Grünstadt Angst vorm Aus für den Radweg

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Über einige recht kostspielige Projekte haben die Mitglieder des Werkausschusses der Verbandsgemeinde Leiningerland am Donnerstagabend beraten und entschieden. Unter anderem spielten Kanäle und Wasserleitungen eine Rolle – und mit ihnen der Traum von einem Radweg im Leiningertal.

Die Erneuerung der Wasserleitungen im Leiningertal war ein Punkt auf der Tagesordnung im Werkausschuss. Dabei ging es vordergründig erst mal nur um die Vergabe von Ingenieursleistungen im Wert von 79.500 Euro. Die Erneuerung selbst wird später voraussichtlich 850.000 Euro kosten. Doch hinter dem Projekt verbirgt sich noch eine ganz andere politische Dimension, wie durch die Nachfrage von Winfried Wolff (Grüne) deutlich wurde. Er wollte wissen: „Ist damit das Radwegprojekt im Leiningertal endgültig gestorben?“ Der Hintergrund zu Wolffs Nachfrage ist schnell erklärt. Bislang verfolgte die Verbandsgemeinde den Plan, die die Wasserleitung, die zur Verbesserung und Sicherung der Versorgung von rund 10.000 Bürgern beitragen soll, in der Bahntrasse zu verlegen. Das ist deshalb wichtig, weil sie damit auch dem Verlauf des Radwegs folgen sollte, um Kosten einzusparen. Nach dem neuen Plan soll die Wasserleitung allerdings in einen Forstweg eingebaut werden. Der Bürgermeister der VG, Frank Rüttger (CDU), sagte dazu, dass im Gleisbett unter Umständen mit Belastungen für die Leitung zu rechnen sei. Er hob gleichzeitig hervor, dass die Verlegung möglichst rasch erfolgen müsse, da die alte, aus dem Jahr 1926 stammende Leitung dringend ausgetauscht werden muss. Außerdem bringe die neue Leitung die Chance, weitere Quellen an das Netz der VG anzubinden. Bei einer Enthaltung wurde nach einer längeren und ergebnislosen Debatte über die Bedeutung der Entscheidung für den Radweg der Planungsauftrag vergeben. Einig war sich das Gremium hingegen auch über die Vergabe eines Auftrags für Hettenleidelheim: Dort soll nun der dritte Bauabschnitts der Kanalsanierung angegangen, der voraussichtlich knapp 560.000 Euro kosten wird. Die Arbeiten sollen im Zeitraum von Juli dieses Jahres bis April kommenden Jahres erledigt werden. Der Kanal wird in der Zeit auf weiteren 3700 Metern saniert, und zwar im sogenannten Inliner-Verfahren, bei dem in alte Rohre neue flexible Glasfaserschläuche eingeführt und dann ausgehärtet werden. Knapp 194.000 Euro wird die die Kanalreinigung und Untersuchung in der Gemeinde Carlsberg kosten. Der Werksauschuss vergab auch den Auftrag hierfür einstimmig.

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