Grünstadt Überschuss statt Fehlbedarf

Statt mit einem Fehlbedarf von 102.500 Euro wird der Ergebnishaushalt 2018 der Ortsgemeinde Altleiningen voraussichtlich mit einem kleinen Überschuss in Höhe von knapp 36.000 Euro abschließen. Der erste Nachtragsetat für das laufende Jahr ist dem Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch vorgestellt worden. Einstimmig hat das Gremium dem Gemeinderat empfohlen, das Zahlenwerk zu beschließen.
Wie Petra Walczok aus der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Leiningerland erläuterte, ergeben sich die wesentlichen Veränderungen gegenüber der ursprünglichen Planung auf der Ertragsseite durch gestiegene Anteile an der Einkommensteuer (von 899.000 auf 914.000 Euro) sowie höhere Personalkostenzuschüsse für die Mitarbeiter der Kita Schatzinsel (statt 324.000 jetzt 357.500 Euro) und gestiegene Landeszuweisungen für die in der Einrichtung beitragsfrei betreuten Kinder (statt 39.700 jetzt 71.200 Euro). Fehler im Nachtragshaushalt ist korrigiert Dem gegenüber stehen unter anderem Mehr-Aufwendungen für den Gebäudeunterhalt von 11.000 Euro: „Im Gemeindesaal waren Malerarbeiten an den Fenstern für 4500 Euro notwendig und im Bürgerhaus in Höningen wurde eine neue Brandschutztür für 6500 Euro eingesetzt“, berichtete Walczok. Auch ein Fehler im Haushaltsplan ist im Nachtrag geheilt worden. „Ich hatte die Kostenerstattung von 56.300 Euro an die AöR für die beiden Freibäder aus Versehen doppelt einkalkuliert“, sagte sie. Weil manche Investitionen noch nicht vorgenommen worden sind, wird sich laut Walczok die kalkulierte Kreditneuaufnahme von knapp 351.200 Euro auf 138.000 Euro verringern. Größter Brocken unter den nicht getätigten Auszahlungen sind 375.000 Euro für die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte. „Für das Projekt sind erst 25.000 Euro ausgegeben worden“, erläuterte die Finanzfachfrau, fügte aber an, dass die Aufnahme von Darlehen lediglich verschoben sei. Im Ergebnisetat des Nachtragshaushaltes 2018 stehen Erträge von 2,91 Millionen Euro (zuvor im Plan: 2,83 Millionen Euro) und Aufwendungen von 2,88 Millionen Euro (statt 2,93 Millionen Euro), wodurch sich ein Plus von 35.960 Euro ergibt. Bürgermeister Frank Dennhardt (WG Dennhardt) kommentierte: „Da haben wir einen Jahresüberschuss und müssen dennoch knapp 42.000 Euro an Kassenkrediten aufnehmen, um unsere laufenden Aufgaben zu erfüllen.“ Es bestehe ein Missverhältnis zwischen Liquiditäts- und Investitionskrediten. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege mit 2583,43 Euro weit über dem Landesdurchschnitt, aber aufgrund der sprudelnden Gewerbesteuer komme die Ortsgemeinde nicht in den Genuss von Schlüsselzuweisungen und müsse bei den Umlagen auch noch Progressionszuschlag zahlen.