Grünstadt Auf Umwegen zu wertvollen zwei Punkten

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WEISEL. Die Faustballer der TSG Tiefenthal haben den Klassenerhalt in der Zweiten Faustball-Bundesliga zu 99 Prozent geschafft. Die Mannschaft von Trainer Ricardo Happersberger holte beim Spieltag in Weisel einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Mit dem 3:2 gegen den TSV Karlsdorf machten die TSG-Akteure eigentlich alles klar. Nur theoretisch könnte die Konkurrenz die Tiefenthaler noch einholen. Beim gestrigen Klubgottesdienst in Tiefenthal gab es so jede Menge fröhliche Gesichter.

„Das war ein ganz verrückter Spieltag“, sagte Coach Happersberger. Schon die Anreise zur Loreley am Samstag entpuppte sich als schwere Aufgabe. Ein kräftiges Unwetter führte dazu, dass die Bundesstraße 9 bei Bacharach voll gesperrt wurde. „Wir sind voll in das Unwetter hineingekommen, mussten dann wieder umdrehen, weil eine Bahn entgleist war“, erzählte Happersberger. Der Tiefenthaler Tross überquerte nach einem Umweg dann bei Bingen mit einer Fähre den Rhein. „Wir sind mitten in einem schweren Gewitter von der einen auf die andere Seite des Flusses geschippert. Bei Blitz und Donner war das ein neues, doch sehr spannendes Erlebnis“, betonte der TSG-Coach, der allerdings froh war, als er wieder festen Boden unter den Füßen spürte. Natürlich kamen die Tiefenthaler so mit Verspätung in Weisel an. „Letztlich hatten wir dadurch aber sogar noch einen Vorteil“, verriet der Tiefenthaler Trainer und erzählte: „Da wir nämlich zu spät kamen, wurde der Spielplan noch einmal geändert. Karlsdorf hat zuerst gegen den TV Weisel gespielt. Wir konnten uns so in Ruhe anschauen, wie die Konkurrenz auflief und mit welcher Taktik sie gespielt haben.“ Die Tiefenthaler Partie gegen den abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten Karlsdorf war die wichtigere der beiden Begegnungen. Den ersten Satz gaben die TSG-Akteure noch knapp mit 10:12 ab. „Da waren die Jungs etwas zu leichtfertig“, befand Ricardo Happersberger. In der Folge steigerte sich der Ligasechste aber im Angriff. Hauptangreifer Christoph Happersberger übte einen guten Druck aus und die Tiefenthaler holten sich die Durchgänge zwei und drei jeweils souverän mit 11:6. Karlsdorf gelang aber mit einem 11:9 im vierten Abschnitt das 2:2. Im entscheidenden fünften Satz behielten die Tiefenthaler die Nerven und machten mit 11:7 den wichtigen 3:2-Erfolg perfekt. In der Partie gegen den Aufstiegsfavoriten TV Weisel spielten die Tiefenthaler nicht schlecht. Doch gegen die Rheinländer reichte es letztlich nicht zu einer Überraschung. Mit 11:7 und 11:8 ging Weisel mit 2:0 in Front. Die TSG entschied dann den dritten Durchgang mit 11:8 für sich. Im vierten Abschnitt lief aber alles für den Ligadritten, der mit 11:5 den Sack zumachte und einen 3:1-Sieg feiern durfte. „Die Bedingungen waren wirklich außergewöhnlich. Während der Spiele hat es quasi fast waagrecht geregnet. Es hat zudem noch gestürmt. Die Mannschaft hat das richtig gut gemacht. Mit dem einen Sieg bin ich voll zufrieden. Nun dürfte in Sachen Abstieg nichts mehr passieren“, sagte Ricardo Happersberger nach dem „sehr interessanten Spieltag“. Nun haben die Tiefenthaler Faustballer Pause bis zum 16. Juli. Dann steigt der abschließende Spieltag der Zweiten Faustball-Bundesliga West in Ludwigshafen-Oppau. „Das ist wieder ein Derby. Gegen Oppau haben wir nach der knappen Vorrundenniederlage noch etwas gutzumachen“, betonte der Tiefenthaler Coach gestern. Die TSG hat noch Chancen, die Saison mit dem fünften Tabellenplatz abzuschließen. Aktuell liegt die Happersberger-Truppe auf Rang sechs.

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