Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Altleiningen: Gemeindehalle beim Neujahrsempfang voll besetzt

Der Erste Beigeordnete Stefan Rüdiger (FWG) (rechts) ehrte die ehemaligen Ratsmitglieder Gertrud Schwab, Peter Boßmann und Wolfg
Der Erste Beigeordnete Stefan Rüdiger (FWG) (rechts) ehrte die ehemaligen Ratsmitglieder Gertrud Schwab, Peter Boßmann und Wolfgang Linkenbach. Foto: Benndorf

Großen Wert auf das Miteinander im Dorf legt der neue Altleininger Bürgermeister Gunther Schneider (WG Dennhardt). Das betonte er beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinde am Sonntag. So warb er um Mithilfe, unter anderem bei der Pflege der Grünanlagen. Ebenfalls das Zusammenleben stärken soll ein regelmäßiger Bürgertreff ab Februar.

Von Anja Benndorf

Bei der vom Duo Ricky & Klaus umrahmten Veranstaltung in der bis auf den letzten Platz besetzten Gemeindehalle hob Schneider das großartige ehrenamtliche Engagement in den örtlichen Vereinen hervor – bei den Burgspielen und den Gogeljodlern seit vier Jahrzehnten. Die Freiwillige Feuerwehr musste im vergangenen Jahr 46 Mal ausrücken. Dabei leisteten 25 Wehrleute 623 unentgeltliche Stunden. Weitere 2368 Stunden wandten die Feuerwehrfrauen und -männer bei 55 Übungs- und Arbeitseinsätzen auf. Da offiziell nur für 25 beziehungsweise 35 Jahre Dienst geehrt wird, betonte Schneider, dass Matthias Holz seit drei Jahrzehnten bei der Wehr aktiv ist.

Neuer Gemeinderat stellt sich vor

Schneider überreichte Präsente an die ausgeschiedenen Ratsmitglieder Peter Boßmann, der 25 Jahre in der Kommunalpolitik mitwirkte, Wolfgang Linkenbach, der wie Boßmann Beigeordneter war, und Gertrud Schwab. In Abwesenheit ehrte er Reiner Allebrand, Wilfried Broschart und Volker Krebühl. Bei seinem Vorgänger und jetzigen Beigeordneten Frank Dennhardt (WG Dennhardt) bedankte er sich dafür, dass er zehn Jahre lang die Geschicke des Dorfes gelenkt hat und auch weiterhin seine Erfahrung einbringt. Der Gemeinderat mit vielen neuen Mitgliedern stellte sich vor.

Bei seinem Rückblick und seiner Vorschau verzichtete der neue Ortschef, der vor allem auch die Neubürger begrüßte, auf die Nennung von Zahlen. „Beim Doppelhaushalt 2018/19 war ich noch nicht Bürgermeister, und der Etat 2020/21 wird erst noch verabschiedet“, erläuterte er. Der Mittfünfziger, der von seinen wöchentlichen Sprechstunden jeweils die am ersten Montag im Monat im Höninger Bürgerhaus abhalten will, verriet nur so viel: „Die Finanzlage ist schlecht.“

Kein Stillstand

Dennoch soll es keinen Stillstand geben. Dringender Handlungsbedarf bestehe in der Bildstockstraße, deren Fahrbahn in einem sehr schlechten Zustand sei. „Sobald das Wetter mitspielt, werden wir die groben Löcher füllen und gucken, wie wir eine Kernsanierung finanzieren können“, so Schneider. Dieses Jahr angepackt werden soll auch die Instandsetzung des 20-Röhrenbrunnens, wofür Spenden eingegangen und zugesagt worden seien. Wie weit man 2020 mit dem Neubaugebiet „Am Holzweg“ komme, sei noch nicht abzusehen. „Es ist eine langwierige Angelegenheit, derzeit ist noch die Entwässerung Thema. Aber sicherlich geht es einen Schritt weiter“, sagte der Bürgermeister. In Ordnung gebracht werde auf jeden Fall die Höninger Kirchturmuhr, wofür 10.000 Euro im Haushalt stünden. Da allein der Gerüstbau rund 70 Prozent der Summe verschlingen würde, wolle man nach Lösungen etwa mit einem Hubwagen suchen.

Grundschule vorerst gesichert

Karl Meister (FWG), Beigeordneter der Verbandsgemeinde Leiningerland, überbrachte die frohe Botschaft, die mit Applaus aufgenommen wurde: „Der Erhalt der Grundschule ist vorerst gesichert, und sie bekommt in diesem Jahr wieder eine eigene Leitung.“ Die Schule werde auch bei dem Breitbandausbau über das Kreiscluster besonders berücksichtigt. Nachdem die Renaturierung des Eckbaches in Höhe des Caritas-Förderzentrums St. Rafael für 385.000 Euro abgeschlossen sei, könne nun mit der Zusammenführung des Flüsschens mit dem Märzweiherbach begonnen werden, so Meister. Die 480.000 Euro Gesamtkosten werden mit 90 Prozent übers Land gefördert. In diesem Zusammenhang wird auch der Spielplatz der gerade ausgebauten Kita umgestaltet, wie Schneider sagte. Losgehen könne es auch mit dem Café in dem Bereich: Die Baugenehmigung sei erteilt.

SPONTAN GESAGT

„Drei Tage vor der konstituierenden Sitzung gab es noch keinen Bürgermeisterkandidaten. Dann kam der Tag, und jetzt stehe ich hier. Machen wir das Beste draus.“ (Gunther Schneider, neuer Altleininger Ortschef)

Schlüsselübergabe vom Bürgermeister Gunther Schneider (rechts) an den Altbürgermeister Frank Dennhardt mit Narrenkappe der Gogel
Schlüsselübergabe vom Bürgermeister Gunther Schneider (rechts) an den Altbürgermeister Frank Dennhardt mit Narrenkappe der Gogeljodler. Foto: Benndorf
Voller Saal: Das Interesse der Altleininger und Höninger Bürger war sehr groß.
Voller Saal: Das Interesse der Altleininger und Höninger Bürger war sehr groß. Foto: Benndorf
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