Leiningerland
Annette Maurer gibt Ratsmandat ab
Maurer hatte sich bereits im Mai 2021 vom Vorstand der Grünen im Leiningerland zurückgezogen. Sie ist das Gesicht der Grünen in der Verbandsgemeinde – 2017 hatte sie für ihre Partei für das Amt der Verbandsbürgermeisterin kandidiert. Zudem hatte sie ihr Mandat im Kreistag von Bad Dürkheim aufgegeben. Nun will sie auch den Fraktionsvorsitz und das Mandat im Verbandsgemeinderat Leiningerland zurückgeben, wie die Obrigheimerin mitteilt. Nachfolgerin im Verbandsgemeinderat ist ihre Schwägerin Alexandra Maurer aus Tiefenthal. Die Grünen sind mit zwei Sitzen im VG-Rat vertreten.
Den Vorsitz des Ortsverbands – der die Stadt Grünstadt und die Verbandsgemeinde umfasst – übernimmt Elke Vetter aus Grünstadt. Sie ist langjährige Stadträtin in Grünstadt. Weitere neue Vorstandsmitglieder sind Oliver Theobald aus Tiefenthal, der erst im Mai Mitglied bei den Grünen wurde, und Branko Susnjar aus Dirmstein, der der Partei Ende vergangenen Jahres beigetreten ist und im Wahlkampfteam aktiv war.
Siebenjährige will Mitglied werden
„Durch das gute Abschneiden im Land und im Bund hat der neue Vorstand viel Rückenwind, um mit den alten und neuen Mitgliedern gemeinsam grüne Politik durchzusetzen“, so Maurer, die 13 Neuzugänge im Jahr 2020 und neun Neuzugänge in diesem Jahr verzeichnen konnte. Dem Ortsverband gehören damit 49 Mitglieder an - das sei Rekord. „Ein Antrag musste leider zurückgewiesen werden: Die siebenjährige Jasmin aus Tiefenthal konnte wegen ihres jungen Alters kein Mitglied in der Partei werden“, so Maurer scherzhaft. Das Mädchen sei in der Grünen Jugend aufgenommen worden.
Durch den Mitglieder-Zuwachs sei es möglich, bei den nächsten Kommunalwahlen in Ebertsheim, Laumersheim, Carlsberg, Wattenheim, Altleiningen, Dirmstein, Obrigheim und Tiefenthal mit einer Grünen-Liste anzutreten. Maurer betonte, wie wichtig die Präsenz vor Ort und Sitze in den Ratsgremien seien: „Entscheidungen wie Bebauung oder Windkraft werden in den einzelnen Orten getroffen.“
Das schlechte Abschneiden der Grünen bei der Landtags- und Bundestagswahl in der VG Leiningerland führte sie auf die bislang fehlende Präsenz vor Ort zurück.