Frankenthal Westlich des Bahnhofs: Land fördert Dialog mit Eigentümern

In 13 Baufeldern sollen entlang der Johann-Klein-Straße nach Vorstellung der Planer rund 500 neue Wohnungen für 1100 Menschen en
In 13 Baufeldern sollen entlang der Johann-Klein-Straße nach Vorstellung der Planer rund 500 neue Wohnungen für 1100 Menschen entstehen.

Die drei Pilotgemeinden der landesweiten Förderinitiative „Gut Wohnen in der Region“ bekommen vom Land insgesamt 750.000 Euro für die weitere Planung von Wohnbauprojekten. In Frankenthal fließt das Geld in das Vorhaben, neun Hektar westlich des Bahnhofs neu zu entwickeln. Mit den Entwürfen und Erkenntnissen aus Phase ein und zwei soll es nun ans konkrete Umsetzen gehen.

Die Projektpartner und Planer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt sehen auf den Flächen an Johann-Klein-Straße und Albertstraße Potenzial für den Bau von rund 500 Wohnungen. Nach Einschätzung der Fachleute ist das Areal, in dem beispielsweise das ehemalige Brauereigelände und große Garagenanlagen liegen, in seinem aktuellen Zustand „nicht mehr entwickelbar“. Die Bestandsgebäude müssten bis auf wenige Ausnahmen, darunter einige wertvolle Häuser aus der Gründerzeit, abgerissen werden.

Dieser radikale Wandel für das Gebiet an der Bahnlinie Mannheim-Mainz funktioniert freilich nur unter einer Bedingung: Die privaten Eigentümer der Grundstücke müssen für die Pläne gewonnen werden. Auf erste Informationen zum Geplanten, das bisher 13 Baufelder und ein grobes Bebauungskonzept umfasst, haben bislang nur zwei von ihnen Verkaufsbereitschaft signalisiert, hieß es im Oktober im Planungs- und Umweltausschuss.

Ziel: Innenentwicklung fördern

Das soll sich – so die Hoffnung der Landesregierung – mit dem Geld aus Mainz nun ändern: Der Zuschuss aus dem Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ ist dafür gedacht, mit Bürgern und Eigentümern in Dialog über die bisher vorliegenden Ideen zu kommen. Ziel sei es, „lebenswerte Quartiere mit zeitgemäßem Wohnraum auf vorhandenen innerstädtischen Flächenpotenzialen zu entwickeln“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bau- und Finanzministeriums zu der Förderung.

Realisiert werden sollen aber keine schicken Prestigeprojekte. Deswegen legt das Land besonderen Wert darauf, dass in Frankenthal und den beiden weiteren Pilotkommunen auch geförderter Wohnraum entsteht, was seinen Angaben zufolge für ein Viertel der geplanten Einheiten zutreffen soll. Im Sinn haben die Geldgeber außerdem, dass der Bedarf an Wohnungen nicht nur mit neuen Baugebieten außerhalb der Stadtgrenzen gedeckt werden sollte: „Wir wollen zeigen, wie Innenentwicklung unter den aktuellen Rahmenbedingungen gelingen kann“, lässt sich Bau- und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) in der Mitteilung zitieren.

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