Frankenthal Winterdienst für Mittwochmorgen in Vollbereitschaft

15 Räum- und Streufahrzeuge kann die Stadt auf die Straßen schicken.
15 Räum- und Streufahrzeuge kann die Stadt auf die Straßen schicken.

Zum ersten Mal in diesem Jahr steht die große Mannschaft des Eigen- und Wirtschaftsbetriebs (EWF) für Mittwochmorgen auf Abruf bereit, um bei Bedarf Straßen und Schulwege zu räumen. Klar für den Einsatz ist das 80-köpfige Team schon seit Mitte Oktober. 120 Tonnen Streusalz lagern im Silo. Doch auch die Bürger sind in der Pflicht.

Bis zu vier Glätteprognosen landen täglich im E-Mail-Postfach der für den Winterdienst verantwortlichen EWF-Mitarbeiter. Versandt werden diese durch einen Dienstleister, der mehrmals am Tag Informationen zum aktuellen Wettergeschehen und eine 48-stündige Vorhersage liefert. Zeichnet sich ab, dass mit Glätte und Schnee zu rechnen ist, wird die Einsatzleitung zusätzlich durch einen SMS-Dienst auf dem Laufenden gehalten. Etwa 5000 Euro kostet der Wetterservice die Stadt im Jahr, wie der zuständige Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) im Mai bei einer Bilanz der Wintersaison 2021/2022 sagte.

„Wenn ein Hinweis der Meteorologen vorliegt, gibt es früh morgens eine Straßenkontrolle“, informiert Stadtsprecherin Lisa Randisi. Rund 80 EWF-Mitarbeiter seien für den Winterdienst in Bereitschaft. Von Freitag bis Freitag ist jeweils eine Bereitschaftsgruppe aus vier Mitarbeitern eingeteilt, die für Straßen und Kreuzungen zuständig sind, sechs weitere kümmern sich um Schulwege und Bushaltestellen, drei um die Frankenthaler Friedhöfe. Bei Bedarf werde aus den drei Gruppen eine Mannschaft mit dann über 35 Personen gebildet. „Für Mittwoch wurde diese Vollbereitschaft bereits ausgerufen“, teilt Randisi auf Anfrage mit. Das erste Mal in diesem Jahr.

Doch einsatzbereit sei der Winterdienst bereits seit 15. Oktober. Die Einsatzfahrzeuge sind umgerüstet und getestet, das Speichersilo für Streusalz auf dem EWF-Betriebsgelände ist aktuell mit 120 Tonnen gefüllt. Auch die Soleanlage könne jederzeit genutzt werden. 15 Räum- und Streufahrzeuge kann die Stadt auf die Straßen schicken. Vergangenen Winter waren die Mitarbeiter des Eigen- und Wirtschaftsbetriebs fast 1000 Arbeitsstunden im Einsatz. Ihren letzten Großeinsatz hatten sie am 8. April, als es überraschend spät noch einmal schneite.

Bürger dürfen kein Salz streuen

Neben Sole, also in Wasser gelöstem Streusalz, das aus Umweltschutzgründen nur auf Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraßen und auf Fußgängerüberwegen zur Verkehrssicherheit eingesetzt werde, verwende der EWF beispielsweise für Gehwege in Parks oder an Bushaltestellen ein „abstumpfend wirkendes Bimssteingemisch“. Bürger dürfen für die Gehwege und öffentlichen Parkbuchten vor ihrem Anwesen kein Streusalz verwenden. Sie müssen laut Straßenreinigungssatzung Materialien wie Schotter, Splitt, Kies, Granulat oder Sand nutzen.

Die Stadt betont: Geräumt und gestreut werden muss werktags ab 7 Uhr, samstags ab 8 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr. Bei anhaltendem Schneefall müsse bis 20 Uhr „in angemessenen Zeitabständen nachgearbeitet werden, solange eine Gefahr besteht“. Diese Regelung gilt für Gehwege auf einer Breite von 1,50 Meter. Gibt es keinen Gehweg, muss ein 1,50 Meter breiter Streifen für Fußgänger am Rand der Straße entsprechend präpariert werden.

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