„Wir beschäftigen uns mit der Thematik bereits seit längerem“, betont der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Leiningerland, Johannes-Peter Schwalb (CDU). In den Bädern seien die Vorbereitungsarbeiten, soweit das bislang möglich war, gelaufen. „Wir sind als VG aber nur für die Betriebsführung verantwortlich, die Einscheidung über die eigentliche Öffnung wird im Aufsichtsrat der AÖR fallen“, erklärt Schwalb. Deshalb werde es wohl im Lauf der kommenden Woche Abstimmungsgespräche zwischen der Verbandsgemeinde und der AÖR geben.

Dabei würden mit Sicherheit auch die Umsetzung der strengen Hygienevorschriften und die Frage, ob es Beschränkungen bei der Anzahl der Badegäste geben könnte, eine Rolle spielen. „Wichtig ist, dass sich die Vorgaben der Behörden und des Landes in den beiden Bädern umsetzen lassen. Das muss geprüft werden“, sagt Schwalb. Wie die Verantwortlichen in Grünstadt und Eisenberg geht er davon aus, dass die Öffnung eine gewisse Vorlaufzeit brauchen wird, um die erforderlichen Restarbeiten und Vorbereitungen abzuschließen.

Anfang Juni sollte es so weit sein

Steffen Blaga (CDU), Ortsbürgermeister von Hettenleidelheim und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der AÖR für die Schwimmbäder, bestätigt die Angaben von Schwalb. „Wir haben in Abstimmung mit der VG bislang bereits auf einen Öffnungstermin im Juni hingearbeitet“, fügt er hinzu.

Er gibt auch einen Zeitrahmen vor, in dem er eine Öffnung der Bäder für wahrscheinlich hält: „Machbar wird das sicher in der Phase zwischen dem 1. und 7. Juni sein. Dafür laufen jetzt weitere Gespräche mit der VG.“ Bereits informiert habe sich die AÖR über einen Pandemie-Plan, den die Deutsche Bädergesellschaft ausgearbeitet hat. „Badegäste müssen sich darüber im Klaren sein, dass es nicht so sein wird wie sonst immer im Freibad“, warnt Blaga. Bei der Öffnung der beiden Bäder werden in jedem Fall Hygieneregeln und auch Abstandsbestimmungen eine Rolle spielen, erwartet er.

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