Grünstadt Anlieger wissen jetzt, was auf sie zukommt

Der Straßenausbau in Boßweiler kostet 309.000 Euro, von denen die Bürger 75 Prozent aufbringen müssen. Nach Abzug des 25-prozentigen Gemeindeanteils bleiben 233.000 Euro, die auf eine Fläche von 35.692 Quadratmeter umgelegt werden. Laut Berechnung der Verbandsgemeinde fallen pro Quadratmeter 6,52 Euro an Beiträgen an.
In diesem Jahr wird die Gemeinde die Anlieger noch mit einem Betrag von fünf Euro pro Quadratmeter belasten, die Restsumme soll im Jahr 2019 erhoben werden, beschloss der Gemeinderat ohne größere Debatten. Kleinere Summen, die bereits in den Jahren 2015 und 2017 angefallen waren, werden ebenfalls umgelegt: Zum einen fallen für die 2015 entstandenen Kosten in Höhe von 6878 Euro knapp 24 Cent Beitrag pro Quadratmeter an, für die bereits 2017 ausgegebenen 1109 Euro müssen die Bürger anteilig pro Quadratmeter etwa vier Cent zahlen. Die Bescheide werden den Eigentümern in Boßweiler wohl im Mai, spätestens Juni zugestellt. Fällig sind die Gelder dann im September oder Oktober, informierte der Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung Leiningerland, Rainer Eberle. Er wies den Vorwurf einiger Anwohner zurück, dass sie über die Kosten und die geplante Maßnahme nicht ausreichend informiert worden seien. „Wir hatten bereits vor drei Jahren die erste Anliegerversammlung und haben noch eine weitere Zusammenkunft angeboten“, sagte Eberle. Während die Bürger im nördlichen Ortsteil mit knapp 6,80 Euro belastet werden, da ihre Straßen ausgebaut werden, müssen die Anlieger der Straßen „Auf dem Gries“ und Rodenbacher Weg deutlich tiefer in die Tasche greifen. Denn in diesem südlichen Bereich des Weilers werden nicht bestehende Straßen ausgebaut, sondern die Straßen überhaupt zum ersten Mal hergestellt. Hier fallen 223.000 Euro Kosten an, von denen die Gemeinde laut Gesetz einen Anteil von zehn Prozent tragen muss. 200.700 Euro werden umgelegt. Die Flächen, auf die diese Kosten verteilt werden, umfassen 8259 Quadratmeter, so dass der endgültige Erschließungsbeitrag voraussichtlich bei 24,30 Euro pro Quadratmeter liegen wird. In diesem Jahr will die Gemeinde von den Eigentümern 20 Euro Vorausleistung einfordern. Das Geld soll in vier Raten gezahlt werden, die jeweils am 15. der Monate Juni, August, Oktober und Dezember fällig werden. Auch das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Außerdem wurden in der Sitzung mehrere Neubauprojekte genehmigt, die von Bürgern in Quirnheim und im Ortsteil Quirnheim-Tal beantragt worden waren.