Frankenthal Wildes Spiel mit vielen Eiern

Ostern ist schon wieder seit drei Wochen vorbei. Trotzdem hat sich Fußball-B-Klassist DJK Eppstein II von der VT Frankenthal nach Aussagen von DJK-Trainer Florian Vogel am Sonntag im Kampf um den Klassenverbleib „einige Eier ins Nest legen lassen“. 4:4 (1:1) endete die Partie zwischen dem Vorletzten VT und dem Drittletzten DJK. Für beide Teams ist dieser Punkt zu wenig. Wie viele Mannschaften in die C-Klasse absteigen müssen, ist noch nicht ganz klar. Mit Eiern meint Vogel, dass die Bälle durchaus haltbar erschienen. Vogel muss es wissen. Er hatte die beste Perspektive. Schließlich hütete er das Tor der Eppsteiner, weil keiner der etatmäßigen Torleute zur Verfügung stand. „Mitte der zweiten Halbzeit merkte die VT wohl, dass ich kein guter Torwart bin“, scherzt der DJK-Coach. Insgesamt schwankt er, ob er sich über den Punkt nun freuen oder ärgern soll. „Wenn man in der 90. Minute den Ausgleich erzielt, muss man sich eigentlich freuen. Aber wir hätten in der ersten Halbzeit vier, fünf Treffer erzielen müssen, dann wäre das Spiel gelaufen gewesen.“ So reichte es nur zu einem Tor im ersten Durchgang. Allerdings sei seine Mannschaft feldüberlegen gewesen. Quasi mit dem Halbzeitpfiff seien die Gastgeber zum Ausgleich gekommen. Nach Auffassung von Vogel der einzige Schuss der VT aufs Tor vor der Pause. Bei der Torfolge stimmt VT-Trainer Hans-Jürgen Seipel zu. Den Rest sieht er ein klein wenig anders: „Wir hätten mit 1:0 in Führung gehen müssen.“ Nach der Pause habe die DJK weiter gedrückt, sagt Vogel. Und es sind Tore gefallen, zwei für die DJK, die somit in der 70. Minute mit 3:1 führte. „Individuelle Fehler haben zu dem Rückstand geführt“, erklärt Seipel. Nun ist Vogel nicht nur selbstkritisch, was sein Talent zwischen den Pfosten angeht. Er macht auch der VT Komplimente. Die hätte nicht die Köpfe hängen lassen, sondern habe das Heft in die Hand genommen. Und die DJK habe sich so innerhalb von zehn Minuten „drei Eier gefangen“, plötzlich mit 3:4 hinten gelegen. Die VT habe Moral gezeigt hat, sind sich die Trainer einig. Und auch darin, dass die DJK etwas Glück hatte, dass sie noch den Ausgleich schoss. Evren Koc fasste sich in der Schlussminute ein Herz und traf aus 30 Metern zum 4:4. „Wir hätten schon davor das 5:3 machen müssen, hatten nach dem Ausgleich noch einen Lattentreffer. Uns hat auch Glück gefehlt. Am Ende ist es aber eine gerechte Punkteteilung“, meint Seipel. „Zum Schluss war es ein wildes Spiel“, sagt Vogel. Die DJK muss in den verbleibenden vier Spielen nicht mehr gegen die direkte Konkurrenz im Keller ran. „Es kann ja unter Umständen besser sein, gegen weiter oben stehende Teams zu spielen, für die es um nichts mehr geht“, hofft Vogel. Bei der DJK legt man Priorität auf die Rettung der „Zweiten“. Halil Kaya, Trainer der ersten Mannschaft, und Pascal Diehl verstärkten das Team. Die VT will ebenfalls noch alles versuchen. „Ich muss den Jungs, die wir aus der A-Jugend hochgezogen haben, ein Riesenkompliment machen. Sie machen ihre Sache super“, sagt der VT-Coach.