Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Andere Vorzeichen beim Verbandspokalduell zwischen Obersülzen und Grünstadt

Grünstadts Neuerwerbung Farshid Haidary (links) kommt gegen SVO-Keeper Göran Garlipp etwas zu spät am Ball.
Grünstadts Neuerwerbung Farshid Haidary (links) kommt gegen SVO-Keeper Göran Garlipp etwas zu spät am Ball.

Im Verbandspokal-Wettbewerb kommt es am Sonntag zum zweiten Mal binnen eines Jahres zum Duell zwischen dem SV Obersülzen und dem VfR Grünstadt. Obwohl der SVO in einem Vorbereitungsspiel gegen den VfR eine hohe Niederlage kassierte, rechnet sich der Außenseiter im Pokalspiel durchaus etwas aus.

Zum zweiten Mal in den Fußballhistorien des Landesligisten VfR Grünstadt und A-Klasse-Klubs SV Obersülzen treffen beide Teams in einem Pokalderby aufeinander. Am Sonntag steht man sich auf dem Gelände des SVO am „Sülzer Tor“ in der zweiten Runde des Verbandspokals Südwest gegenüber. Exakt vor einem Jahr trafen beide Mannschaften erstmals in einem Südwestdeutschen Verbandspokalwettbewerb aufeinander.

Da gehörte Obersülzen noch zur Bezirksliga Vorderpfalz, hatte großes Verletzungspech und musste nach der Saison 2023/24 unglücklicherweise den bitteren Weg in die A-Klasse Rhein-Pfalz antreten. Der klassenhöhere VfR siegte vor einem Jahr deutlich 5:0 mit einem überragenden Erik Tuttobene, der vier Treffer beisteuerte. Luca Pompeo besorgte Tor Nummer 5.

Doch wenn beide Mannschaften am Sonntag ab 15 Uhr erneut aufeinandertreffen, sieht es etwas anders aus, denn die Obersülzener gehen mit einem ganz anderen Selbstvertrauen in diesen Pokalschlager gegen den Favoriten aus Grünstadt, zumal die Mannschaft von Spielercoach Göran Garlipp am Wochenende einen wichtigen und keineswegs zu erwartenden Doppelerfolg verbuchen konnte. Zunächst gewann der SVO am Samstag beim Verbandsgemeindeturnier in Ebertsheim den Titel des Leiningerland-Cups 2024 durch einen klaren 6:0-Finalsieg gegen den TSV Carlsberg (wir informierten).

Einen Tag später, am vergangenen Sonntag, qualifizierte sich die Mannschaft mit einem überraschenden 2:0-Erfolg im Erstrundenspiel des Südwestdeutschen Verbandspokals gegen den klassenhöheren Bezirksligisten FV Freinsheim für die zweite Pokalrunde. Der VfR Grünstadt hatte in der ersten Runde ein Freilos und steigt nun in den Wettbewerb ein. Der A-Klasse-Vertreter aus Obersülzen ist damit zum zweiten Mal Gastgeber des Pokalderbys gegen den Traditionsklub aus dem noch keine drei Kilometer entfernten Grünstadt.

Erst vor knapp drei Wochen trafen beide Teams bei der Albisheimer Sportwoche im Gruppenspiel aufeinander: der VfR siegte gegen einen stark ersatzgeschwächten Gegner, viele SVO-Akteure befanden sich in Urlaub, mit 6:0. Aber schon da gab VfR-Spielercoach Nico Müller nicht viel auf das Ergebnis, sondern sah bei solchen Test- oder Vorbereitungsspielen insbesondere deren Bedeutung vor allen Dingen im Zusammenspiel, der Integration der „Neuen“ untereinander.

Auch der klare 3:0-Sieg der Rasenspieler am vergangenen Sonntag gegen den Verbandsligisten TSG Pfeddersheim nach einer sehr guten Leistung wollte Müller ebenfalls nicht zu hoch einschätzen und bewerten. Müller: „Das sind alles nur Tests. Entscheidend sind die Leistungen im ersten Meisterschaftsspiel bei Neuling Mutterstadt oder jetzt im Verbandspokal.“

Da heißt es für den Favoriten „Aufpassen“, denn selbst ein Team, das zwei Ligen tiefer spielt, kann gerade im Pokal über sich hinauswachsen. „Das hat man schon so oft erlebt; Obersülzen hat schließlich immerhin den Bezirksligisten FV Freinsheim geschlagen“, informierte Müller, dem mit Marco Sorg, Robin Gerber und Marius Maurer drei verletzte Akteure ausfallen werden. Er und seine neue Assistentin Romina Konrad sind sich dennoch sicher: „Die Platzherren werden sich gegen uns zerreißen, aber wir werden dagegen gewappnet sein und unsere Jungs entsprechend einstellen.“

Sehr zuversichtlich und optimistisch gibt sich SVO-Spielercoach Göran Garlipp: „Das wird für uns natürlich ein ganz anderes Spiel als die 0:6-Pleite bei der Albisheimer Sportwoche, bei der uns viele Stammspieler fehlten und wir chancenlos waren. Am Sonntag sieht das ganz anders aus - ich bin sicher, so einfach wird es für den Landesligisten nicht.“ Er und sein Team freuen sich daher riesig auf diesen Pokalfight, „auf den wir uns intensiv systematisch vorbereiten.“

x