Frankenthal Zu Beginn Lehrgeld bezahlt
BOBENHEIM-ROXHEIM. Eine gute Saison gespielt und die Klasse gehalten – der Sportclub (SC) Bobenheim-Roxheim hat seine Ziele in der Fußball-A-Klasse erreicht. Die Bilanz des Aufsteigers fällt positiv aus. Trainer Stephan Szymczak hätte gerne noch den Sprung auf Rang acht und damit in die obere Tabellenhälfte geschafft. Am Ende reichte es „nur“ zu Platz neun.
39 Punkte, 59:58 Tore, 17 Punkte in der Vorrunde, 22 in der Rückserie – das sind die nüchternen Zahlen. Rückblickend war es eine gute Saison für den Sportclub. Das sieht auch Stephan Szymczak so. Doch er hätte gerne ein weiteres Ziel erreicht, nachdem der Klassenerhalt in trockenen Tüchern war. „Ich ärgere mir noch immer Löcher in den Bauch, dass wir es in der zweigeteilten RHEINPFALZ-Tabelle nicht auf die linke Seite geschafft haben“, sagt der Übungsleiter. Dieses Ziel hat der SC knapp verfehlt. Drei Punkte Abstand waren es am Ende zum TuS Dirmstein, der auf dem achten Platz gelandet ist. Das Ziel ist aber für Szymczak nur aufgeschoben: „Das bleibt jetzt für die nächste Runde. Vielleicht können wir in der Saison 2017/18 einen Schritt weitergehen.“ Der Sportclub brauchte nach dem Aufstieg vor einem Jahr etwas Zeit, bis er in der neuen Klasse angekommen war. „Wir haben in den Spielen zum Auftakt gegen Leiningerland und gegen Eisenberg Lehrgeld bezahlt. Da haben wir verloren, obwohl wir gut gespielt haben“, berichtet der Coach. Er spricht von einer schwierigen Phase, weil seine junge Mannschaft zu Beginn der Saison ein Erfolgserlebnis gebraucht hätte. Aber er sei immer davon überzeugt gewesen, dass sein Team die Klasse halten kann. Im vierten Spiel holten die Bobenheim-Roxheimer dann gegen Maudach auf eigenem Platz den ersten Punkt. Und eine Partie danach landeten sie in Weisenheim am Sand sogar einen echten Coup. Bei einem der Aufstiegsfavoriten gelang dem Sportclub der erste Sieg. „Mit Glück“, wie Szymczak immer wieder betont, weil Weisenheim spielerisch das bessere Team gewesen sei. Für den SC sei die Partie sehr lehrreich gewesen. Denn da hätte die Mannschaft gemerkt, dass sie nicht nur mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen kann, sondern auch über den Kampf. Überhaupt hätte die Mannschaft in der vergangenen Saison einen Schritt nach vorne gemacht. Lange Zeit habe er kritisiert, dass seine Spieler auf dem Feld viel zu brav seien und wie Messdiener agierten – verbal und körperlich. Solange das Saisonziel Nummer eins, der Klassenerhalt, rechnerisch nicht in trockenen Tüchern war, warnte Stephan Szymczak immer wieder vor der Gefahr, noch abrutschen zu können. Er wollte die Spannung hoch halten, auch wenn das Team in der Rückrunde nie in akuter Abstiegsgefahr schwebte. Mit dazu beigetragen haben Ende 2015 zwei Siege gegen Dirmstein und ein 13:2-Kantersieg zum Rückrundenauftakt gegen die SG Leiningerland. Trotz Verletzungen und studienbedingter Ausfälle spielte der Sportclub nach der Winterpause eine solide Rückrunde. „Die Trainingsbeteiligung war immer hoch“, lobt Szymczak. Sorgenkind war das Defensivverhalten des kompletten Teams. „Daran müssen wir in der Vorbereitung auf die nächste Saison arbeiten.“ Dass der SC sehr viele Treffer in den ersten Minuten kassierte, dürfte mehr eine Sache der Konzentration sein. „Wir hatten zudem Schnelligkeitsdefizite“, räumt Szymczak ein. Da reichten der Mannschaft auch einmal drei Auswärtstore nicht zum Sieg, weil sie mehr Gegentreffer kassierte. Der Coach wünscht sich auch „mehr Effektivität bei der Chancenverwertung. Wir haben uns sehr viele Möglichkeiten herausgespielt und hätten deshalb deutlich mehr Tore schießen können.“ Er betont aber: „Insgesamt war es ein gutes Jahr.“ Wie berichtet, hat sich der SC für 2016/17 bereits mit den Neuverpflichtungen von Christopher McCarthy und Jesko Blasius (DJK Eppstein) sowie Benjamin Montino (Nibelungen Worms) verstärkt. Szymczak freut sich auf die nächste Entwicklungsstufe. Und mit den Aufsteigern TSV Eppstein und CSV Frankenthal gebe es für den SC in der A-Klasse auch mehr Spiele mit Derbycharakter.