Grünstadt „Abstieg darf uns nicht umwerfen“

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OBERSÜLZEN. In dieser Saison soll alles besser werden: Die erste Elf des SV Obersülzen ist mit Spielertrainer Micha Bengel im Vorjahr als Drittletzter aus der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz abgestiegen. Nun will die Mannschaft in der A-Klasse das Geschehene vergessen machen und durchstarten. Auch die zweite SVO-Garnitur konnte in der vergangenen Spielrunde die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Und so hofft man im Lager der Gelbschwarzen auch hier, dass das Team diesmal besser abschneiden wird.

Der Abstieg der „Ersten“, er hatte sich frühzeitig angebahnt. Nach internen Querelen und falschen Einschätzungen ist früh in der Saison deutlich geworden, dass es für die Bengel-Elf sehr schwer werden würde, den Klassenverbleib zu sichern. Dass es am Ende nicht gelungen ist, den Abstieg doch noch im letzten Moment – wie dies in einigen Jahren zuvor der Fall war – zu vermeiden, hat aber auch andere Ursachen. Während der Saison sind einige Stammspieler weggegangen, viele Verletzte waren zu beklagen und die Mitbewerber um den Abstieg haben gegen Ende der Saison mehr Standhaftigkeit gezeigt und sich keine Blöße gegeben. SVO-Vorsitzender Norbert Bölger: „Ein Abstieg ist immer eine bittere Niederlage. Die darf uns aber nicht umwerfen. Wir wollen und dürfen nicht den Ehrgeiz haben, unbedingt in der Bezirksliga spielen zu müssen.“ Er freue sich genau so in der A-Klasse auf die Spiele gegen Mannschaften aus der näheren Region, in denen, so sei zu hoffen, mitunter mehr Besucher anwesend sein werden wie gegen Gegner aus der Bezirksliga, die teilweise aus einhundert Kilometern ohne Anhang angereist waren. Trainer Micha Bengel kann auf eine Reihe von Neuzugängen verweisen, auch aus dem eigenen Jugendbereich. Er erwarte sportlich gesehen ein besseres Jahr als zuletzt. Bengel kündigte an, die Zusammenarbeit mit dem Coach der zweiten Mannschaft, Ralf Lutz, noch enger und intensiver gestalten zu wollen. „Wir müssen versuchen, im Training inhaltlich gleich zu arbeiten und uns gegenseitig in allen Belangen unterstützen. Die Fehler aus der Vergangenheit, die gemacht wurden, sind aufgearbeitet. Wir müssen noch mehr an einem Strang ziehen, wenn wir Erfolg haben wollen.“ Klimmzüge sind vermieden worden bei den Neuverpflichtungen. „Wir glauben aber, dass die Mischung – junge Akteure und erfahrene Strategen – stimmt und beide Mannschaften in der kommenden Spielrunde sich gut in Szene setzen werden.“ Von Wiederaufstieg ist derzeit nicht die Rede. Gemeinschaftsgeist, Teamgedanke und Spaß am Kicken sollen im Vordergrund stehen, wobei sich die jungen Talente weiter entwickeln können, ohne allerdings in den Pflichtspielen Resultate und Punkte aus den Augen zu verlieren. Yaman Cagdas, der 2013 aus Rüssingen gekommen war, hat den Verein mit unbekanntem Ziel wieder verlassen. „Wir haben bei der Kader-Aufstellung bei beiden Teams großen Wert darauf gelegt, zwei Torsteher und mindesten 20 Feldspieler zu haben,“ konnte Bengel auf ein wesentlich größeres Aufgebot an Spielern als bisher verweisen. Im Training habe sich gezeigt, dass die neue Marschrichtung von allen angenommen wird. Zu den Favoriten zähle man sich nicht, – dennoch scheint der Übungsleiter überzeugt, dass es eine gute Saison werden wird. „Erfolg macht vieles einfacher. Ich bin überzeugt, dass beide Mannschaften nach einer schwachen Saison zu alter Stabilität zurück finden werden.“ Beweisen können es die Akteure im Gelbschwarzen Dress bereits in ihren Auftakt-Begegnungen am Sonntag, 10. August, wenn im Derby der TuS Dirmstein der Gegner sowohl der ersten wie auch der zweiten Mannschaft sein wird. (byr)

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