Grünstadt Bürger stärker einbinden
Rainer Merz (FWG) tritt in Quirnheim an, um Ortsbürgermeister zu werden. Derzeit ist er zwar nicht im Gemeinderat, allerdings hat der 58-Jährige Sparkassenbetriebswirt langjährige kommunalpolitische Erfahrung, war mehr als 20 Jahre lang Ratsmitglied und für eine Wahlperiode Erster Beigeordneter Quirnheims.
„Dass ich nach einer fünfjährigen Pause jetzt für das Amt des Ortsbürgermeisters kandidiere, liegt darin begründet, dass ich vor fünf Jahren aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen kürzer treten wollte. Mittlerweile hat sich die Situation verbessert, bei mir und gleichzeitig in der FWG, die enormen Zuspruch erfährt.“ Es sei gelungen, neue Mitstreiter zu gewinnen, „das ist mit ein Grund, wegen dem ich bereit bin, jetzt das Amt anzustreben“, begründet Merz die Kandidatur. Im Ort sei er eingebunden, habe sich gemeinsam mit seiner Frau Melitta stets eingebracht. Wichtigstes Thema werde die Umsetzung des Baugebiets Talblick sein. „Das hat absolute Priorität und ist eine Herausforderung für unsere Gemeinde“, sagt Merz im Bewusstsein, dass es künftig immer schwerer werden wird, neue Baugebiete auszuweisen. Die politischen Entscheidungen bestimmen werden in jedem Fall weiterhin die Außengebietsentwässerung und der Bau weiterer Regenrückhaltebecken in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Leiningerland, ist der FWG-Mann überzeugt. Sanierungsmaßnahmen stehen aus seiner Sicht in der Kindertagesstätte an, auch beim Bürgerhaus müsse angepackt werden. „Beide Gebäude müssen für die Zukunft fit gemacht werden.“ Für den Erhalt der Kita spiele wiederum die Schaffung des Baugebiets eine große Rolle. Beschlossen ist bereits der zweite Abschnitt der Renaturierung des Weedbachs, die es anzupacken gilt. „Das ist allerdings eine Frage der Zuschüsse“, betont Merz. Umsetzen will er in jedem Fall die Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt. „Zum einen muss an den Ortseingängen etwas passieren, die Kreisstraße können wir natürlich nur in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität beruhigen“, spricht Merz Verkehrsthemen an. Besser geregelt werden müsse in jedem Fall die Parksituation in Quirnheim. „Vor allem in der Langgasse und Schmittgasse haben landwirtschaftliche Fahrzeuge oft Probleme, durchzukommen, da zu wild geparkt wird. Das muss sinnvoll in Zusammenarbeit mit den Anliegern und der Verbandsgemeinde geregelt werden. Manches lässt sich vielleicht auch im persönlichen Gespräch klären“, sagt Merz. Weiterverfolgen will er das Projekt Bushaltestelle Boßweiler, die als touristischer Hinweispunkt auf die einstige römische Palastvilla dienen soll. Es gebe Bedarf für eine bessere touristische Ausrichtung, eventuell in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinde. „Wir dürfen auch Quirnheim-Tal nicht vergessen, dort muss am Radweg und an der Bushaltestelle etwas passieren“, regt Merz an. Das alles sei aber in Absprache mit den Bürgern anzupacken. „Mein Ziel ist es, die Einwohner der Gemeinde mitzunehmen, interessierte Bürger stärker einzubinden. Dazu zählte ich die Zusammenarbeit mit den Vereinen.“