Eisenberg Bücherei wird Begegnungsstätte

Die Chefin der VG-Bücherei Marie-Luise Selzer kann einiges Neues berichten.
Die Chefin der VG-Bücherei Marie-Luise Selzer kann einiges Neues berichten.

Auch im digitalen Zeitalter ist Lesen ein wichtiger Zugang zu Bildung. Je früher Kinder in Berührung mit Büchern und Geschichten kommen, desto erfolgreicher ist der Bildungsweg. Wie die Bücherei der Verbandsgemeinde Eisenberg dazu einen Beitrag leistet.

Über die Tätigkeit der Eisenberger Verbandsgemeindebücherei hat deren Leiterin Marie-Luise Selzer während der Sitzung des Verbandsgemeinderates berichtet. Demnach steigt die Anzahl der Benutzer in den vergangenen Jahren kontinuierlich an: von 699 in 2022 über 749 ein Jahr später und in diesem Jahr sind es bis Ende September bereits 751 aktive Nutzer, darunter 180 Neuanmeldungen. Erfreulicherweise sind auch 390 Kinder im Alter bis zwölf Jahre registriert. Es handelt sich hauptsächlich um Kinder der benachbarten Grundschule.

Zunehmender Beliebtheit erfreue sich mit 163 Teilnehmern die Möglichkeit der Online-Nutzung, sagte Selzer. Imposant sind ebenso die Zahlen zu den Entleihungen. Gingen 2023 noch rund 25.800 Medien über die Theke, waren es Ende September dieses Jahres bereits 20.500. Selzer rechnet zuversichtlich damit, dass bis Jahresende das Niveau von 2023 zumindest erreicht wird.

Digitaler Ausbau im Fokus

Dass sich im Büchereiwesen einiges grundlegend geändert hat, zeigt sich auch in Eisenberg. Weg von der reinen Buchausleihe hin zur Bücherei als Begegnungsstätte mit Angeboten für alle Zielgruppen. Deshalb stehen auf dem Programm unter anderem Spiele- und Bastelnachmittage, Lesungen, Lesecafé, Buchempfehlungen oder ein Krimidinner. Da ohne Digitalisierung fast nichts mehr geht, steht der Ausbau des digitalen und medienpädagogischen Angebots im Fokus. Und selbstverständlich nimmt die Bücherei ihren Auftrag als außerschulischer Bildungspartner wahr. Um all dies zu erreichen, waren und sind sichtbare Veränderungen erfolgt. So wurde der Eingang zur Bücherei ebenso neu gestaltet wie die Anordnung der Bücher und sonstigen Medien.

Über eine Landesförderung von 12.000 Euro ist ein Bereich eingerichtet worden, in dem digitale und medienpädagogische Angebote ausprobiert werden können. Dieser Bereich nennt sich „Makerspace“ mit „Touchscreen“, „Beebots“, „Toniebox“ und „E-Bookreader“. Neu im Angebot waren über einen Testzeitraum hinweg Konsolenspiele, die sich einer großen Nachfrage erfreuten, und ins Programm aufgenommen wurden auch englischsprachige Bücher, wie die Leiterin berichtete. Nicht zuletzt bestehe Investitionsbedarf in dem 1978 entstandenen Bibliotheksgebäude, teilte Selzer dem dafür zuständigen VG-Rat mit. So seien unter anderem die Fenster technisch ebenso überholt wie der über 20 Jahre alte Teppichfußboden erneuerungsbedürftig. Ob der konkrete Wunsch nach baulicher Sanierung und Modernisierung der VG-Bücherei erfüllt wird, hängt nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten der Verbandsgemeinde ab.

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