Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Altleiningen: Gunther Schneider einstimmig zum Ortsbürgermeister gewählt

Der neue Gemeinderat Altleiningen: (hinten, von links) Max Hepp (CDU), Nico Halkenhäuser (CDU), Jörg Bohn (CDU), Udo Rahmseger (
Der neue Gemeinderat Altleiningen: (hinten, von links) Max Hepp (CDU), Nico Halkenhäuser (CDU), Jörg Bohn (CDU), Udo Rahmseger (FWG), Volker Spindler (WG Dennhardt), Reinhard Ehl (WG Köhler), (Mitte von links) Ralf Hosinger (WG Dennhardt), Robert Hatzenbühler (FWG), Karl Meister (FWG), Volker List (WG Dennhardt), Elfriede Köhler (WG Köhler), Stephan Berck (FWG), (vorn, von links) Rüdiger Stefan (FWG, Erster Beigeordneter), Ortsbürgermeister Gunther Schneider (WG Dennhardt), Frank Dennhardt (WG Dennhardt, Beigeordneter). Es fehlt Bernhard Fingerle (WG Dennhardt).

Gunther Schneider (WG Dennhardt) ist der neue Ortsbürgermeister der Gemeinde Altleiningen. Seit rund fünf Jahren engagiert sich der 55-Jährige gebürtige Altleininger, den die meisten im Ort als einen der Mitorganisatoren der Kerwe kennen dürften, in der Wählergruppe, war bislang allerdings nur Mitglied im Forstausschuss. Schneider zur Seite stehen werden als Erster Beigeordneter Stefan Rüdiger (FWG) und als weiterer Beigeordneter der bisherige Ortsbürgermeister Frank Dennhardt (WG Dennhardt).

Während der neue Ortsbürgermeister mit allen 14 möglichen Stimmen gewählt wurde, also die fünf Stimmen der FWG, die drei Stimmen der CDU, die zwei Stimmen der WG Köhler und auch die vier Stimmen seiner eigenen Fraktion erhielt, kamen die Beigeordneten auf andere Ergebnisse. Für Stefan Rüdiger stimmten elf Ratsmitglieder, es gab eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen. Für Dennhardt stimmten 13 Ratsmitglieder, es gab eine Nein-Stimme. Dass jeweils 14 Mandatsträger des 16-köpfigen Gremiums abstimmen durften, hing damit zusammen, dass Bernhard Fingerte (WG Dennhardt) in der Ratssitzung fehlte.

Dennhardt und Schneider mussten als geschäftsführender beziehungsweise frisch berufener Ortsbürgermeister bei der Wahl jeweils im Wechsel ihr Stimmrecht ruhen lassen. So war Dennhardt bei der Wahl Schneiders ausgeschlossen und Schneider bei den Beigeordnetenwahlen. In der Ratssitzung wurden zudem die ausgeschiedenen Mitglieder des Gremiums verabschiedet. 25 Jahre lang gehörte Peter Boßmann (SPD), der auch Beigeordneter der Gemeinde war, dem Rat an.

Gertrud Schwab spendet für den Röhrenbrunnen

Ausgeschieden ist auch Altleiningens politisches Urgestein Gertrud Schwab (CDU). Sie verabschiedete sich mit dem Versprechen, für die Instandsetzung des 20-Röhrenbrunnens, des Altleininger Wahrzeichens, 500 Euro bereitzustellen. Verabschiedet wurden zudem Wilfried Broschart (FWG), Rainer Alleborn (SPD) und Volker Krebühl (WG Dennhardt). Geehrt wurde der bisherige Beigeordnete Bernhard Fingerle, der seit 25 Jahren dem Gemeinderat angehört.

Positiv wertete Verbandsbürgermeister Frank Rüttger (CDU) die Wahl Schneiders zum Ortsbürgermeister. Er gratulierte dem Neuling zum guten Ergebnis und bot Zusammenarbeit und Hilfestellung der Verwaltung der Verbandsgemeinde Leiningerland an. Schneider selbst sagte nach seiner Wahl, dass es ihm vor allem darum gehen werde, das Miteinander in Altleiningen zu fördern.

Für Schneider wird in der nächsten Sitzung ein anderes Mitglieder der WG Dennhardt in den Rat nachrücken. Bei Ralf Hosinger (WG Dennhardt) ist das bereits passiert. Er zog für Wolfgang Linkenbach in den Rat ein. Linkenbach, bislang Beigeordneter, hatte bereits vor rund zwei Wochen seinen Verzicht auf einen Sitz im Gemeinderat erklärt.

Breitband-Ausbau an die Verbandsgemeinde übertragen

Einstimmig hat das Gremium als erste Entscheidung der Verbandsgemeinde Leiningerland die Vertretung ihrer Interessen beim Breitbandausbau übertragen. Inexio werde kreisweit all die Haushalte mit schnellem Internet versorgen, die bislang keine Möglichkeiten hatten, solche Ressourcen zu nutzen, informierte Rüttger. 90 Prozent der Ausbaukosten übernimmt der Bund, die verbleibenden zehn Prozent die Verbandsgemeinde. Ebenso einstimmig genehmigte der Gemeinderat vier Spenden mit einer Gesamthöhe von 2050 Euro, die zur Finanzierung der Kerwe eingegangen waren.

Kritik musste sich Frank Dennhardt von Stephan Merck (FWG) anhören, weil der ehemalige Bürgermeister in Abstimmung mit den Beigeordneten die Entscheidung getroffen hatte, einem Bauherrn, der in der Ortsmitte ein Wohnhaus in ein Café umnutzen will, abweichend vom Bebauungsplan eine Veränderung der Dachneigung zu gestatten. Dennhardt hielt dem entgegen, dass die Pläne für den Umbau dem Gemeinderat bereits vorgestellt worden waren und dabei keine Einwände gegen das Projekt erhoben wurden.

Kinder machen Vorschläge für Spielplatzgestaltung

Dennhardt informierte dann noch über die Vorschläge, die von den Kindergartenkindern für die Umgestaltung eines Spielgeländes in der Nähe des Bahnhofsplatzes gemacht worden sind. Mit Bildern haben die kleinen Altleininger ihre Wünsche zu Papier gebracht. Das Projekt soll im Rahmen der Dorferneuerung angepackt werden.

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