Grünstadt Aktuell Notiert: Mehr Blumen für die Verbandsgemeinde

Einstimmig verabschiedet hat der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Leiningerland einen Antrag der Grünen-Fraktion. Sie will, dass rund um alle ungenutzten Flächen im Eigentum der Verbandsgemeinde – beispielsweise um Schulen und Verwaltungsgebäude – sowie Ortseingänge und Verkehrsinseln insektenfreundliche Pflanzen eingesät werden. Fraktionssprecherin Annette Maurer begründete ihren Vorstoß bei der Sitzung am Donnerstagabend damit, dass die Tiere und Pflanzen wegen der intensiven Landwirtschaft und der Versiegelung von Flächen die Lebensgrundlage verlieren. Derzeit würden fast überall einheitliche Grasmischungen eingesät und regelmäßig gemäht, damit es gepflegt aussehe. „Aber kurz gemähte, artenarme Grasflächen sind ökologisch wenig wertvoll, da sie von Insekten wie Bienen und Schmetterlingen kaum genutzt werden können“, sagte Maurer. Die Mitglieder des Ausschusses waren dem Ansinnen positiv gesinnt und waren sich einig, dass die Ortsgemeinden in die Umsetzung miteinbezogen werden sollen. „Der Antrag ist typisch grün. Aber trotzdem gut“, sagte Jörg Jokisch (SPD). Sabine Kutschke (CDU) sagte, man müsse dieses Denken auch auf neue Baugebiete ausweiten und darauf hinwirken, dass „die Leute keine Steine mehr in den Vorgarten legen“. Axel Mattern (SPD) schlug vor, in neue Bebauungspläne auch den Umweltaspekt einzuarbeiten. Mit Verweis auf die Farben von Dachziegeln oder die Neigung von Dächern sagte er: „Wir schreiben einen ganzen Haufen Unsinn in Bebauungspläne rein. Da ist es gerechtfertigt, dass wir bei neuen Plänen auch darauf achten.“ Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass Fachleute – etwa für die Wahl des richtigen Saatguts – mit ins Boot geholt werden. Maurer wies darauf hin, dass es auch Fördermöglichkeiten für blühende Landschaften gibt. Stark betrunken war ein 60-jähriger Mann, der am Samstag von Hettenleidelheim nach Ludwigshafen gefahren ist. Eine 20-jährige Frau hatte der Polizei um 14.50 Uhr gemeldet, dass der Mercedesfahrer Hettenleidelheim in Richtung Autobahn verlassen habe. Sie hatte den Beamten auch das Kennzeichen durchgegeben. Eine Streifenbesatzung traf ihn an der Halteranschrift in Ludwigshafen-Ruchheim an. „Er war derart alkoholisiert, dass er nicht mehr in der Lage war, einen Alkotest durchzuführen“, berichteten die Beamten gestern. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein musste er abgeben. Er muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.