Eisenberg
Ärztin kritisiert fehlendes Tempo bei MVZ-Einrichtung
Die Stadt Eisenberg soll ausreichend Praxisräume für Ärzte zur Verfügung stellen, forderte Eva-Maria Riße (CDU) im Stadtrat. Die Allgemeinärztin schließt zum Jahresende ihre Praxis in Steinborn und wird ab kommendem Jahr als angestellte Ärztin in einer Eisenberger Hausarztpraxis arbeiten. Riße kritisierte, dass Stadtbürgermeister Peter Funck (FWG) bereits vor fünf Jahren die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) versprochen habe und bislang nichts passiert sei. Deshalb ihre Forderung, die Stadt solle sich endlich dieses Themas annehmen.
Die Stadt unterstütze auf jeden Fall die Einrichtung eines MVZ, konterte Stadtbürgermeister Funck. Das sei allerdings abhängig davon, „welchen Weg die Ärzte mitgehen wollen“. Ebenfalls übte Riße heftige Kritik an den „menschenunwürdigen“ Zuständen im Container für Obdachlose. In dieser Einrichtung sollten sich Sozialarbeiter um die Belange der Bewohner kümmern, so Riße.
Kritik an falscher Stelle
Dass dort oft schwierige Fälle untergebracht sind, sei bekannt, sagte Funck, wies allerdings darauf hin, dass die Zuständigkeit dafür allein bei der Verbandsgemeinde liege und die Stadt in dem Fall keine Einflussmöglichkeit habe. Auch auf die Ergänzung von Renate Unkelbach (CDU), dass der Stadtbürgermeister diese Angelegenheit „auf kurzem Weg weitergeben“ solle, wies dieser darauf hin, dass Unkelbach als Mitglied des VG-Rates das Problem dort direkt ansprechen sollte.