Grünstadt Überraschung für den Chef

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Sie sind die Stützen der Kolpingfamilie Grünstadt (von links): Der Vorsitzende Wolfgang Lenhart ist seit 50 Jahren Mitglied, ebenso lange ist Gertrud Diehl dabei. Alfons Fischer ist seit 60 Jahren im Verein, Edeltraud Kummermehr und Albrecht Bär seit 40 Jahren. Anton Ellrich ist seit 50 Jahren Mitglied. Pfarrer Martin Tiator gratulierte.

Bei einem festlichen Abend im katholischen Pfarrheim St. Peter in Grünstadt sind am Freitag treue Mitglieder der örtlichen Kolpingfamilie geehrt worden. Eine besondere Würdigung wurde dem Vorsitzenden Wolfgang Lenhart zuteil: mit dem von Andrea Bechtold auf seine Geschichte umgedichteten Lied „Applaus, Applaus für deine Worte“ von den Sportfreunden Stiller. Es wurde von Kindern und Jugendlichen unter Leitung von Christoph Fernekeß vorgetragen.

Sichtlich gerührt verfolgte Lenhart die musikalische Überraschung. Zuvor hatte der Präses, Pfarrer Martin Tiator, das engagierte Leben des Jubilars Revue passieren lassen: „Bereits als 14-Jähriger hat er am ersten Kolping-Pfingstlager teilgenommen, mit 16 seine erste Büttenrede gehalten und seither Lieder komponiert.“ Nach der Aufnahme in den Verein 1968, die erst mit 18 Jahren möglich war, machte sich Lenhart mit dem Aufbau des Jugendchors verdient, mit unermüdlicher Arbeit im Vorstand in wechselnden Ämtern (seit 1982 ununterbrochen als Vorsitzender), darunter acht Jahre parallel auch im Diözesanvorstand tätig sowie in der Erwachsenenbildung. Tiator griff einige Höhepunkte heraus: Ausbau des Kolping-Klosterkellers in Eigenleistung von 1981 bis 1984, Organisation von drei Jubiläen (90, 100 und 125 Jahre) und Verfassen von Chroniken, Ausrichtung des Bezirksbildungstages mit 300 Teilnehmern im März 1990 und der Segensfeier zur Aufstellung des Kreuzes 2000 im Stadtpark mit 400 Gästen. Auch habe sich Lenhart im September 2015 aktiv eingebracht beim Kolpingtag in Köln mit 16.000 Besuchern. „Mr. Kolping, wir danken dir für deinen alles bereichernden Einsatz“, so Tiator. Bei der Übergabe der Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft zitierte der Pfarrer Adolph Kolping mit dem Satz: „Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht.“ Für ein halbes Jahrhundert Treue wurden auch Gertrud Diehl, Anton Ellerich und Michael Zaczkiewicz geehrt. „Diehl hat sich 1966 in die Kolpingfamilie Nauheim aufnehmen lassen, obwohl das Frauen erst ab 1968 erlaubt war“, erläuterte Lenhart. Sie sei bei jeder Gelegenheit im Verein aktiv, übernehme auch den Fahrdienst für weniger mobile Mitglieder. Braumeister Ellerich habe das Kolpingprogramm unter anderem mit Bier- und Weinseminaren sowie mit einem Referat über Neurolinguistische Programmierung aufgewertet. Etliche politische und medizinische Vorträge hielt der Augenarzt Zaczkiewicz, der auch viele Jahre Vorstandsmitglied war. Zudem organisierte er Benefizkonzerte für ein Behindertenprojekt. Von 1963 bis Sommer 2018 war Alfons Fischer, der für 60 Jahre geehrt wurde, im Vorstand aktiv, darunter von 1977 bis 1982 als Vorsitzender. „Alles, was er tat, machte er mindestens 100-prozentig“, lobte Lenhart. Fast 30 Jahre lang war Fischer für Familienwanderungen zuständig, initiierte und plante die mehrtägigen Jakobswegwanderungen. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten das „Allroundtalent“ Albrecht Bär und die sehr in der Jugendarbeit engagierte Edeltraud Kummermehr Urkunden. Beide sind auch im Vorstand aktiv. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre gab es für Achim Stein, der vor einem Monat zum Diakon geweiht wurde. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Lisa Stoeckel (Geige) und Dianella Terner Besada (Akkordeon).

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